Nach über 3 Jahren gut laufendem Lendy Investment wird mir das Risiko zu hoch

Ende 2014 hatte ich das erste Mal Geld bei der britischen P2P Kreditplattform Lendy (damals noch Saving Stream) eingezahlt und in mit Immobilien besicherte Kredite investiert. Ich hab dann sukzessive immer weiter aufgestockt und zeitweilig war mein größer P2P Invest Lendy. Fast alle Kredite in die ich investiert hatte, haben einen Zinssatz von 12%. Die Zinsen werden immer zu Monatsanfang gutgeschrieben. Ich hatte schon vor einem Jahr mal auf dem P2P-Banking Blog über meine Erfahrungen mit Lendy geschrieben. Auch danach lief es weiter sehr gut für mich.

Ich habe bis heute noch keinen Kreditausfall im Portfolio. Lediglich die Wechselkursentwicklung lief gegen mich. Während meine Rendite in Pfund etwas über 12% liegt, ist sie bei einer Betrachtung in Euro deutlich niedriger.

Dass ich keine Kreditausfälle habe, heisst aber nicht, dass es sie gar nicht gibt. Im Gegenteil. In den letzten Monaten häuften sich Kredite, die ausgefallen sind. Zur Zeit sind 23 Kredite auf der Plattform im Status „non-performing“. Ein Problem bei Lendy sind die Immobilienbewertungen durch die Sachverständigen. In vielen Fällen zeigte sich, dass bei einem Verkauf der Immobilien sehr viel weniger als der Schätzwert realisiert werden konnte. Lendy beleiht die Objekte bis zu max. 70% des Schätzwertes. In einigen Fällen lag der Erlös aber unter diesem beleihungswert, dass heisst der Erlös aus dem Zwangsverkauf der Sicherheit reichte nicht aus, um die ausstehende Kreditsumme komplett zu tilgen.

Das führte dazu, dass viele Anleger ihre Anteile auf dem Lendy Zweitmarkt verkaufen wollen. Lendy arbeitet mit einer Warteschlange. Wer einen Kreditanteil anbietet muss warten, bis alle Anteile desselben Kredites, die vorher zum Verkauf angeboten wurden, einen Käufer fanden. Zwar bewegen sich diese Warteschlangen, aber zum Teil eher langsam. Bei unattraktiven Krediten kann es Monate dauern bis sich ein Käufer auf dem Zweitmarkt findet, oder der Kredit ist gänzlich unverkäuflich. Und die Crux für den Verkäufer ist: solange der Kredit auf dem Zweitmarkt zum Verkauf steht bekommt er keine Zinsen.

Lendy Kredite

Aktueller Screenshot, der zeigt, dass von einigen Krediten mehrere Hunderttausend Pfund zum Verkauf stehen – für größere Ansicht auf das Bild klicken

Dazu kommt, dass die Immobilienpreise in London aufgrund der Brexit Ängste leicht gefallen sind.

Ich reduziere daher mein Lendy Investment derzeit. Aktuell habe ich noch Anteile an den Krediten DFL006, DFL020, DFL021, DFL033, DFL034 und PBL199 im Portfolio. Diese haben alle eine Restlaufzeit von noch über 250 Tagen. Etwas Glück hatte ich als vor 2 Wochen der DFL030 Kredit vorzeitig abgelöst wurde, denn mein Anteil daran wäre schwer verkäuflich gewesen.

Wer trotz des von mir als gestiegen betrachteten Risikos jetzt bei Lendy anlegen möchte sollte um Bankgebühren zu sparen statt einer direkten Banküberweisung die Alternativen Revolut oder Transferwise nutzen. Jede Menge Austausch zu Lendy Erfahrungen gibt es im Forum.

 

 

Warum der Fall Collateral auch deutschen Anlegern als warnendes Beispiel dienen sollte, obwohl fast keiner hierzulande betroffen ist.

Vor 3 Monaten hatte ich vermeldet, dass die britische Plattform Collateral ihr Geschäft einstellen musste und ein Insolvenzverwalter die Aufsicht übernommen hatte. Damals sah es noch ganz gut aus, der Insolvenzverwalter ging davon aus, dass eine hohe Chance bestand, dass alle Anleger das in Kredite investierte Geld zurückbekommen würden.

Seitdem sind 3 Monate vergangen, getan hat sich einiges, aber leider nicht viel davon können die Anleger als gute Nachrichten für sich verbuchen. Die britische Aufsichtsbehörde FCA hat durchgesetzt, dass der erste Insolvenzverwalter (dem von Einzelnen zu große Nähe zum ehemaligen Collateral Management unterstellt wird) durch die Firma BDO ersetzt wurde. Am Rande: Es scheint keine Ausschreibung durch die FCA für diese Aufgabe gegeben zu haben und es ist (mir) völlig unklar warum gerade die BDO von der FCA als Ersatz vorgeschlagen wurde? Kann man somit der BDO zu große Nähe zur FCA unterstellen?

Der große Paukenschlag kam dann heute. Die BDO teilt den betroffenen Anlegern u.a. mit

  • Dass anscheinend die Plattformdaten aus denen hervorgeht welcher Anleger in welche Kredite investiert hat (im Moment) nicht mehr verfügbar sind ‚Whilst the information that has been retrieved by the Joint Administrators to date contains details of the investors and their total loan exposure, it does not provide sufficient detail to extract an analysis of each investor’s investments into specific loans or tranches of loans. The Joint Administrators’ investigations to recover further information are continuing, and we will update investors in due course.‘
  • Dass viele Kreditnehmer in laufenden Krediten die Zahlungen nicht geleistet haben ‚According to the Companies’ records available to the Joint Administrators, a significant portion of the loans are now past their redemption date. Now that the loan documentation has been obtained, the Joint Administrators have written to the borrowers seeking repayment of the loan amounts together with any additional interest as may be applicable.‘
  • und dass Anleger vermutlich als Kreditgeber an den Marktplatz statt als Inhaber von Forderungen aus Krediten an die Kreditnehmer behandelt werden werden. ‚Will investors be treated as creditors? From the information currently available, the initial view of the Joint Administrators’ lawyers is that investors will be treated as creditors of the Companies as a consequence of s26 of the Financial Services and Markets Act 2000. A further update will be provide in the Joint Administrators’ proposals to creditors, which are due to be issued on or before 22 June 2018..

Selbst diese – sehr kurze – Zusammenfassung durch mich spiegelt wider, dass die Lage ziemlich chaotisch ist. Wen Details interessieren, der kann mit diesem Forum Thead anfangen: ‚ Collateral Erfahrungen (UK) Insolvenz‘ und findet dort auch weiterführende Links.

Nun war Collateral bei deutschen Anleger nie ein bekannter oder beliebter Marktplatz. Auch wenn deutsche Anleger betroffen sind, dürften es nicht mehr als einige Dutzend sein. Die Anleger stammen sehr überwiegend aus UK.

Warum schreibe ich dann in der Überschrift, dass dieser Fall auch für deutsche Anleger ein wichtiges warnendes Beispiel sein sollte?

Dazu abstrahieren wir vom konkreten Fall auf die Rahmenparameter:

  • Es handelte sich um genau beschriebene Kredite, überwiegend mit Sicherheiten (Immobilien)
  • Es gab/gibt in UK spezifische Regulierung für P2P Kredite und eine extra dafür zuständige Aufsichtsbehörde
  • Das Ganze in einem stabilen Rechtsumfeld mit unabhängiger Justiz

Somit wäre anzunehmen gewesen dass der Kollaps eines Marktplatzes zu einer ‚relativ geordneten‘ Abwicklung führen würde.

Wie sich immer mehr zeigt ist das genaue Gegenteil der Fall.

Aber nochmal, warum jetzt warnendes Beispiel?

Andere Marktplätze operieren in anderen Märkten wo die Erwartungshaltung (oder auch das Vorurteil) über eine geordnete Abwicklung eher anders ausfällt. Viele Anleger vertrauen den angepriesenen Buybackgarantien als Sicherheitsmechanismus. Wenn ich dann darauf hinweise, dass diese Buybackgarantie ein Versprechen ist, dass nur so gut ist wie die wirtschaftliche Lage, desjenigen der sie gibt (siehe Eurocent) kommt als nächstes Argument der Anleger, dass im sehr unwahrscheinlichen Fall eines Falles ja eine direkte Beziehung zum Kreditnehmer bestünde und der dann ja den Kredit weiterzahlen müsse.

Scheint aber bei Collateral im geregelten England schon nicht zu funktionieren. Wenig überraschend haben viele Kreditnehmer die Zahlungen eingestellt nachdem sie von den Problemen bei Collateral hörten. Schon sehr viel überraschender fehlen nun Aufzeichnungen und der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass entgegen dem ursprünglichen Konstrukt die Ansprüche der Anleger sich nun gegen den Marktplatz richten sollten (unbesichert) statt gegen den Kreditnehmer (überwiegend besicherte Kredite).

Noch extremer wird es wenn in einzelnen Diskussionen neue P2P Kredit Anleger doch tatsächlich bestimmte P2P Kredit Angebote als Tagesgeltalternative einstufen und sehen.

Zwar ist das letzte Wort im Fall Collateral nicht gesprochen, mit hoher Wahrscheinlichkeit werden vor allem Anleger, bei denen es um größere Summen geht, schlussendlich Rechtsmittel ergreifen, aber der Fall zeigt schon sehr exemplarisch wie weit der tatsächliche Abwicklungsprozess sich von dem unterscheiden kann, den die Anleger (zu Recht) erwarteten als sie anlegten, weil er Ihnen so beschrieben wurde und durch die Regulierung zumindest suggeriert wurde.

Grupeer Autoinvest und exklusives Interview

Grupeer ist ein P2P-Kreditmarkt mit Sitz in Lettland. Wenn ich mir die Diskussionen im Grupeer Forum anschaue, dann hat er schon einige überzeugte Anhänger gewonnen. Ich habe heute ein ausführliches Interview mit dem Grupeer Management auf P2P-Banking veröffentlicht. Angesprochen werden u.a. die Vorteile für Anleger, die erreichbare Rendite (laut Grupeer 14,25%), die Story wie es zur Gründung kam, die Herausforderungen, die sie bewältigt haben und die Pläne für die Zukunft.

Lang von den Anlegern ersehnt, gibt es seit rund 2 Wochen auch eine Autoinvest Funktion bei Grupeer. Diese findet sich unter Investieren > Auto-Invest und die Einstellmöglichkeiten sehen so aus:

Grupeer Autoinvest

In den P2P Kredit Statistiken zum Neuvolumen ist ersichtlich, dass auf Grupeer im Mai ein Kreditvolumen von 0,5 Mio. Euro finanziert wurde. Grupeer hat letzte Woche angekündigt, dass Anzahl und Volumen neuer Kredite jetzt erheblich gesteigert werden.

 

Offizieller Launch von Bondora Go & Grow

Das neue Produkt von Bondora, genannt Bondora Go & Grow wird ja nun schon mehrere Monate von vielen Anlegern genutzt. Im Forum gibt es dementschprechend auch schon über 7 Seiten mit Erfahrungen und Meinungen der deutschen Nutzer.

Jetzt launcht Bondora das Go & Grow Angebot für alle Nutzer und hat diese Pressemitteilung verschickt:

„Go & Grow“: Fintech und P2P-Kreditplattform Bondora startet Wachstumskonto für Privatanleger
● „Go & Grow“ ermöglicht erstmals Investitionen mit sofortiger Liquidität in Privatkredite für Anleger egal welchen Erfahrungsgrads
● Anlagealternative mit niedrigem Risiko und verlässlicher Rendite
● Bondora: 10 Jahre Markterfahrung, über 35.000 Anleger, 127 Millionen Euro Investitionen und 18 Millionen ausgezahlte Zinsen
Tallinn, 5. Juni 2018 ​– Bondora, eine führende europäische Investment-Plattform für private Peer-to-Peer-Kredite, startet heute sein Wachstumskonto „Go & Grow“ in Deutschland und europaweit. Damit können Privatanleger erstmals ohne Aufwand, mit geringem Risiko, verlässlichen Renditen und sofortiger Liquidität in den Wachstumsmarkt zwischen Privatpersonen vermittelter Kredite (Peer-to-Peer-Kredite, auch P2P-Kredite genannt) investieren. „Go & Grow“ soll Menschen eine Alternative bieten, die in Zeiten, in denen Banken auf Spar- und Girokonten meist keine Zinsen mehr zahlen, eine Geldanlage mit niedrigem Risiko und attraktivem Ertrag suchen.

Mit „Go & Grow“ investiert der Anleger automatisiert in ein ausgewogenes Portfolio privater Kredite mit niedriger Risikoeinstufung. Dafür erhält er eine jährliche Rendite von bis zu 6,75 Prozent. Es gibt weder eine Mindestlaufzeit noch eine Mindesteinlage, das bei „Go & Grow“ angelegte Geld inklusive Zinsen ist jederzeit verfügbar und kann gegen eine pauschale Gebühr von einem Euro zu jedem Zeitpunkt abgehoben werden.

„Peer-to-Peer-Kredite als Anlageform waren bisher vor allem erfahrenen Investoren vorbehalten, die strategisch investieren wollten und bereit waren, Zeit und Mühe für die Verwaltung ihres Portfolios aufzuwenden. Mit ‚Go & Grow’ öffnen wir den Markt für P2P-Kredite erstmals für alle Privatanleger“, so Pärtel Tomberg, Gründer und CEO von Bondora. „Tagesgeldkonten, Sparbücher und andere klassische Anlageformen mit niedrigem Risiko und berechenbarem Zinsertrag sind aufgrund der jahrelangen Niedrigzinspolitik keine attraktive Option mehr für Anleger. Hier sind neue Konzepte gefragt, die genau dieser Anlegergruppe echte Alternativen bieten. ‚Go & Grow’ erfüllt genau die Bedürfnisse dieser Investoren und zeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten Peer-to-Peer-Kredite für Investoren bieten.”

„Go & Grow“ ergänzt das Angebot von Bondora, das mit „Portfolio Manager“ und „Portfolio Pro“ zwei Produkte umfasst, die Anlegern die Möglichkeit geben, direkt in P2P-Kredite zu investieren und diese auf dem Zweitmarkt erneut zu verkaufen. „Portfolio Manager“ ist ein halbautomatisiertes Tool, das Anlegern bei ihrer Investmententscheidung hilft, während „Portfolio Pro“ Anlegern erlaubt, ihre eigenen Filter zu setzen und individuell festzulegen, worin genau sie investieren möchten.

Bondora vergibt private Kredite in Estland, Finnland und Spanien – Märkte, in denen Peer-to-Peer-Kredite eine wichtige und akzeptierte Form der Kreditvergabe darstellen. Das Unternehmen wurde 2007 in Estland gegründet und eröffnete 2009 den ersten Kreditmarktplatz in Skandinavien. Seit 2015 ist Bondora für Anleger aus aller Welt verfügbar.

Bislang haben über 35.000 Anleger 127 Millionen Euro investiert und 18 Millionen Euro an Rendite verdient. Mit mehr als 10.000 Anlegern und 22 Millionen Euro an Investitionen ist Deutschland einer der größten und wichtigsten Märkte für Bondora.

„Go & Grow“ wurde im April erstmals auf der Fachmesse Invest 2018 in Stuttgart einem Fachpublikum vorgestellt und in den vergangenen Monaten von ausgewählten Anlegern getestet. Ab sofort ist das Produkt sowohl für bestehende als auch für neue Kunden … verfügbar“

Crowdestate eröffnet Zweitmarkt und überarbeitet Website

Auf Crowdestate habe ich bisher nur ein paar „Testballons“ als Investment getätigt. Crowdestate ist eine estnische Plattform mit überwiegend Immobilenprojekten. Sie ist deutlich kleiner als Estateguru hat aber einen sehr viel breiter gestreuten Mix an Angeboten. Darunter sind z.B. auch unbesicherte Kredite oder Equity-Investments. Das Minimum-Investment liegt bei 100 Euro. Die Anlage ist gebührenfrei. Übliche Laufzeiten sind 1 bis 2 Jahre, manchmal auch etwas mehr.

Zu jedem Projekt können Anleger bei Crowdestate eine sehr ausführliche Beschreibung einsehen, die u.a. auf die Lage (Location), die Marktsituation (Market), den Immobilienentwickler (Sponsor), die Stärken und Schwächen (SWOT) und die Finanzierung eingeht. Dazu gibt es noch weitere Dokumente und eine Frage und Antwort Sektion. Crowdestate vergibt ein eigenes Rating von A1 bis C5 und schlüsselt auf nach welchen Kriterien dieses Rating festgesetzt wurde.

Als Anleger wird man quartalsweise über die Entwicklung/den Fortschritt in den investierten Projekten informiert.

Die Anlegernachfrage ist in letzter Zeit ziemlich hoch. Bei den meisten neuen Crowdestate Angeboten füllt entweder die Autoinvest Funktion diese komplett oder aber spätestens innerhalb einer Stunde sind sie dann durch manuelle Angebote voll.

Heute hat Crowdestate die Website überarbeitet. Soe sieht das neue Dashboard aus, das oben die Cashflow Sicht (grüne Linie gesamt, blaue Linie davon investiert in Projekten) meines Portfolios zeigt.

Crowdestate Overview
Crowdestate Portfolio Overview – klicken für größere Ansicht

Wie schon gesagt, habe ich nur in wenige Projekte jeweils 100 Euro investiert. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch nicht sehr viele Angebote. Oft nur ein oder zwei im Monat. In letzter Zeit sind es mehr geworden. Von meinen Projekten sind inzwischen 2 abgeschlossen und zurückbezahlt, 7 laufen noch. Die Portfolio Ansicht der neuen Website sieht so aus.

Corwdestate Portfoio
Crowdestate Portfolio Ansicht

Viele Projekte sind endfällig. Einige wenige zahlen auch während der Laufzeit Zinsen.

Ganz neu seit heute ist der Zweitmarkt. Wie man oben im Bild sieht gibt es jetzt neben jedem meiner Investments einen „Sell Share“ Button. Den Preis kann der Verkäufer festlegen. Es sind anscheiend stufenlose Auf- und Abschläge möglich. Ich habe mal probeweise einen Anteil zu einem Aufpreis zum Verkauf gestellt.

Crowdestate ist keine neue Plattform. So gibt es schon 5 Seiten Diskussionen mit Crowdestate Erfahrungen im Forum.

Fazit: Wer Immobilienplattformen wie z.B. Estateguru oder Lendy mag, wird auch Crowdestate interessant finden. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Angebotstypen ist eine Selektion/individuelle Begutachtung der einzelnen Angebotze m.E. sinnvoll.

 

Mintos Erfahrungen als Anleger nach gut 3 Jahren Invest

Mintos ist ein Marktplatz für P2P Kredite, der seit gut 3 Jahren am Markt ist. Vergeben werden die Kredite nicht durch Mintos selbst, sondern durch unterschiedliche Firmen (auf Mintos Darlehensanbahner genannt), die diese dann auf dem Mintos Marktplatz den Anlegern zum Kauf anbieten. Die Kreditarten sind vielfältig: Autokredite, Factoring, Konsumentenkredite, Firmenkredite, Immobilienkredite … .  Mintos hat seinen Firmensitz in Lettland, die von den Darlehensanbahnern gestellten Kredite kommen inzwischen aus über 20 Ländern und sind außer in Euro auch in anderen Währungen verfügbar.

Anleger registrieren sich einmal bei Mintos, zahlen Geld auf ein Konto bei Mintos ein und können dann manuell oder über Autoinvest in Kredite investieren.

Ein großer Teil dieser Kredite wird mit einer „Rückkaufgarantie“ angeboten. Dabei verspricht der Darlehensanbahner dem Anleger den Kredit (inklusive der angefallenen Zinsen) zurückzukaufen, falls die Zahlung der fälligen Raten mehr als 60 Tage in Verzug ist.

Ich bin seit dem Anfang bei Mintos dabei, also inzwischen über 3 Jahre. Ganz am Anfang standen Immobilienkredite, dann kamen Autokredite von Mogo. Das Wachstum des Kreditvolumens ist sehr schnell und Mintos bringt immer mehr neue Anbieter auf die Plattform.

Am Anfang hatte ich eine Buy-and-hold Strategie. Mein Fokus lag stark auf langlaufenden Mogo Krediten. Diese passive Strategie forderte nur einen geringen Zeitaufwand, da der Reinvest der Rückflüsse zuverlässig durch die eingerichteten Autoinvests erledigt wurde.

Zwischenzeitlich war ich dann mal fast ganz ausgestiegen und hatte mein Portfolio über den Zweitmarkt verkauft und erst später in 2017 wieder neu aufgebaut.

Seit dem Wegfall der Transaktionsgebühren auf dem Mintos Sekundärmarkt probiere ich einer sehr aktive Handelsstrategie aus, die auf kurzfristige Gewinne durch Handel am Sekundärmarkt setzt. Das ist relativ aufwändig und bezieht auch Kredite ohne Rückkaufgarantie ein.

Positiv sehe ich an Mintos:

  • Die technische Plattform ist sehr gut. Es gibt zwar gelegentlich Bugs, aber diese werden meist zügig gefixt. Insgesamt ist das Benutzerinterface gut und verständlich
  • Das Kreditangebot ist sehr groß
  • Die Auto Invest Funktion in Kombination mit dem Mindestinvest von nur 10 Euro pro Kredit ermöglichen Anlegern eine leichte Diversifikation auf viele Kredite
  • Der Zweitmarkt ist (derzeit) sehr liquide
  • Alle Daten sind auch zum Download verfügbar

Kritikpunkte an Mintos:

  • Aus meiner Sicht ist die Bewertung des Risikos sehr schwer. Ich habe den Eindruck, dass viele Anleger sich durch die Rückkaufgarantie in Sicherheit wiegen und die erheblichen Risiken dieser Anlageform unterschätzen. Bei vielen Darlehensanbahnern handelt es sich um relativ kleine und junge Firmen. Zwar stellt Mintos (so verfügbar) deren Geschäftsberichte online zur Verfügung, insgesamt sind die Informationen zu deren Geschäftsmodell aber eher dürftig und eine Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle der Anbahner ist schwierig.
    Das Zinsen von 10-14% mit einem erheblichen Risiko verbunden sind, dürfte spätestens seit dem Eurocent Vorfall klar sein. Aktuell sind 285.000 Euro der Anleger in Eurocent Krediten gebunden und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese verloren sind.
  • Einige der Darlehensanbahner berechnen den Kreditnehmern extrem hohe Effektivzinsen. Mehrere Hundert Prozent bis über Tausend Prozent im Jahr sind keine Seltenheit. Interessierte Anleger können dies unter „Darlehensanbahner > weitere Informationen“ prüfen
  • Die Informationen nach welchen Kriterien Mintos Darlehensanbahner auswählt und was genau geprüft wird sind m.E. nicht sehr umfangreich. In jüngsten Video Interview von Lars und Kolja wurde dies zwar angesprochen, ich finde die Antworten dazu aber nicht sehr erhellend. Erinnert sei daran, dass der Ausfall von Eurocent kam nur wenige Monate nachdem Mintos Eurocent für den Marktplatz zugelassen hatte.
    Zudem wurde in der Vergangenheit wiederholt Spekulationen über Verbindungen zwischen Mintos und den Darlehensanbahnern (bzw. zwischen Darlehensanbahnern geäußert. Das wurde im Interview verneint. Mintos hatte sich hier detaillierter geäußert.

Die Rückkaufgarantie ist sicher praktisch (z.B. bei der Betrachtung der Auswirkung auf die Steuer) und hat bisher auch funktioniert (Ausnahme Eurocent). Es handelt sich aus meiner Sicht aber um eine Marketingmaßnahme und ich würde sie auch eher als Versprechen des Darlehensanbieters bezeichnen, denn als „Garantie“.

Eines der Hauptrisiken bei Mintos ist aus meiner Sicht weiterhin der Ausfall eines der Darlehensanbahners. Je nach Struktur bestehen die Kreditforderungen zwar vielleicht weiterhin, ob diese aber im Falle eines Falles eingetrieben werden können ist zumindest fraglich – zumindest ist mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen – siehe Beispiel Eurocent.

Anleger sind somit aus meiner Sicht gut beraten sich bei einer Anlage zu fragen, ob sie in denselben Kredit auch investieren würden, wenn dieser keine Rückkaufgarantie hätte.

Das Wachstum scheint Mintos bisher Recht zu geben. Das Angebot ist attraktiv und Mintos ist derzeit einer der am schnellsten wachsenden P2P Kreditmarktplätze in Europa. Die Plattform wird technisch ständig weiterentwickelt, demnächst sollen Autoinvests für den Zweitmarkt, verbessertes Reporting und eine API kommen.

Diskussionen, Hinweise und Tipps zum Invest bei Mintos von anderen Anlegern gibt es im Mintos Forum.

Aktuell gibt es bei Mintos zwei Cashback Aktionen. D.h. auf bestimmte Kreditarten gibt es einen Bonus von 1,5% bis 5% bei Neuanlage.

Und wer noch nicht bei Mintos ist, kann zusätzlich 1% Bonus auf alle seine Anlagen in den ersten 90 Tagen bekommen, wenn er sich über diesen Link registriert.

Wer eine Übersicht verschiedener Anbieter sucht kann in den P2P Kredite Anbieter Vergleich schauen

Mintos Portfolio
Mein aktueller Stand bei Mintos nach gut 3 Jahren (klicken für vergrößerte Ansicht)

Insolvenz eines britischen P2P Kredit Marktplatzes

Das Email des Insolvenzverwalters erhielten betroffene Anleger spät gestern abend. In diesem wurden sie informiert, dass Collateral (UK) Ltd, die Betreiberfirma des britischen Marktplatzes Collateral nun unter seiner Aufsicht steht. Vorausgegangen war eine über 48-stündige Phase der Ungewissheit, da die Website nur eine Wartungsnachricht zeigte und der Anbieter weder auf Anrufe noch Emails reagierte.

Als Ursache der Insolvenz wurden Probleme mit der in UK nötigen Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde FCA benannt: ‚Why has this happened? The Company was operating in the belief that it was authorised and regulated by the Financial Conduct Authority under interim permission. It has transpired that this is not the case and consequently the Company has ceased lending.‚.

Die gute Nachricht ist, dass das Risiko von (höheren) Verlusten für Anleger gering ist, denn trotz der Insolvenz der Plattform werden sie Rückzahlungen und Zinsen aus den laufenden Krediten erhalten, vorausgesetzt die Kreditnehmer zahlen weiterhin ‚I have lent money via the Collateral platform do I need to do anything? No. Subject to the borrower continuing to make payments of interest and capital those will be returned to you in accordance with the Collateral terms and conditions.‚ Die Kredite sind in der Regel mit Immobilien besichert. Das insgewamt vergebene Kreditvolumen seit dem Start der Plattform lag bei knapp 18 Mio. Pfund.

Vieles ist aber auch trotz des mehrseitigen Schreibens des Insolvenzverwalters bisher noch unklar. Insbesondere die genaueren Umstände und warum Collateral nicht vorher informiert hatte. Wie Anleger recherchiert haben, hatte Collateral klammheimlich den Hinweis auf die FCA Genehmigung Ende Januar aus seinem Email Footer entfernt und auch die AGB geändert ohne Anleger darauf hinzuweisen. Eine der Fragen ist also, was zwischen Ende Januar und der gestrigen Mitteilung passierte. Eine andere die sich Anleger noch stellen, ist ob auch uninvestierter Cash auf der Plattform sicher ist – das Schreiben des Insolvenzverwalters geht auf diesen Aspekt nicht ein. Weitere Aspekte werden ggf. im Forum diskutiert. Update 12:15 Uhr – laut Adminstrator ist der uninvestierte Cash auch sicher.

Zwischenfazit: Obwohl viele Unklarheiten bestehen, scheint es für die Anleger glimpflich abzulaufen und nur ggf. zu Verzögerungen zu kommen (der Zweitmarkt wird in der Insolvenz nicht verfügbar sein).

Auf dem Mintos Zweitmarkt anlegen – Tipp 2

Für aktive Anleger lohnt sich ein Blick auf den Zweitmarkt bei Mintos. Im vorherigen Artikel hatte ich ja bereits erläutert, dass die Renditeberechnung bei den Zweitmarktangeboten immer davon ausgeht, dass der Käufer den Kreditanteil bis zum regulären Laufzeitende hält. Und dass bei einem Kauf mit Abschlag, die Rendite höher als angezeigt ist, wenn der gekaufte Kredit vorzeitig abbezahlt wird.

Darauf aufbauend möchte ich heute eine mögliche Strategie für den Sekundärmarkt vorstellen: den gezielten Kauf von Buyback Krediten in Verzug mit Abschlag, in der Hoffnung (bzw. statistisch fundierten Wahrscheinlichkeit), dass der Kredit durch die Rückkaufgarantie in den nächsten 30 Tagen zurückgezahlt wird.

Für die Analyse selektiert der Anleger im ersten Schritt Buyback Kredite, die mehr als 30 Tage in Verzug sind und mit Abschlag angeboten werden.

Mintos Zweitmarkt Tipp
Für größere Ansicht auf das Bild klicken

Diese Suche liefert 349 Ergebnisse mit YTM Werten bis 14%. Für mich wenig überraschend sind viele der ganz oben gelisteten Kredite von Mogo. Warum überrascht das nicht? Diese Kredite sind für Käufer mit dieser Strategie weniger attraktiv, weil sie ein geringere Ausfallwahrscheinlichkeit haben als Kredite in Verzug anderer Darlehensanbahner. Das Paradoxe an dieser Strategie ist, dass der kaufende Anleger ja gerade Kredite will, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ausfallen.

Im zweiten Schritt könnte der Anleger also die Mogo Kredite ausschliessen, ebenso Kredite mit einem niedrigen YTM. Letzeres, da ja eine gewisse Chance besteht, dass sie doch noch nachzahlen und der Anleger sie doch bis zum Laufzeitende halten muss.

Mintos Zweitmarkt Tipp
Für größere Ansicht auf das Bild klicken

Diese Einschränkung liefert immer noch 80 Ergebnisse. In einem letzten Schritt konzentriert sich der Anleger auf Angebote mit einem Abschlag von mindestens 0,3% (dazu unten links unter Rabatt/Prämie -0,3% als Maximalwert eintragen.

Mintos Sekundärmarkt Tipp
Für größere Ansicht auf das Bild klicken

Was würde der Anleger mit einem Kauf erzielen?

Sollten diese Kredite wider Erwarten nachzahlen und der Kredit läuft bis zum Laufzeitende, erzielt er eine Rendite (siehe angezeigter YTM Wert) zwischen 12,4% und 13,8%. Schon nicht schlecht, aber nicht herausragend im Vergleich zu anderen Krediten bei Mintos.

Tatsächlich besteht aber über 50% Wahrscheinlichkeit, dass diese Kredite 60 Tage Verzug erreichen und durch den Darlehensanbahner wegen der Rückkaufgarantie zurückgekauft werden. Und da schon mindestens 31 Tage Verzug bestehen, wird es in den nächsten 30 Tagen passieren.
Wenn das bei einem Kredit eintritt, den der Anleger mit 0,3% Abschlag kaufte, dann wird das seine Rendite grob gerechnet um 3,6% erhöhen (0,3% für 30 Tage mit 12 multipliziert und auf einen jährlichen Wert zu kommen). Tatsächlich sogar mehr, da der nächste Zahlungstermin bei vielen Darlehen weniger als 30 Tage in der Zukunft liegen wird. Aber nehmen wir 3,6% für die Berechnung, dann gibt das eine Rendite von ungefähr 17%.

Eine Erkenntnis dieser Betrachtung ist, dass es drei Stellschrauben gibt, die zur maximalen Erhöhung der Rendite mit dieser Strategie genutzt werden können.

  1. Möglichst hohe Abschläge sind wünschenswert. Der Kredit oben im Bild mit 0,6% Abschlag bedeutet schon 7,2% Rendite-Boost (0,6%*12). Das könnte zu rund 20% Rendite führen
  2. Möglichst hohe Ausfallraten (kann man nach Darlehensanbahnern statistisch analysieren)
  3. möglichst wenig verbleibende Tage bis zum nächsten Zahlungstermin

Dies ist sicher keine Strategie für Anfänger bei Mintos. Im Forum haben einige Anleger diese Strategie zumindest zeitweilig genutzt/getestet und von deutlich positiven Effekten auf ihre jährliche Nettorendite berichtet.

Noch nicht bei Mintos? So gibt es einen Bonus bei den Anmeldung

Für Neukunden bietet Mintos 1% Bonus auf alle Invests in den ersten 90 Tagen bei Registrierung über diesen Link hier. Zusätzlich laufen gerade 2 zeitliche befristete Aktionen die weitere zusätzliche Boni bieten. Um die zu nutzen muss man sich nach abgeschlossener Registrierung einmalig nach dem Login in der Anleger Übersicht registrieren (auf den großen Hinweis ‚Nehmen Sie an unseren Aktionen teil und verdienen Sie mehr!‘ klicken). Zum einen gibt es die ‚Mogo Rückzahlungsaktion‘ mit 4-5% Bonus auf Invests im Erstmarkt in langlaufende Mogo Kredite. Das entspricht ungefähr 1% mehr Rendite. Zum anderen gibt es 1,5% Cashback im Rahmen der ‚Lendo Rückzahlungs-Aktion‘ für Investments im Erstmakrt in Lendo Kredite mit mindestens 9 Monaten Laufzeit.

Interessiert an weiteren Bonus Aktionen von P2P Kredit Anbietern? Hier gibt es eine Liste. Oder den P2P Kredite Anbieter Vergleich nutzen – bei Anmeldung darüber werden Neukundenboni für die Registrierung automatisch berücksichtigt.

 

Kredite von Privat an Privat – die wichtigsten Informationen – Update 2018

Sie brauchen schnelle, kompakte Informationen statt der detaillierten Tests, die dieser Blog publiziert? In diesem Artikel lesen Sie die wichtigsten aktuellen Tipps zum Thema P2P-Kredite. Wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten, haben Sie die Wahl zwischen folgenden Marktplätze für Kredite von Privatpersonen (P2P Kredit FAQ): Giromatch, Auxmoney und Smava. Bei diesen Anbietern kann der Kredit kostenlos beantragt werden. Gebühren fallen erst dann an, wenn die Kreditanfrage bewilligt wird und das Geld ausgezahlt wird. Es kann sinnvoll sein bei mehreren Plattformen parallel Kreditanträge zu stellen und abzuwarten wo die Zinsen und sonstigen Konditionen am Besten sind. Dabei besteht kein Risiko, denn Kreditnehmer haben bei dieser Form des Ratenkredites über das Internet ein 14-tägiges gesetzliches Widerrufsrecht.

Für Anleger kommen deutsche -z.B. Auxmoney – und internationale P2P Kreditmarktplätze wie z.B. Bondora , Estateguru, Lenndy oder Mintos für das Investment in Frage. Ergänzend sind meine Berichte über meine Erfahrungen als Anleger bei Bondora (meine Rendite dort betrug zuletzt über 15%) bzw. meine generellen Anleger Erfahrungen ggf. von Interesse.

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Mein Anspruch war immer die P2P Kredit Angebote durch eigene Anlage zu testen und so aus der Praxis zu berichten. Eine Fülle von Tipps finden Anleger im Forum. Es gibt auch eine große Tabelle mit über 40 P2P Kredit Anbietern im Vergleich aus Anlegersicht. Da es immer wieder Fragen zur Steuererklärung gibt – im Forum ist ein Steuer Gutachten verlinkt, das einer der Marktplätze in Auftrag gegeben hat.

Investly startet Crowdinvesting Pitch auf Seedrs – Kapitalerhöhung um bis zu 2 Mio. Pfund

Der britisch-estnische P2P-Kreditmarktplatz Investly hat einen Crowdinvesting Pitch auf Seedrs gestartet und will für bis zu 2 Mio. Euro neue Aktien ausgeben. CEO Siim Maivel sieht großes Interesse unter den Investly Nutzern Aktionär der Gesellschaft zu werden und hat sich deshalb für ein Crowdinvesting Angebot statt einer traditionellen Venture Capital Finanzierung entschieden, wie er mir in dem Interview sagte, dass heute bei P2P-Banking erschien.

Investly ist seit Anfang 2016 auf die Finanzierung von Rechnungen in Estland und UK spezialisiert. Anleger erhalten i.d. R.zwischen 8% und ca.14% Zinsen p.a.. Der Anlagezeitraum ist dabei sehr kurz, bis zu 120 Tage, meist deutlich weniger. Das Volumen der angebotenen Rechnungssummen ist in den letzten Monaten stark gestiegen und lag im Dezember 2017 bei 1,3 Mio. Euro.

Ich selbst biete sehr selektiv auf estnische Rechnungen, nutze also nicht die Autoinvest (Autobidder) Funktion. Dabei sind mir Rechnungen an Empfänger im öffentlichen Sektor in Estland am liebsten. In einzelne dieser Rechnungen habe ich durchaus mehrere Hundert Euro angelegt. Dass das zu Lasten der Diversifikation geht, nehme ich dabei in Kauf. Allerdings sind diese Rechnungen auch am begehrtesten bei den Anlegern und schließen i.d.R. auf dem Minimumzinssatz von 8%. Viel Zeit manuelle Gebote darauf abzugeben bleibt auch nicht. Die letzte solche Rechnungen über 141 Tsd Euro wurde am Freitag in wenigen Stunden gefüllt. Auch gibt es keine regelmäßige Benachrichtigungen über neue Rechnungen. Ich poste aber sporadisch einen Hinweis in diesem Thread im Investly Forum, wenn ich eine neue Rechnung bemerke. In die britischen Rechnungen habe ich bisher noch nicht investiert.

Aktuell ist der Crowdinvesting Pitch noch im ‚private Mode‚, d.h. Investly hat den Link zuerst nur an die Nutzer der Plattform gemailt. Anteilseigner werden kann man ab einem Minimum-Invest von 13 GBP. Wie Seedrs funktioniert hatte ich ja früher schon hier im Blog beschrieben. Einfach mal Seedrs oben rechts in die Suche tippen.

Hier noch das Video zum Seedrs Pitch von Investly, das relativ gut erklärt was Investly macht und wofür sie die Mittel verwenden wollen:

Update: Eine frühere Version des Artikels nannte 2,5 Mio. Pfund als Obergrenze; diese Angabe wurde korrigiert.