Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Karte: Marktplätze für P2P-Kredite in Europa

Freitag, 20. August 2010

Inzwischen gibt es in den meisten größeren Staaten Europas mindestens einen Marktplatz, auf dem P2P-Kredite im Internet abgewickelt werden. Dazu kommen die Plattformen für Mikrokredite.

Die folgende Karte zeigt die Services die derzeit in Betrieb sind sowie diejenigen die inzwischen wieder eingestellt wurden (rot ausgestrichen). Nicht dargestellt sind geplante/angekündigte P2P Kredit Sites, die noch nicht in Betrieb sind.

Hinweis: Diese Karte darf auf andere Webseiten kopiert werden, wenn ein Link zu diesem Artikel auf P2P-Kredite.com gesetzt wird und die Abbildung nicht in Inhalt oder Größe verändert wird.

Regierung: Kein Anlass die Aufsicht über die private Kreditvergabe im Internet auszuweiten

Montag, 26. Juli 2010

Im Mai hatte ich über eine Kleine Anfrage zum Thema P2P Kredite berichtet, die die Grünen im Bundestag eingebracht hatten.

In der nun vorliegenden Antwort sieht die Bundesregierungkeinen Anlass, die staatliche Aufsicht über private Kreditvergabeseiten im Internet über das bestehende Maß hinaus auszuweiten. Es liegenkeine Informationen über Missbrauchs- oder Betrugsfälle in Zusammenhang mit Betrieb oder Nutzung von Plattformen für private Kreditvergabe (”Peer-to-Peer-Lending“) vor. Derzeit werde die gewerbsmäßige Vermittlung von Darlehen nach Maßgabe der Gewerbeordnung beaufsichtigt und bedürfe einer Erlaubnis nach der Gewerbeordnung. Voraussetzung der Erlaubnis ‘ist das Vorliegen der für den Gewerbebetrieb erforderlichen Zuverlässigkeit und geordneter  Vermögensverhältnisse’, schreibt die Bundesregierung.

Der Antworttext der Regierung zum Thema P2P Kredite umfasst 8 Seiten.

Bundestag beschäftigt sich mit dem Thema P2P Kredite

Dienstag, 08. Juni 2010

Die Fraktion Bündnis 90/Grüne hat am 21. Mai 2010 eine kleine Anfrage zum Thema “Private Kreditvergabe im Internet” an die Bundesregierung gestellt, aus der ich hier nachfolgend zitiere. Bezeichnend finde ich, dass zwar in der Einleitung die Chancen für Verbraucher – neue und potentiell handlungserweiternde Möglichkeiten - angesprochen werden, in den Fragen aber hauptsächlich (Fragen 4-23) formuliert wird, ob dies nicht risikobehaftet sei und ob nicht der Bedarf nach mehr Regulierung und Kontrolle dieses aufstrebenden Feldes bestehe.

Sieht für mich so aus, als ob man sich hauptsächlich mehr Kontrolle und nicht wirklich Alternativen zu Bankkrediten bei den Grünen wünscht. Interessant wäre was CDU/CSU, FDP bzw. SPD über das Thema denken.

In den letzten fünf Jahren ist das Marktvolumen von privat vergebenen Krediten mittels Onlinemarktplätzen kontinuierlich auf weltweit schätzungsweise 1 Mrd. Euro angewachsen. Eine der traditionellen Aufgaben der Banken, die Kreditin- termediation, wird auf diese Weise von Kreditvergabeplattformen über das Internet übernommen. Diese vermitteln die Kreditvergabe zwischen privaten Kreditgebenden und privaten Kreditnehmenden (auch als „Peer-to-Peer-Lending“ oder „Peer-to-Peer-Banking“ bezeichnet). Eine Bank wirkt höchstens indirekt als rechtliche Kreditgeberin an der Kreditvergabe mit. Auch in Deutschland fassen Onlineportale für private Kreditvergabe zunehmend Fuß und konnten im Jahr 2009 ein vermitteltes Kreditvolumen von ca. 20 Mio. Euro ausweisen.
Damit eröffnen sich aus Verbrauchersicht gänzlich neue und potentiell hand- lungserweiternde Möglichkeiten, jenseits der bestehenden Kreditvergabestruk- turen und den dort von den bestehenden Banken, Sparkassen und Geldinstituten vorgegebenen Vergabebedingungen an Kredite zu gelangen. Diese Entwicklung steht noch am Anfang und ist in seinem Potential zur Veränderung der bestehen- den Märkte der Kreditvergabe noch kaum absehbar.
Dabei bestehen derzeit große Unterschiede in der konzeptionellen Ausgestaltung dieser Kreditvergabeplattformen. So differiert das Angebot zwischen profit- und sozialorientierten Plattformen, reinen Kreditanzeigemärkten, Kreditauktionsplätzen und Plattformen mit Einbindung einer Transaktionsbank. Zudem bieten die Plattformen unterschiedliche Kreditvergabekonditionen sowie Bonitätsprüfungsverfahren an. Dies stellt nicht nur den Verbraucherschutz vor neue Anforderungen, sondern auch die kreditrechtliche Aufsicht.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht derzeit laut eigener Mitteilung vom Mai 2007 nur Einzelfallprüfungen der Plattformen für erlaubnispflichtige Bankgeschäfte vor. Die angemessene Bewertung und Ver- gleichbarkeit verschiedener Kreditmodalitäten ist für Verbraucherinnen und Verbraucher durch die genannten Gestaltungsspielräume nur bedingt gegeben.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

1. Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung des „Peer-to-Peer- Lending“-Sektors weltweit und insbesondere in Deutschland?

2. Wie bewertet die Bundesregierung die Internetplattformen für private Kreditvergabe?

3. Welche Plattformen sind der Bundesregierung bekannt?
Welche Differenzierungen und Unterschiede sind bezüglich Konzeption, Kreditvergabekonditionen und Bonitätsprüfung bei den verschiedenen Plattformen feststellbar?

4. Inwiefern liegen der Bundesregierung und/oder BaFin Daten und/oder Ab- schätzungen zur Entwicklung der Geschäftsvolumina in Deutschland tätiger Kreditvergabeplattformen hinsichtlich der letzten Jahre sowie prospektiv vor?
Wie lassen sich diese Daten und/oder Abschätzungen hinsichtlich der ver- schiedenen Konzeptionen der Kreditvergabeplattformen differenzieren? (weiterlesen…)

Die Bank werden wir

Freitag, 28. Mai 2010

Während sich das kürzlich vorgestellte Buch ‘P2P Kredite – Marktplätze für Privatkredite im Internet‘ ausschließlich mit P2P Krediten beschäftigt, betrachtet Lothar Lochmaier in seinem gerade erschienenen Buch ‘Die Bank sind wir‘ ein erweitertes Feld von Alternativen zur Bank.

Kernpunkte sind hier Selbstbestimmung und Transparenz. Nach einem kurzen historischen Abriss folgen Kapitel zu P2P Krediten, finanziellen Netzwerken, Betrachtung der demographischen Nutzerstruktur der neuen Plattformen und zur ‘Finanzdemokratie 2.0′.

Das Buch beginnt ausgehend mit der Frage: “Wann haben Sie als Kunde das letzte Mal bei Ihrem Geldinstitut von einer qualifizierten Beratung profitiert”. Schlüssig wird aufgezeigt, dass die reine Vertriebsausrichtung der Banken zum Vertrauensverlust bei den Kunden führte, die nun neue Möglichkeiten ausprobieren, die ihnen marktfremde (Nichtbanken) in Verbindung mit dem Internet geben, mit dem Ziel die Kontrolle über die Anlage ihres Geldes wieder zu gewinnen.

Lochmaier sieht die Banken als zu sehr in ihren konventionellen Denkmustern verhaftet. Zum einen sind ihnen die Interessen ihrer Kunden nicht wichtig genug, zum anderen sehen sie nicht wie das Web 2.0 ihr Geschäftsumfeld verändern. Zu sehr konzentrieren sie sich auf die Effizienzsteigerung ihrer Prozesse.

Das ist ein wichtiger Punkt. Die Nichtreaktion der Banken auf neue Entwicklungen wie P2P Kredite, hatte ich ja schon hier im Blog festgestellt. Tatsächlich ist die Vertrauenskrise in die Banken aus meiner Sicht aber auch eine Vertrauenskrise in den Punkten Beratung, Geschäftsgebaren und Produktgestaltung bei komplexeren Produkten. Denn mit den “Basis”-Produkten bin ich als Kunde durchaus zufrieden. Meine Überweisungen werden zuverlässig ausgeführt, das Girokonto funktioniert bestens und auch mit der Kreditkartennutzung und z.B. dem Tagesgeldkonto bin ich zufrieden.

Wenn das vielen Bürgern so geht, könnten Banken in den Hintergrund gedrängt werden als reine “Transaktionsbanken”. Wer würde dann im Vordergrund stehen? Möglich das es neben neuen Internet-Startups vor allem IT-Konzerne und Telekommunikationsdienstleister sind, sagt Lochmaier:

In den Fokus rücken in der Diskussion um die Zukunftsmodelle der Banken vor allem die Daten selbst. Wer diese intelligent nutzt, befindet sich im Vorteil. Eine Bank stellt kaum mehr als einen Verarbeiter von Informationstechnologie das, der danach trachtet, möglichst effizient zu arbeiten. Viele Potentiale in der industriellen Automatisierung von Großbanken sind bereits ausgereizt. In den Vordergrund rückt ein anderes Element als das rein technisch und buchhaltärisch geprägte Selbstverständnis einer effizienten Bank. Das entscheidende Element liegt in der phantasievollen Interaktion zwischen dem Absender einer Botschaft, dem “Botschafter”, der sie überbringt und dem einzelnen Kunden, der Signale zurücksendet. Dieser Akt der “kulturellen Wertschöpfung” von Geld ist den Banken weitgehend fremd weshalb weniger hierarchisch geprägte Spieler in der internetbasierten Wertschöpfungskette im Vorteil sind.

Das Buch bringt eine interessante Mischung aus Bestandaufnahme, Analyse und Interpretation. Bei letzterer ist für meinen Geschmack der Autor etwas zu skeptisch/pessimistisch – sowohl was die Banken angeht, als auch was die innovativen Ansätze angeht.

Zur Lektüre sehr empfohlen (auch den Bankern). Das Buch gibt es bei Amazon.

Wächst Smava zu langsam?

Dienstag, 25. Mai 2010

Und wenn ja, welche Folgen könnte dies haben?

Smava – First Mover für P2P Kredite im deutschen Markt – sieht man von “Konzepten” wie elolly mal ab – wächst seit dem Launch vor ca. 3 Jahren stetig.

Und auch sonst hat Smava scheinbar fast alles richtig gemacht. Smava hat tolerable Ausfallraten, Anleger erzielten gute Renditen, erhält sehr positive Presseresonanz und die Ergebnisse der Suchmaschinenoptimierung können sich sehen lassen.

Was wenn es trotzdem nicht genug ist? Smava muss – nach Einschätzung mehrerer Marktbeobachter – sein Kreditneuvolumen noch um ein Vielfaches steigern um den Break-Even beim Cash-Flow zu erreichen. Bei Zopa (in England) soll dieser Meilenstein dieses Jahr, im 5. Jahr erreicht werden.

Nun weiß ich nicht, was der Business Plan von Smava besagt und wieviel Geduld die VCs haben, die Smava finanzieren. Ich bin sicher, dass Smava alles unternimmt, um das Wachstum anzukurbeln. Aber was, wenn das Wachstum sich nicht forcieren lässt? Und da Smava in puncto Pressearbeit und SEO schon viel erreicht hat, wo sollen da noch die Steigerungsraten herkommen?

Zudem ist zweifelhaft, ob P2P Kredite ein Markt sind, bei dem der First Mover durch die Netzwerkeffekte einen einschlägigen Vorteil hat. Der Engpass für das Wachstum sind bonitätsstarke Kreditsuchende. Und die gewinnt Smava nur mit erheblichen Online-Marketing Ausgaben. Außerdem wird mit der Mehrheit der Kreditnehmer nur ein Einmalgeschäft gemacht.

Der Haupt-Asset von Smava dürfte daher die große Anzahl von registrierten solventen Anlegern sein und das Vertrauen, dass diese in Smava setzen.

Aber gesetzt den Fall, ein neuer Marktplatz für P2P Kredite tritt in den MArkt ein und schafft es das Wachstumsproblem bei Kreditnehmern mit guter Bonität mit einem völlig neuen Ansatz zu lösen? Die Anleger sind nicht fest an Smava gebunden. Zumindest für die Neuanlage könnten viele zur Konkurrenz abwandern. Schon heute ist eine nicht kleine Anzahl von Anlegern sowohl bei Smava als auch bei Auxmoney investiert.

Wie kann Smava in dieser Situation reagieren?

Zum einen kann Smava versuchen, die “Burn Rate” zu reduzieren und das vorhandene Kapital zu strecken. Die Marketing-Ausgaben und die Personalplanung sind dabei vermutlich tabu, da das Wachstum ja forciert werden muss. Bleibt eine Reduzierung variabler Kosten (Prozessoptimierung) und die Erhöhung der Einnahmen. Beides macht Smava bereits (die Gebühren steigen im Juni). (weiterlesen…)

P2P Kredite – Marktplätze für Privatkredite im Internet

Mittwoch, 21. April 2010

Fabian Blaesi liefert mit ‘P2P Kredite – Marktplätze für Privatkredite im Internet‘ ein umfassendes Buch zum Thema. Nach einer guten Einführung, in der die Funktionsweise der Marktplätze erläutert wird und Cashare, Smava, Zopa und Prosper als Beispiele vorgestellt werden kommt Blaesi zum eigentlichen Hauptthema: Vertrauen.

Wie schaffen es die P2P Kreditmarktplätze als neue unbekannte Marktteilnehme das Vertrauen von Anlegern und Kreditnehmern zu gewinnen? Und das gegen etablierte Banken mit bekannten Marken und dem Image der Solidität und Seriösität (okay, letzteres war ein kleiner Seitenhieb von mir – dürfte sich seit der Finanzkrise verflüchtigt haben).

Gerade bei Innovationen, die angestammte, “von Kleinauf erlebte” Abläufe ändern wollen, gibt es eine erhebliche Hemmschwelle das Bekannte gegen das Neue, Unsichere aufzugeben. Blaesi benennt zunächst (mögliche) Unsicherheiten bei P2P Krediten und beschreibt dann im Detail, welche Mechanismen eingesetzt werden können, um diese zu mildern. Stichworte hier sind Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Reputation, Garantien, Sanktionen, Information und Kommunikation. Diese sehr schlüssig und gut gegliederte Analyse behandelt auch Communityaspekte.

Danach wird in einer praktischen Studie auch quantitativ belegt, was die Nutzer sich von den Kreditbörsen wünschen und erwarten.

Ich denke das Buch könnte zum Standardwerk für das Thema Vertrauensbildung bei Internet-Startups im Bereich Finanzen geht.

Das Buch gibt es bei Amazon.de.

P.S.: Thematisch übrigens wie ich finde ganz passend: Das Buchcover wurde mittels Crowdsourcing erstellt. Verschiedene Designer haben 38 Entwürfe vorgeschlagen (kwg).

3 Jahre Smava Kredite – eine Bilanz

Mittwoch, 17. März 2010

Vor rund 3 Jahren war der Launch von Smava.de. Smava brauchte das Konzept Peer-to-Peer Kreditmarktplatz als erster rechtskonform in den deutschen Markt. Kreditnehmer können online Kreditgesuche veröffentlichen und den Zinssatz angeben, den sie zu zahlen bereit sind. Diese Ratenkredite werden dann von mehreren privaten Anlegern finanziert. Aus rechtlichen Gründen ist zwar eine Bank in der Abwicklung zwischengeschaltet, doch nicht diese, sondern die privaten Anleger entscheiden, ob ein Kredit finanziert wird oder nicht. Smava als Plattformbetreiber prüft die Grundvoraussetzungen für Kreditwürdigkeit: überprüfte Identität, Einkommensnachweise und Bonitätseinstufung.

Smava ist seit dem Start stetig gewachsen, insgesamt wurden knapp 25 Mio. Euro Kredite vergeben, das Kreditneuvolumen liegt derzeit bei rund 1,5 bis 2 Mio. Euro pro Monat.

Für die meisten Kreditsuchenden war Smava eine positive Erfahrung – relativ wenige als Kreditwürdig freigegebene Kredite wurden nicht finanziert, Gebühren fallen nur im Erfolgsfall an und bei Smava ist – im Gegensatz zu vielen Bankkrediten – jederzeit eine vorzeitige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Attraktiv ist das Smava Angebot vor allem für Selbständige, Freiberufler und kleine Gewerbetreibende die aufgrund der Kreditklemme nicht mehr so leicht Kredite von Banken bekommen.

Auch für nahezu alle der gut 5.000 aktiven Anleger war Smava bisher ein gutes Geschäft. Renditen im Bereich von rund 5-9 Prozent waren in den letzten Jahren die Regel. Das Poolkonzept als Sicherungsmechanismus hat Verluste einzelner Anleger auf minimale Beträge beschränkt.Allerdings wirken die Anlegerpools sich auch negativ aus – Anleger werden an Ausfällen von Krediten beteiligt, in die sie selbst gar nicht investiert haben. Das Ausfallrisiko wird sozusagen “sozialisiert”. (weitere Artikel dazu).

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MyMicroCredit – soziale Investoren vergeben Mikrokredite

Dienstag, 23. Februar 2010

MyMicroCredit.org ermöglicht die Vergabe zinsloser Kredite an Bedürftige in Lateinamerika, Asien und Afrika mit dem Ziel diesen den Weg in die Selbständigkeit zu ermöglichen. Derzeit arbeitet MyMicroCredit mit dem MFI Apoyo Integral in El Salvador, Nicaragua, zusammen und konzentriert sich auf Ausbildungen zum Agrarlehrer. Die Non-Profit Plattform wird von gemeinnützigen Vereinen in Deutschland und Österreich betrieben, die sich u.a. durch Spenden finanzieren. Deutsche Spender können die Spende mittels Spendenquittung von der Steuer absetzen.

Ich habe am Samstag 25 Euro Kredit für 24 Monate zwecks einer Ausbildung zum Agrarlehrer vergeben. Die Aufmachung auf der Website (siehe links) ist ähnlich wie bei Kiva. Die Kreditvergabe ist ohne Registrierung bei Überweisung oder Lastschrift möglich. Das ist zwar einerseits schnell in der Bedienung/Abwicklung, andererseits bedingt das fehlende Login, das Kreditgeber keinen Überblick haben, wem sie wann Geld geliehen haben.

Bei Kreditende sollen Anleger per Email benachrichtigt werden und haben dann die Möglichkeit das Geld erneut anzulegen oder sich zurückzahlen zu lassen. (weiterlesen…)

Kreditnachfrage bei Auxmoney hoch

Freitag, 29. Januar 2010

Aktuell versuchen über 600 Kreditsuchende einen Privatkredit via Auxmoney zu erhalten. Chancen auf Finanzierung haben aber nur durchschnittlich ca. 15% der Anträge. Die Anleger können sich derweil aus der großen Auswahl die für sie interessantesten Kredite auswählen. In der letzten Zeit waren jeweils rund 150.000 Euro gleichzeitig geboten auf noch laufende Kreditgesuche.

Was wurde aus der P2P-Kredite.com Vorhersage für 2009?

Dienstag, 22. Dezember 2009

Im Januar 2009 habe ich mir Gedanken gemacht, welche Trends bzgl. P2P Kredite in 2009 zu erwarten sind. Diese (unten in schwarzer Schrift) habe ich mir jetzt noch mal angeschaut – die Resultate in farbiger Schrift.

Mehr Wettbewerb (Wahrscheinlichkeit international 100%, im deutschen Markt 50%)
In 2009 werden Anbieter für P2P Kredite weitere nationale Märkte erschließen. Vielleicht kommt ja auch der erste Anbieter in Österreich?

Mit Bankless-Life gibt es nun tatäschlich einen P2P Kreditmarktplatz in Österreich. Neue Anbieter in Deutschland gab es zwar nicht, dafür sind international viele Kreditbörsen gestartet.

Boom der Social Lending Plattformen (Wahrscheinlichkeit international 100%, im deutschen Markt ?%)
In 2008 zeichnete es sich bereits ab – Launch von Veecus, Babyloan und Wokai. Ende Dezember vermittelte Kiva in einer einzigen Woche neue Kredite für über 1 Million US$. Das starke Wachstum von Kiva, MyC4 und anderen Services wird sich fortsetzen; neue Anbieter werden an den Start gehen.

Kiva hat das enorme Wachstum fortgesetzt. Dagegen führten die Schwierigkeiten bei MYC4 zu sinkenden Kreditneuvolumen. Neu gestartet sind u.a. United Prosperity, Vittana und Myelen (siehe meinen Myelen Testbericht).

Erste Banken experimentieren mit eigenen Anwendungen für P2P Kredite (Wahrscheinlichkeit international 50%, in Deutschland 50%)
Die Anbieter von Peer to Peer Krediten sind noch weit davon entfernt eine vom Volumen her nennenswerte Konkurrenz für das Geschäft der Banken darzustellen. Dennoch beobachten einzelne Banken die Entwicklung. 2009 könnte das Jahr sein, in dem eine Bank eine eigene Internet-Applikation im Kontext P2P Lending online stellt.
Ziel wird dabei weniger sein nennenswerten Umsatz zu erzeugen als vielmehr Erfahrungen bei den Anwendungsmöglichkeiten und der Akzeptanz durch die Bankkunden zu sammeln.

Die spanische Regionalbank Caja Navarra hat tatsächlich in 2009 eine eigene P2P Kreditplattform online gestellt. (weiterlesen…)


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