Kredite von Privat zu Privat – die wichtigsten Informationen 2019

Sie brauchen schnelle, kompakte Informationen statt der detaillierten Tests, die dieser Blog publiziert? In diesem Artikel lesen Sie die wichtigsten aktuellen Tipps zum Thema P2P-Kredite. Wenn Sie einen Kredit beantragen möchten, können Sie insbesondere folgenden Marktplatz für Kredite von Privatpersonen (P2P Kredit FAQ) nutzen: Auxmoney. Bei diesen Anbieter kann der Kredit kostenlos beantragt werden. Gebühren fallen erst dann an, wenn die Kreditanfrage bewilligt wird und das Geld ausgezahlt wird. Dabei besteht kein Risiko, denn Kreditnehmer haben bei dieser Form des Ratenkredites über das Internet ein 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht.

Für Anleger kommen vor allem internationale P2P Kreditmarktplätze wie z.B. Bondora , Estateguru, Mintos, Grupeer oder Peerberry für das Investment in Frage. Ergänzend sind meine Berichte über meine Erfahrungen als Anleger bei Bondora (meine Rendite dort betrug zuletzt über 15%) bzw. meine generellen Anleger Erfahrungen ggf. von Interesse.

Mein Anspruch war immer die P2P Kredit Angebote durch eigene Anlage zu testen und so aus der Praxis zu berichten. Eine Fülle von Tipps finden Anleger im Forum. Es gibt auch eine große Tabelle mit über 40 P2P Kredit Anbietern im Vergleich aus Anlegersicht. Da es immer wieder Fragen zur Steuererklärung gibt – im Forum ist ein Steuer Gutachten verlinkt, das einer der Marktplätze in Auftrag gegeben hat.

Mintos Invest & Access erstmals ausserhalb der ‚in der Regel‘ Klausel – verzögerte Auszahlungen überraschen einige Anleger

Im Juni hatte Mintos das Invest & Access Produkt eingeführt. Mein Artikel zur Einführung damals. Ziel des Produktes ist es Mintos Anlegern den Invest in P2P Kredite auf der Plattform so einfach wie möglich zu machen. Keine Einstellmöglichkeiten, kein Nachdenken, einfach auf den Knopf drücken. Und für die Auszahlung wieder auf den Knopf drücken und Geld dann direkt auszahlen können.

Allerdings gibt es durchaus Bedingungen. So heisst es in der Erklräung von Mintos zum Produkt:

„Wie lange dauert es, bis ich mein Geld ausgezahlt habe? Geht dies wirklich sofort?
Wenn Sie Geld auszahlen wollen, verkauft Invest & Access automatisch Kredite in Ihrem Portfolio an andere Investoren, die Invest & Access nutzen.
Der Verkauf erfolgt in der Regel sofort, abhängig von der Nachfrage anderer Investoren zu diesem Zeitpunkt“ (Hervorhebung durch mich)

Ich unterstelle mal, dass 95% der Anleger diese Einschränkung nicht bewusst wahrgenommen haben, bzw. zumindest dachte, da wird ein theoretischer Fall definiert, der praktisch nicht eintreffen wird.

Jetzt, 6 Monate später, ist genau dieser Fall eingetreten. Auszahlungswünsche seit Freitag werden nicht vollständig sofort bedient (Beispiel 700 Euro von 2000 Euro; 780 Euro von 9800 Euro; weitere Beispiele sind mir bekannt). Und einige Anleger reagieren überrascht.

Warum gerade jetzt? Am Freitag Mittag hat die Zentralbank des Kosovo die Lizenzen der auf Mintos vertretenen Darlehensanbahner Monego und Iute Kosovo widerrufen. nachmittags haben viele Anleger noch die betroffenen Kreditanteile über den Zweitmarkt verkauft. Gegen 17:04 (Deutscher Zeit) hat Mintos dann den Zweitmarkthandel für diese Anbahner ausgesetzt.

Dies wird bei einigen Anlegern zu einer Neubewertung des Risikos der Kredite bei Mintos geführt haben und in Folge wollten dann erstmals mehr Anleger Geld von Invest&Access abziehen als reinvestieren oder neu anlegen. Ob Mintos für solche Fälle einen Risikopuffer eingebaut hat ist mir nicht bekannt. Ergo erfolgen aktuell Auszahlungen aus Invest & Access eben nicht mehr sofort und nur teilweise.

Um es klar zu sagen: Das Mintos Invest&Access Produkt verhält sich hier wie beschrieben. Das Problem ist nur dass einige Anleger andere Erwartungen an das Produkt hatten und das risiko anders eingeschätzt haben. P2P Kredite sind eine Hochrisikoanlage.

Ich habe Mintos um eine Stellungnahme zu Ihrer Sicht zur aktuellen Liquidität von invest&Access gebeten, aber bisher noch keine Antwort bekommen.

Übrigens, wer nicht warten will und sein Geld möglichst schnell aus I&A zurück will: diese Kredite sind auch über den Sekundärmarkt verkaufbar. Wer sie mit geringem Abschlag anbietet (0,1-0,2%) hat vermutlich etwas bessere Chancen eine schnelle Auszahlung zu ermöglichen. Das ist kein Tipp, ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Option besteht.

Die Diskussion im Forum zur aktuellen Lage bei invest & Access Auszahlungen finded hier statt.

Plattform Moneything scheitert und schliesst

Moneything logoDie britische Plattform Moneything gab heute morgen bekannt, dass sie keine Chancen auf eine erfolgreiche Fortführung des Geschäfts sieht und schliesst. Moneything war seit 2015 am Markt und finanzierte hauptsächlich Immobilienkredite, aber auch einige Pfandkredite. Insgesamt vergab Moneything Kredite für 92,2 Mio. Pfund. Davon sind noch 20,3 Mio. Pfund ausstehend. Moneything will in den nächsten 12 Monaten daran arbeiten diese Aussenstände so weit wie möglich einzutreiben. Die Chancen dafür sind aber bei einigen der notleidenden Kredite m.E. nicht sehr gut.

Damit scheitert nach Collateral, Lendy und Funding Secure der 4. britische Marktplatz der auf Immobilienkredite spezialisiert war. Bei Moneything zeichnete sich (ähnlich wie vorher bei Lendy und Funding Secure) schon seit Monaten ab, dass der Anbieter in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Die Ausfälle nahmen immer weiter zu, das Neugeschäft sank in den letzten Monaten fast auf null.

Moneything macht die Marktsituation und die Wirtschaftslage verantworlich (‚increasingly difficult to compete in the current market conditions and we expect there is a tougher economic environment to come‘). Zwar mag das ein Aspekt gewesen sein, aber der wesentliche Faktor der zur Schließung führte war aus meiner Sicht die viel zu hohe Ausfallrate (und damit davor die ungenügende Kreditprüfung, bzw. unzureichende Sicherheiten).

Ich habe aktuell noch 224 Pfund bei Moneything investiert. Wenn es gut läuft rechne ich damit vielleicht ein Drittel bis die Hälfte davon wieder zu bekommen. Wenn es schlecht läuft vielleicht fast gar nichts. Zum Glück habe ich mein Moneything Portfolio seit Ende 2018 erheblich abgebaut. Zur Hochzeit davor hatte ich rund 3000 Euro auf dem Marktplatz investiert.

Insgesamt bin ich aber mit meinem Moneything Invest so oder so im Plus. Ich hatte im Gegenwert von 2878 Euro eingezahlt und schon 3534 Euro wieder ausgezahlt. Da spielen aber auch Währungseffekte eine Rolle. Alles was jetzt noch zurückkommt erhöht dann noch die Rendite.

Positiv sehe ich lediglich das Moneything die Abwicklung in Eigenregie durchführt. Auf den drei anderen genannten Plattformen berechnen die eingesetzten Insolvenzverwalter hohe Gebühren (die Stundensätze belaufen sich auf teilweise bis zu 600 Pfund).

Die britische Finanzaufsicht FCA steht bzgl. der bisherigen Regulierung der P2P Kreditmarktplätze erheblich in der Kritik. Ihr wird u.a. mangelnde Aufsicht und mangelnde Durchsetzung der Vorschriften vorgeworfen. Zwar werden die Regeln für die Vermarktung an Privatanleger in England ab dem 9. Dezember 2019 verschärft, aber die neuen Regeln könnten sich als Feigenblatt erweisen. Zwar sollen die Anbieter prüfen, ob die Privatanleger die Risiken dieser Anlageform verstehen, aber die Überprüfung ist ein Multiple Choice Test und eine Selbsteinstufung der Anleger. Z.T. kann der Test beliebig oft wiederholt werden, bis der Nutzer die richtigen Antworten anklickt.

Also nochmal für alle: P2P Kredite sind eine Hochrisikoanlage und können zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Dagobertinvest – Investieren wie die reichste Ente der Welt? (Teil II)

Mit Sparsamkeit, Gier und Geiz zum größten Vermögen der Welt – dafür steht Dagobert Duck. Was dies mit Dagobertinvest zu tun hat – oder auch nicht – war Thema in Teil I der Plattformvorstellung. Wenn noch nicht geschehen, schau dir am besten zuerst Teil I an, der sich auf die Eckdaten des Anbieters, den Track-Record und die Vor- und Nachteile der Plattform konzentriert.

Kleiner Nachtrag zum Thema Track-Record: Wie in den Kommentaren zu Teil I der Plattformvorstellung erwähnt, veröffentlichen die meisten Immobilien Crowdinvesting Anbieter keine Informationen zu verspäteten oder problematischen Projekten. Ich hatte Dagobertinvest diesbezüglich angeschrieben und Herr Zederbauer, der CEO, nimmt dazu folgendermaßen Stellung:

Zu der Frage mit Verzögerungen verweise ich darauf, dass wir an einer sehr transparenten Lösung arbeiten, die wir in den kommenden Wochen Anfang 2020 präsentieren werden. Mit Verlusten rechnen wir derzeit noch nicht. Betreffend Kommunikation [von Projekten in] Schieflage: Derzeit kommunizieren wir dieses Themenfeld ausschließlich mit den betroffenen Anlegern. Aber wie gesagt wird sich da was ändern.

Wir dürfen also gespannt sein, was sich dort bald ändern wird.

Jetzt aber zu Teil II der Plattformvorstellung: Was sind die Besonderheiten von Dagobertinvest? Worauf sollte ein Anleger achten, wenn er bei dem österreichischen Marktführer für Immobilien Crowdinvesting sein Kapital investieren möchte? Das ist der Schwerpunkt von diesem Beitrag. Wenn ihr euch die Webseite und die Projektdarstellungen von Dagobertinvest anschaut, fallen einige Besonderheiten sofort ins Auge:

1. „Early-Bird“ Zinssatz

Bei einigen Finanzierungsrunden profitieren Investoren in den ersten Tagen nach Beginn der Zeichnungsperiode von einem höheren Zinssatz. Dieser „Early Bird“ Zinssatz wird in den Fundingdetails deutlich ausgewiesen, auch mit dem Hinweis bis wann dieser gewährt wird. So kann man als Frühzeichner z.B. eine Early-Bird-Verzinsung von 7,25% in den ersten 14 Tagen erzielen anstatt einer Standardverzinsung von 7,00%, wenn man erst nach Ablauf der 14-Tage-Frist die Anteile zeichnen würde. Im Allgemeinen kann man dadurch eine zwischen 0,25% und 0,50% höhere Rendite realisieren. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“.

2. Freischaltung für Investoren in unterschiedlichen Ländern

Wer sich die verfügbaren Projekte bei Dagobertinvest anschaut, wird auch über die Flaggensymbole auf jedem Projektangebot stolpern:

Abb. 1: Dagobertinvest Länderkennung

Die Plattform schaltet Emissionen für Investoren in den drei Ländern ggf. zu unterschiedlichen Zeitpunkten frei. Alle Projekte sind sofort für Investoren in Österreich verfügbar. Auch Schweizer Anleger können im Normalfall von Beginn an ihre Investition tätigen. Anleger mit Wohnsitz in Deutschland werden häufig einige Tage später freigeschaltet. Welchen Hintergrund hat diese länderspezifische Unterscheidung? „Anleger in unterschiedlichen Märkten erhalten die jeweiligen korrekten heimischen Dokumente“- so die Aussage von Dagobertinvest. Deutschen Investoren wird das Dokument „VIB für deutsche Investoren“ zur Verfügung gestellt, welches das für den deutschen Markt vorgeschriebene „Vermögensanlagen-Informationsblatt gemäß §§ 2a, 13 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)“ enthält. Wer als deutscher Investor nicht auf die Freischaltung (und damit die Verfügbarkeit des VIBs) warten möchte, kann sich jederzeit an den Dagobertinvest Support wenden und um einen Code zur vorzeitigen Freischaltung des Projekts bitten. Damit ist es dann möglich, auch als deutscher Investor sofort in die Projekte zu investieren.

3. Fundingzeitraum

Auch die Begriffe Fundingschwelle und Fundinglimit sind eine Besonderheit bei Dagobertinvest:

Abb. 2: Dagobertinvest Fundingdetails

Der Anbieter erläutert dies gut verständlich auf seiner Webseite:

Der Crowdfunding-/Funding-Zeitraum ist der Zeitraum, in dem es möglich ist in das Crowdinvesting-Projekt zu investieren. Die Crowdfunding-/Funding-Schwelle ist der Betrag, der durch alle Investoren zumindest erreicht werden muss, sodass das Investment zustande kommt. Das Crowdfunding-/Funding-Limit ist die Obergrenze des Betrages, den alle Investoren zusammen in ein Projekt investieren können.

Es dauert häufig zwei Wochen oder länger, bis das Funding abgeschlossen ist. Entweder, weil das Fundinglimit erreicht wurde oder weil der Fundingzeitraum abgelaufen ist und zumindest die Fundingschwelle überschritten wurde. Das kann sich künftig natürlich ändern, wenn der Bekanntheitsgrad der Plattform steigt. Im Moment jedoch ist es für den Anleger angenehm, insbesondere im Vergleich zu anderen Plattformen, auf denen Projekte teilweise innerhalb von einigen Minuten vollständig finanziert werden.

4. Projektstandort

Abb. 3: Skyline von Wien (Bild von hashan auf Pixabay)

Wien wurde als lebenswerteste Metropole der Welt ausgezeichnet (Quelle: Mercer.de). Nach Berlin ist Wien die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum und etwas mehr als ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung lebt dort. Die Strahlkraft der Hauptstadt im Nachbarland beflügelt natürlich auch den Immobiliensektor. Nicht verwunderlich also, dass sich ein großer Teil der von Dagobertinvest finanzierten Projekte in Wien und dem Wiener Speckgürtel befinden. Projekte in attraktiver Lage mit überdurchschnittlicher Rendite – zumindest im Vergleich zu Investitionsmöglichkeiten auf anderen deutschen und österreichischen Portalen – sind auf jeden Fall ein gutes Argument für Investoren. Weitere Infos zu Immobilien Crowdinvesting in Österreich findet ihr auch in diesem Beitrag.

5. Projektsektor

Der Schwerpunkt liegt bei Dagobertinvest nicht im Luxussegment, sondern auf bezahlbarem Wohnraum für Normalverdiener. Auch die Größe der finanzierten Objekte ist überschaubar – häufig beinhaltet ein Projekt nur einige wenige Wohneinheiten. Das können zum Beispiel zwei Doppelhäuser sein oder sechs Reihenhäuser oder auch ein Apartmenthaus mit zehn Einheiten. Solange Wohnraum benötigt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass es Abnehmer für Objekte in diesem Segment geben wird. Das vermindert das Risiko des Investments.

6. Projektdetails

Zu den einzelnen Projekten werden detaillierte Informationen zur Verfügung gestellt. Bei der Fülle an Projektinformationen, die auf den unterschiedlichen Plattformen bereitgestellt werden, ist es schwierig, für diese Thematik objektive Vergleiche anzustellen. Aus meiner Sicht sind folgende Angaben, die nicht von allen Plattformen veröffentlicht werden, aber von Dagobertinvest im Normalfall zu jedem Projekt zur Verfügung gestellt werden, für Anleger sehr wertvoll:

  • Projektstand: Häufig wird die aktuelle Phase des Projekts genau erläutert; z.B. „Das Grundstück wurde angekauft und die Baureifmachung ist erfolgt. Die Baugenehmigung wurde bereits erteilt. 4 der 10 Wohneinheiten sind bereits verkauft.“
  • Objektbeschreibung: Die Lage des Objekts wird exakt beschrieben und auf einer Karte dargestellt. Sogar Grundrisse der einzelnen Wohneinheiten sind oftmals Teil der Objektbeschreibung.
  • Finanzierung: Die geplante Finanzierungsstruktur wird grafisch dargestellt. Da sämtliche Projekte über Nachrangdarlehen finanziert werden, ist auf einen Blick ersichtlich, wieviel Eigenmittel als Puffer dienen, sollte das Projekt in Schieflage geraten.

Fazit

Als (potentieller) Anleger sind folgende Besonderheiten von Dagobertinvest zu beachten:

  • Über den „Early-Bird“ Zinssatz können bis zu 0,5% Mehrrendite realisiert werden
  • Auch deutsche Investoren können über einen Freischaltungscode sofort in die Projekte investieren
  • Der tatsächliche Fundingzeitraum beträgt oftmals zwei Wochen oder mehr
  • Der Standort, der Sektor und die veröffentlichten detaillierten Informationen der einzelnen Projektangebote helfen Anlegern, sich für oder gegen eine Investition zu entscheiden.

Mein Ziel ist es, euch mit den beiden Beiträgen zu Dagobertinvest die Plattform so vorzustellen, dass ihr entscheiden könnt, ob das ein sinnvoller Baustein für euer Portfolio sein kann. Insbesondere die Vor- und Nachteile in Teil I der Plattformvorstellung bieten meiner Meinung nach eine gute Übersicht und können sich daher als Entscheidungsgrundlage eignen.

Wenn du denkst, dass das Angebot von Dagobertinvest zu deiner Anlagestrategie passen könnte, dann kannst du dich über diesen Link (wenn du in Österreich wohnst diesen Link) kostenlos und unverbindlich registrieren. So bekommst du Zugriff auf die vollständigen Projektbeschreibungen und kannst dir ein besseres Bild machen. Aktuell gibt es bei Dagobertinvest einen Bonus Amazon Gutschein (1% auf die Erstinvestition im ersten Monat).

Ist diese Plattform für euch interessant oder eher nicht? Was sind eure Erfahrungen mit Dagobertinvest? Schreibt einfach etwas dazu in die Kommentare oder ins Forum.

Dagobertinvest – Investieren wie die reichste Ente der Welt? (Teil I)

Als Weihnachten 1947 Dagobert Duck zum ersten Mal in einer Geschichte auftauchte, hat der Erfinder Carl Barks sicherlich nicht damit gerechnet, dass diese Figur 70 Jahre später immer noch ein klares Klischee verkörpern würde: Mit Sparsamkeit, Gier und Geiz zum größten Vermögen der Welt. Sein Gesamtvermögen gibt Dagobert selbst übrigens mit 30 Fantastillionen an; diese Fantasiezahl besteht aus einer 30 gefolgt von 80 Nullen. Und auch seine Sparsamkeit ist legendär, wenn er sich zum Beispiel aus auf den Müll geworfenen Zeitungen informiert oder in der Zeit zurückreist, um einen abgelaufenen Gutschein einzulösen.

Welche Facette des Charakters den Herren Zederbauer, Dvorak und Riedl nun so zu gesagt hat, dass sie ihr Unternehmen Dagobertinvest nennen wollten, ist nicht bekannt. Es sei auch dahingestellt, ob dies ein besonders gewiefter Marketing-Schachzug war. Auf jeden Fall aber ist Dagobertinvest aktuell der Marktführer im Bereich Immobilien Crowdinvesting in Österreich.

Im folgenden möchte ich Euch die Plattform näher vorstellen. Dabei habe ich im ersten Schritt die wichtigsten Eckdaten in einem Steckbrief tabellarisch aufbereitet. Ich persönlich wühle mich sehr ungern durch lange Texte, um an einfache Fakten heranzukommen und vielleicht geht es euch ja ähnlich. Im Anschluß wird der Track-Record grafisch illustriert und dann werden kurz und knacking die Vor- und Nachteile für Anleger aufgelistet. Diese Artikelstruktur ist insbesondere für diejenigen interessant, die sich mit dem Thema Crowdinvesting in Immobilien schon ein bisschen beschäftigt haben. Habt ihr eventuell bereits eigene Erfahrungen auf anderen Plattformen gemacht, wie Exporo oder Bergfürst in Deutschland oder auch Crowdestate und Estateguru im Baltikum, dann wisst ihr (hoffentlich) in fünf Minuten, wo die Unterschiede zu Dagobertinvest liegen und auch welche Vorzüge der Branchenprimus aus der Alpenrepublik euch persönlich bietet – oder eben auch nicht. Teil II der Plattformvorstellung erscheint im nächsten Artikel und konzentriert sich auf einige spezifische Besonderheiten der Plattform und der angebotenen Projekte. Jetzt geht’s aber erst einmal los mit den Eckdaten zu Dagobertinvest.

Steckbrief

SitzWien, Österreich
SpracheDeutsch
Aktiv seit2016
TeamPersönliche Vorstellung auf der Webseite
Rendite6,0 – 8,0% p.a. fester Zinssatz; Durchschnitt 6,7%
Beginn der VerzinsungEingang des Investitionsbetrags bei Dagobertinvest
Gebühren für InvestorenKeine
Tilgung / RückzahlungEndfällig (zum Laufzeitende)
ZinszahlungEndfällig (zum Laufzeitende)
SteuernZinsen werden brutto ausgezahlt ohne Steuerabzug, der Investor sich selbst um die Versteuerung kümmern
Mindestinvest250 Euro
Laufzeit12 – 36 Monate
FinanzierungsmodellNachrangdarlehen
EinzahlungsoptionenBanküberweisung, Lastschrift
ProjektsektorFokus auf Projektentwicklungen von bezahlbarem Wohnraum
ProjektstandortÖsterreich, Deutschland
ProjektverfügbarkeitEin neues Projekt alle 2 Wochen
ZweitmarktNein
Auto-InvestNein
FreundschaftswerbungJa, 1% des Investitionsbetrags wird als Prämie ausgezahlt
Rating4,9 von 5 Punkten (59 Bewertungen auf kritische-anleger.de)

Track-Record

Die Informationen zur bisherigen Erfolgsbilanz, die unter anderem auf der eigenen Webseite von Dagobertinvest publiziert werden, bieten folgendes Bild:

Abb. 1: Dagobertinvest Track Record (Stand: 28.11.2019)

111 finanzierte Projekte, für die 38,1 Mio. Euro eingesammelt wurden, und dabei kein einziger Projektausfall ist natürlich eine makellose Bilanz. Wie man dies bewerten sollte und worauf dabei zu achten ist, wird in diesem Beitrag über die Immobilien Crowdinvesting Landschaft in Österreich unter Punkt 2 etwas näher erläutert.

Fazit

Der Platzhirsch aus Österreich im Immobilien Crowdinvesting bietet auf jeden Fall interessante Anlagemöglichkeiten. Im Zusammenspiel mit den bekannten Branchengrößen aus Deutschland und dem Baltikum können Investoren über Dagobertinvest ihr Portfolio weiter sinnvoll diversifizieren. Auch wenn es vielleicht unrealistisch erscheint, sich darüber die erste Fantastillion anzusparen, sind die erzielbaren Renditen für viele Investoren sehr attraktiv.

Und hier kommen jetzt die Vor- und Nachteile in Kurzform:

Vorteile

Rendite: Es kann ein Rendite von mehr als 7,0% erzielt werden (überdurchschnittlich im Vergleich zu den anderen Anbietern im deutschsprachigen Raum)
Track-Record: Bisher keine Projektausfälle bei 111 finanzierten und 26 zurückgezahlten Projekten
Mindestinvest: Der Mindestinvest von 250 € ist geringer als bei vielen anderen europäischen Plattformen
Projektsektor: Bezahlbarer Wohnraum ist eine relativ solide Anlage
Projektverfügbarkeit: Mit durchschnittlich einem neuen Projekt alle 2 Wochen ist eine Diversifikation in einem vernünftigen Zeitrahmen möglich

Nachteile

Sicherheit: Finanzierungen über Nachrangdarlehen bieten weniger Sicherheit als die Finanzierungsmodelle und zusätzlichen Sicherheitsmechanismen anderer Plattformen
Zweitmarkt: Eine Veräußerung der Anteile vor Laufzeitende ist nicht möglich; andere Plattformen sind dort bereits weiter (z.B. Bergfürst, Crowdestate, Estateguru).
Zinszahlung: Zinszahlungen zum Laufzeitende sind für viele Investoren weniger attraktiv als monatliche, quartalsweise, halbjährliche oder jährliche Zinszahlungen anderer Anbieter (wie z.B. bei Bergfürst, Clubfunding, Crowdestate, Engel & Völkers Capital)

Worauf sollte ein Anleger achten, wenn er bei Dagobertinvest sein Kapital investieren möchte? Darauf geht Teil II der Plattformvorstellung im nächsten Artikel ein.

Wie bewertet ihr diesen Anbieter? Ich freue mich auf euer Feedback in den Kommentaren oder im Forum.

Update vom 03.12.2019: Teil II der Plattformvorstellung findest du hier. Über diesen Link (wenn du in Österreich wohnst diesen Link) kannst Du dich kostenlos und unverbindlich bei Dagobertinvest registrieren, um sofortigen Zugriff auf die vollständigen Projektbeschreibungen zu bekommen. Aktuell gibt es auch noch einen Bonus Amazon Gutschein (1% auf die Erstinvestition im ersten Monat).

Welche P2P Kredit Marktplätze machen Gewinn, welche Verlust?

Auf P2P-Banking.com habe ich heute eine neue Übersichtstabelle gestartet. Dazu habe ich anhand der Geschäftsberichte recherchiert welche Anbieter profitabel sind und welche noch Verlust machen. Zunächst habe ich das für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 analysiert.

Warum ist es wichtig ob die Anbieter Firma Gewinn macht? Kann das dem Anleger nicht egal sein, solange sein Invest in die Kredite die erwünschte Rendite abwirft?

P2P Kredite sind eine riskante Anlageform. Das offensichtlichste Risiko ist natürlich, dass ein Kredit ausfällt, also der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann (oder will). Aber ein signifikantes Risiko besteht für Anleger auch, wenn die Plattform nicht fortgeführt werden kann, z.B. weil der Firma, die die Plattform betreibt das Geld ausgeht (Insolvenz). Dass dies keinesfalls ein theoretisches Risiko ist, zeigte sich zuletzt bei den Insolvenzen von 3 britischen P2P Marktplätzen (Collateral, Lendy, Funding Secure). Auf weitere Risiken bei der Anlage in P2P Kredite geht übrigens dieser Artikel von Nikolay ein.

Natürlich ist es normal, dass Internet Startups in der Wachstumsphase nicht profitabel sind, sondern mehrere Jahre mit Verlust arbeiten. Dadurch sind sie aber auch abhängig davon, dass sie regelmäßig erfolgreich neues Kapital über Finanzierungsrunden von ihren Eigentümern oder neuen Anteilseignern einwerben. Scheitern sie, ist die Fortführung gefährdet, weil sie ihr Personal, ihre IT-Infrastruktur und das Marketing nicht mehr bezahlen können.

Die Höhe eventueller Gewinne sagt übrigens meines Erachtens nicht viel aus. Denn im Interesse des Wachstums wird das Startup Einnahmen sofort wieder in Personal und Marketing investieren um das Wachstum voranzutreiben und Marktanteile zu gewinnen, statt hohe Gewinne auszuweisen. Maximinierung des Unternehmensgewinn wird somit i.d.R. nicht das Ziel des Managements sein.

Die Daten in der folgende Tabelle stammen aus Geschäftsberichten aus öffentlichen Registern bzw. von den Webseiten der Firmen. Die Geschäftsberichte sind teilweise auditiert, teilweise nicht.


Gewinne bzw. Verluste in Mio. Währungseinheiten. Quelle: P2P-Banking

Die Tabelle wird zukünftig auf P2P-Banking aktualisiert und um weitere Anbieter ergänzt werden. Gerne kannst Du auch helfen, indem Du mir Emails mit Informationen (Geschäftsbericht und/oder Link, wo dieser veröffentlicht ist), zu noch in der Liste fehlenden P2P Marktplätzen schickst. Wenn viele helfen, wird die Übersichtstabelle schnell vollständiger und damit nützlicher. Vielen Dank!

P.S.: Inzwischen haben mir mehrere Anleger weitere Daten/Geschäftsberichte zukommen lassen, so dass die überarbeitete Tabelle auf P2P-Banking bereits nach wenigen Stunden umfangreicher ist, als der hier im Artikel gezeigte erste Stand der Veröffentlichung.

 

Lohnt sich das Investieren in Immobilien jenseits des Schnitzeläquators?

Österreich ist ein sympathisches Land. Beim Sommerurlaub in Kärnten oder Tirol mit der Familie in den Bergen entspannen. Oder im Winter in einem der 400 Skigebiete die tiefverschneiten Alpen genießen. Dann sind da noch die Weinanbaugebiete im Burgenland. Wenn ich jetzt Mozartkugeln und Sissifilme erwähne, zerhau ich mir wahrscheinlich meine ausgefeilte Anmoderation. Zumindest letzteres gehört aber definitiv zu meinen Kindheitserinnerungen und vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Aber in Österreich in Immobilien investieren? Von vielen Entwicklungen im Nachbarland bekommen wir Deutschen im Allgemeinen nicht so viel mit. Und so hat sich auch – von uns relativ unbemerkt – eine interessante Crowdinvesting Landschaft etabliert, die ich euch hier kurz vorstellen möchte.

Abb. 1: Urlaubsidylle in Hallstatt (Bild von Julius Silver von Pixabay)

Herausragende Immobilien und Architektur gehören zur Kultur in Österreich: Natürlich die Hauptstadt Wien mit dem Stephansdom und dem Schloss Schönbrunn. Graz rühmt sich sogar der größten mittelalterlichen Altstadt Europas. Und wer hätte gedacht, dass das Älteste Restaurant Mitteleuropas in Salzburg steht und immer noch betrieben wird? Das St. Peter Stiftskulinarium wurde im Jahre 803 erstmals urkundlich erwähnt. (Quelle: Wikipedia).

Aber nicht nur Kulturinteressierte finden Gefallen an österreichischen Immobilien. Auch für Investoren kann es lukrativ sein. Hier kommen drei Gründe, warum das Investieren in Österreich über Immobilien Crowdinvesting auf jeden Fall einen Blick wert ist:

1. Rendite

Die erste Frage vieler Investoren zielt logischerweise auf die Rendite ab. Wie schneidet der österreichische Markt im Vergleich zu unserem Heimatmarkt ab? Der durchschnittliche Zinssatz aller Crowdinvesting Immobilienfinanzierungen mit Standort Österreich liegt mit 6,68 Prozent merklich höher als in Deutschland mit 5,65 Prozent (Zahlen von 2018;  Quelle: Crowdinvest Immobilien-Report 2019).

Und obwohl in vielen Bereichen und Märkten des Crowdinvesting die Renditen über die Jahre kontinuierlich sinken, ist dies in Österreich nicht der Fall. Das mag daran liegen, dass der Immobilien Crowdinvesting Markt in Österreich später an den Start ging als in Deutschland, aber de facto sieht es so aus:

Abb. 2: Durchschnittliche Verzinsung österreichischer Projekte von 2015 bis 2018 (Quelle: Crowdinvest Immobilien-Report 2019)

Die Rendite steigt also im Jahresvergleich an. Und selbst die deutschen Portale, die Projekte zum Beispiel in Wien finanzieren, winken dabei mit höheren Renditen als bei ihren Projekten in Deutschland.

2. Plattformen und Track-Record

Projekte in Österreich werden hauptsächlich über die dortigen Plattformen angeboten. Die Top-5 Plattformen – bezogen auf die Anzahl der bisher erfolgreich finanzierten Projekte – sind: Dagobertinvest, Home Rocket, Rendity, Immofunding und Reval. Aber auch Anbieter mit Standort in Deutschland bieten immer mehr Projekte in Österreich an, so zu finden zum Beispiel bei Exporo oder Bergfürst. Wie sieht die Erfolgsbilanz der Plattformen in unserem Nachbarland aktuell aus?

Abb. 3: Track-Record der Top-5 Plattformen in Österreich nach Anzahl zurückgezahlter und aktiver Projekte

Mit insgesamt 225 finanzierten und bisher 44 zurückgezahlten Projekten der Top-5 Plattformen ist der Markt natürlich wesentlich kleiner als in unseren Landen. Da Österreich jedoch auch nur ungefähr ein Zehntel der Einwohner von Deutschland hat (8,8 Millionen im Vergleich zu 82,8 Millionen), ist das schon ganz ordentlich.

Es gibt Stand heute kein einziges ausgefallenes Projekt. Da der Markt noch jung ist, wird natürlich erst die Zukunft zeigen, ob und wie lange die Weste weiß bleibt. Wie sieht es mit verspäteten Zins- oder Tilgungszahlungen aus? Zum Stichtag 05.06.2019 wurde Zahlungsverzug zu 4 Projekten gemeldet (Quelle: Crowdinvest Immobilien-Report 2019). Es ist nicht ungewöhnlich, dass solche verspäteten Zahlungen bei Immobilienfinanzierungen auftreten und dies weist nicht automatisch auf eine akute Ausfallgefährdung des Projekts hin. Es sei jedoch noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass beide Zahlen zu ausgefallenen und verspäteten Projekten mit Vorsicht zu genießen sind. Die Plattformen in Österreich kommunizieren Probleme in Projekten nicht so transparent wie man sich das als Investor oder potentieller Investor wünschen würde. Damit befinden sich diese Anbieter in guter Gesellschaft, denn auch die deutschen Plattformen publizieren gerne ihre Erfolge, jedoch sehr ungern die Problemfälle. Auch wenn das aus Sicht der Plattform verständlich ist, um neue Investoren nicht zu verschrecken, wäre es wünschenswert, sie würden sich ein Beispiel an der baltischen Plattform Estateguru nehmen, die auf ihrer eigenen Statistikseite klar und deutlich verspätete und ausgefallene Projekte ausweist. Unterm Strich bleibt jedoch trotzdem die Null stehen, wenn es um Projektausfälle geht.

3. Projekte

Die Mehrheit der Projekte befindet sich direkt in der Hauptstadt Wien oder im Wiener Speckgürtel, aber auch in Graz  und Salzburg. Während in Deutschland immer mehr Projekte mit verschiedenen Nutzungsarten über die Crowdplattformen finanziert werden, wie zum Beispiel Büro, Gewerbe oder Hotels, sind die Portale in Österreich fast ausschließlich auf Wohnimmobilien fokussiert. Als Finanzierungsmodell wird beim Großteil der Projekte ein Nachrangdarlehen angeboten. Das Projekt- und Finanzierungsvolumen ist im Allgemeinen kleiner als hier bei uns. Oftmals beinhaltet ein Projekt nur einige wenige Wohneinheiten. Das können zum Beispiel zwei Doppelhäuser sein oder sechs Reihenhäuser oder auch ein Apartmenthaus mit zehn Einheiten. Der Schwerpunkt liegt hier bei bezahlbarem Wohnraum für Normalverdiener und liegt daher nicht im Luxussegment. Für mich persönlich passt das genau in mein Portfolio, da ich davon ausgehe, dass sich für solche Immobilien leichter Käufer finden lassen. Ob das für euch interessant ist, müsst ihr natürlich selber bewerten.

Fazit

Für Investoren in Immobilien Crowdinvesting ist Österreich ein interessanter Markt. Die Rendite liegt mit durchschnittlich 6,68 Prozent deutlich über den Angeboten in deutschen Landen. Die Plattformen in der Alpenrepublik warten mit einer makellosen Erfolgsbilanz auf – es gibt bisher keine Ausfälle zu beklagen. Der Fokus der Projekte liegt auf bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten. Als Diversifikation zu den etablierten europäischen Märkten in Deutschland, Frankreich und dem Baltikum kann dies ein guter Baustein im Portfolio werden.

Könnte das ein Baustein für euer Portfolio werden? Oder habt ihr schon Erfahrungen mit Projekten in Österreich? Ich freue mich auf euer Feedback in den Kommentaren oder im Forum.

Neue Schweizer Plattform: Neocredit

Heute bin ich auf Neocredit gestossen. Eine schweizer P2P Plattform für Unternehmenskredite. Interessant ist, dass sich hier zwei etablierte Unternehmen zusammengetan haben, um den Marktplatz zu launchen. Die Vaudoise Versicherungen und der französische Anbieter Credit.fr, der ja in Frankreich schon mehrere Jahre Erfahrungen sammeln konnte. Bleibt abzuwarten, wie das neue Angebot von den Anlegern angenommen wird. Das Zinsniveau ist nämlich nicht sehr hoch. Die Website listet 2 Projekte. Einmal 5,6% für 24 Monate und einmal 6,45% für 18 Monate. Und diese sind schon in den höheren Risikoklassen der Plattform eingestuft, d.h. das durchschnittliche Zinsniveau der Plattform wird wohl darunter liegen. Beide Kredite sind bereits voll finanziert.

Neocredit Schweiz

Der Mindestanlagebetrag beträgt 100 Schweizer Franken. Es können sich wohl auch Anleger ausserhalb der  Schweiz registrieren. Neocredit berechnet 20% der erhaltenen Zinsen als Gebühr. Im internationalen Vergleich eine ziemlich hohe Gebühr.

Wenn es (schweizer) Anleger gibt, die sich bei Neocredit angemeldet haben, bitte gerne im Forum Erfahrungen posten.

 

Britischer P2P Kreditmarktplatz Funding Secure insolvent

funding secure logoDer britische Marktplatz Funding Secure wurde heute unter die Aufsicht eines Insolvenzverwalters gestellt. Funding Secure wurde bereits im Jahr 2012 gegründet. Funding Secure hatte über die Jahre vor allem Immobilienkredite, aber auch Pfandkredite im Gesamtvolumen von ca. 315 Mio. Pfund finanziert. Davon sind noch rund 80 Mio. Pfund laufende Kredite. Ein- oder Auszahlungen können die Anleger aktuell nicht mehr tätigen. Eine detailliertere FAQ hat der Administrator hier zur Verfügung gestellt.

Betroffen sind rund 3500 Anleger. Da Funding Secure in Deutschland nie sehr bekannt oder populär war, werden vermutlich allenfalls einige Dutzend Anleger aus Deutschland betroffen sein.

Dies ist bereits der dritte UK P2P Kreditmarktplatz für Immobilienkredite der gescheitert ist. Bereits zuvor mussen Collateral und Lendy Insolvenz anmelden. Invest in P2P Kredite ist eine Hochrisikoanlage. Hier habe ich eine Liste von über 30 Plattformen zusammengestellt, die im Laufe der Jahre aufgeben und schliessen mussten.

Bist Du von der Funding Secure Pleite direkt betroffen? Diskutiere im Forum.