CommunityLend wird P2P Kredite in Kanada anbieten

CommunityLend startet P2P Kredite in Kanada 

Ein weiterer Markt wird für Kredite von Privat an Privat erschlossen. CommunityLend.com plant den Start in Kanada für den Herbst 2007. Vorher soll ein Testlauf stattfinden (ohne echtes Geld), der dazu dient Feedback und Verbesserungen von den Usern zu sammeln und umzusetzen.

Hinter CommunityLend.com steht ein interessantes Team, das u.a. den Ex-Banker und Bankwatch Blogger Colin Hendersen umfasst. (Quelle: NetBanker)

Bisher sind die Informationen über CommunityLend eher dürftig. Aus den Ankündigungen geht immerhin hervor, dass es – wie bei Prosper – ein Auktionsmodell geben wird und das unterschiedliche lange Kreditlaufzeiten möglich sein werden (wie bei Zopa).

Kontextsensitive Links

Soeben wurden kontextsensitive Links auf P2P-Kredite.com installiert. Durch einfaches Doppelklicken auf ein Wort oder Markieren einer Textpassagen werden dem Nutzer kontextsensitive Links eingeblendet. Zum Ausprobieren einfach auf mal auf Mikrokredite doppelklicken. Es werden jetzt Icons angezeigt. Durch das Klicken auf das Google Icon wird beispielsweise eine Google Suche zum Stichwort Mikrokredite durchgeführt. Durch das Klicken auf das Amazon Icon findet der Nutzer Literatur zum Thema Mikrokredite.

C4-World Plattform MyC4 für private Mikrokredite nach Afrika

C4-World.com erstellt gerade die Plattform MyC4.com auf der Privatleute Kredite an Unternehmer in Afrika geben können. Anders als bei Kiva.org sollen die Kredite verzinst werden. Ein Beta-Test für einen geschlossenen Benutzerkreis soll im Mai 2007 starten. Der öffentliche Launch soll im vierten Quartal diesen Jahres erfolgen. Darüber hinaus setzt sich das Start-Up aus Dänemark das Ziel, dem Unternehmen in Afrika nicht nur durch die Vermittlung eines Kredites, sondern auch durch Wissenstransfer über die Online-Plattform zu helfen.

Wann kommt one2money ?

In einem Telefonat mit p2p-kredite.com erläuterte Christopher Saunders, Vorstand der börsennotierten Patrio Plus AG, einer Beteiligungsgesellschaft mit einem Portfolio von Onlineangeboten die Planungen für das one2money.de Angebot. Geplant sei ein Kreditvermittlungsportal in Anlehnung an ausländische Vorbilder wie z.B. Zopa oder Prosper. One2Money werde im Zusammenarbeit mit einer Bank gestartet. Nähere Auskünfte zur Bank wollte Saunders aufgrund bestehender Vertraulichkeitsvereinbarungen nicht geben. Auch ein Starttermin könne noch nicht genannt werden. Im Moment wolle man zunächst das Ergebnis von Gesprächen mit dem Bafin abwarten.

Prosper, Zopa und Boober im Trafficvergleich

Auf Basis der Trafficzahlen von Alexa ergibt sich, dass Prosper.com und Zopa.com relativ stabile Besucherzahlen haben, die unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einwohnerzahlen der Zielmärkte USA respektive Großbritannien eine vergleichbar gute Marktdurchdringung zeigen.

Im Gegensatz dazu erscheint Boober.nl nur zum Zeitpunkt des Launchs auf dem Radarschirm.

Trafficvergleich Prosper Boober Zopa (für größere Darstellung auf Bild klicken)

An einigen Zeitpunkten ist ein gleichzeitiges Hoch bei Prosper und Zopa zu verzeichnen. Hier ist vermutlich eine Presseveröffentlichung der Grund, da in vielen Artikeln zum Thema, sowohl Prosper als auch Zopa refernziert werden.

P2P-Kredite – Golem Artikel über eLolly

Golem hat gestern einen Artikel über eLolly.de gebracht. eLolly wurde ja schon als Kommentar zum vorherigen Artikel hier bei p2p-kredite.com gepostet. Wie bereits  ausgeführt ist eLolly.de in keiner Weise mit Angeboten wie prosper.com und zopa.com zu vergleichen.

eLolly übernimmt keinerlei Schritte bei der Abwicklung der Kreditvergabe (z.B. Bonitätsprüfung, Debitorenverwaltung, Zahlungsverkehr) wie dies die genannten ausländischen Anbieter für Privatkredite tun. Stattdessen sollen Kreditgeber und Kreditnehmer alles selbst abwickeln und elolly übernimmt lediglich die Kontaktanbahnung.

Somit eher vergleichbar mit einem Kleinanzeigenmarkt der Angebot und Nachfrage zusammenführen will. Für die Registrierung wird eine Gebühr von 9,50 Euro fällig und das bei ungewissen Erfolgsaussichten. Aus meiner Sicht ist elolly vor allem eine Marketingidee der Betreiber um das heisse Thema „Privatkredite über das Internet“ zu nutzen.

Einige Aussagen wie z.B. „….werden eLolly weltweit agieren lassen, um den Pool der Mitglieder wachsen zu lassen“ erscheinen übermäßig optimistisch, denn was hat der Kreditgebende davon, wenn elolly tatsächlich einen Kreditsuchenden in Mexiko vermittelt und das dann privat abgewickelt werden soll? 

Wann kommen P2P-Kredite in Deutschland ?

Nach Ansicht von Marktbeobachtern wird es Ende 2007 bzw. Anfang 2008 zum ersten Launch eines deutschen Angebotes kommen. Wesentliche Hürde stellen regulatorische Aspekte dar. Unterschiedliche Ansichten herrschen zur Frage, ob der Anbieter eines solchen Angebotes über eine Banklizenz verfügen muß, oder ob eine mit geringeren Anforderungen verbundene Genehmigung als Finanzvermittler/Finanzdienstleister ausreichend ist. Interessenten führen derzeit Gespräche dazu mit dem zuständigen Bundesaufsichtsamt für Finanzen.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erscheint es auch unwahrscheinlicher, dass ein ausländischer Anbieter wie Zopa oder Prosper den Schritt nach Deutschland wagt, sei es direkt oder indirekt in Form eines Franchise-Ansatzes.

Zopa hat zudem andere Zielmärkte eher im Focus. Zwar ist Deutschland aufgrund seiner Größe ein attraktiver Markt, aber die Zinsdifferenz zwischen Einlagen und Konsumenten- und Ratenkrediten ist niedriger als in vielen anderen Märkten.

Können Plattformen für P2P-Kredite wirksam sozialen Druck einsetzen um Forderungsausfälle zu mindern?

In der realen Welt trägt sozialer Druck durch Gruppen (engl. peer pressure) wie Verwandte, Nachbarn, Kollegen dazu bei, dass eingegangene Verpflichtungen eingehalten werden um einen Gesichts- und Ansehensverlust zu vermeiden.

Die Übertragung dieses Ansatzes auf Geschäftsmodelle wie bei Prosper erscheint zunächst paradox, sind doch alle Mitglieder bei Prosper anonym.

Dennoch versucht Prosper durch verschiedene Ansätze auch in der virtuellen prosper Welt peer-pressure aufzubauen.

  • Gruppen: Von Prosper gedacht um Mitglieder mit gleichen Interessen zusammenzuführen (z.B. auf religiöser, ethnischer, beruflicher, schulischer oder Interessensbasis). In der Praxis ist aber äußerst umstritten ob dieser Ansatz funktioniert. Der ursprüngliche Gedanke war vermutlich auch marketing-getrieben. Personen, die sich kennen sollten ihren Bekanntenkreis zu ihrer Gruppe bei Prosper einladen. Tatsächlich basieren nur sehr wenig Gruppen auf dieser Grundlage.
    Die meisten Gruppenchefs (engl. group leader) werben neue Mitglieder über das Internet, kennen diese also nicht persönlich. Weiterlesen