USA vs. Europa – Wo gibt es die attraktiveren P2P Immobilien Crowdfunding Plattformen?

Amerikanische Unternehmen decken 53% der weltweiten Marktkapitalisierung in Aktien ab, mit den Börsen-Giganten Apple, Microsoft, Google, Amazon und Facebook an der Spitze. Die Wallstreet ist die wichtigste Börse auf dem Planeten. Tja, man kommt nicht daran vorbei: Die USA geben im Finanzbereich weltweit den Takt vor.

Abb. 1: Wall Street, New York, USA (Bild von Gerd Altmann von Pixabay)

Doch wie sieht es im Bereich P2P Immobilien Crowdfunding aus? Wer sind die großen Player auf dem US-Markt und was unterscheidet sie von den europäischen Plattformen? Werfen wir einen Blick über den großen Teich.

Die beiden größten Unterschiede zwischen den US- und den europäischen Wettbewerbern sind meiner Meinung nach die folgenden:

  • Bestandsobjekte statt Immobilienentwicklungen: Die amerikanischen Plattformen bieten hauptsächlich Investments in Bestandsobjekte an. Immobilien werden gekauft und dann jahrelang Im Bestand gehalten. Die Mieteinnahmen speisen die regelmäßigen Auszahlungen an die Investoren („Income“). Bei Verkauf der Immobilie partizipieren die Anleger zusätzlich noch am Wertzuwachs („Growth“). Im Gegensatz dazu werden auf den europäischen Plattformen (wie Estateguru*, Crowdestate*, Exporo*, Bergfürst*, etc.) hauptsächlich Immobilienentwicklungen finanziert. Die Projekte decken oftmals den gesamten Prozess vom Grundstückserwerb, Planung und Baugenehmigung, Baudurchführung bis hin zum Verkauf nach Fertigstellung ab. Die Anleger bekommen einen festen Zinssatz, der durch den Gewinn beim Verkauf abgedeckt wird. Einige wenige Plattformen, die auch in Europa Bestandsobjekte finanzieren sind z.B. Exporo* Bestand (Deutschland) , Property Partner* (UK), Housers* (Spanien) und Reinvest24* (Estland). Grundsätzlich haben Investments in Bestandsobjekte ein geringeres Risiko als Entwicklungsprojekte und bieten daher auch niedrigere Renditen.
  • Portfolio statt Einzelprojekte: Viele Plattformen in den USA bieten nur einige wenige Portfolios an, in die Anleger investieren können. Die Portfolios bestehen oftmals aus zig verschiedenen Einzelobjekten. Das erinnert deutsche Anleger an die hiesigen offenen oder geschlossenen Immobilienfonds, die ein ähnliches Konzept verfolgen und viele Einzelprojekte in einen Fonds bündeln um dann ebenfalls durch Mieteinnahmen und Wertzuwächse beim Verkauf Gewinne zu erwirtschaften. Die Plattformen hier bei uns in Europa bieten dem Anleger dagegen die Möglichkeit, die Projekte einzeln auszuwählen, in die er/sie investieren möchte. Da dies wesentlich zeitaufwändiger ist als in ein Portfolio zu investieren, bieten einige Plattformen AutoInvest Features und auch einen Zweitmarkt, um Investitionen einzelner Projekte wieder abstoßen zu können.

Wie sehen die Eckdaten der US- und EU-Plattformen im Vergleich aus? Die beiden bekanntesten P2P Immobilien Crowdfunding Plattformen in den USA sind Fundrise und RealtyMogul. Für Europa treten an: Estateguru* und Exporo*. Hier der Vergleich dieser vier Plattformen im Steckbrief:


Sitz

USA

USA

Estland

Deutschland

Gründung

2010

2013

2013

2014

Investoren

500.000+

190.000+

45.000+

25.000+

Finanziertes Volumen

4.900 Mio. USD

500 Mio. USD

200 Mio. EUR

566 Mio. EUR

Mindestinvest

500 USD

5.000 USD

50 EUR

500 EUR (Entwicklung)

1.000 EUR (Bestand)

Rendite jährlich

9,47%

7,7%

11,86%

5,8% (Entwicklung)

4,4% (Bestand)

Finanzierungstyp

Bestand

Bestand

Entwicklung

Entwicklung, Bestand

Investitionsmöglichkeiten

4 Portfolios

2 Portfolios

Einzelprojekte

Einzelprojekte

Zinszahlung

quartalsweise

monatlich

Je nach Projekt

Endfällig (Entwicklung)

Quartalsweise (Bestand)

Wie fällt der Vergleich der Plattformen USA vs. Europa aus?

  • Die amerikanischen Plattformen haben mehr Investoren für sich gewinnen können und auch bereits ein größeres Projektvolumen finanziert. Das ist auch nicht verwunderlich, da sie bereits etwas länger am Start sind und der US-Markt sehr groß ist. Die Bevölkerung der EU ist zwar mit rund 450 Millionen Einwohnern (natürlich bereits nach dem Brexit) größer als die der USA mit knapp 330 Millionen, der europäische Gesamtmarkt ist aber für die Plattformen durch Sprachbarrieren und verschiedene länderspezifische Rechtsbedingungen lange nicht so einfach zu erschließen wie der US-Markt.
  • Der Mindestinvest liegt mit 500 USD und sogar 5.000 USD bei den US-Playern weitaus höher als wir das von heimischen Anbietern gewohnt sind.
  • Die jährliche Rendite der amerikanischen Portfolios liegt mit 9,47% und 7,7% weitaus höher als bei Exporo* mit 5,8% (Exporo Bestand kommt sogar nur 4,4%), jedoch niedriger als bei Estateguru mit 11,86%. Nicht zu vergessen: Die aus Bestandsobjekten bestehenden US-Portfolios weisen ein niedrigeres Risiko auf als die hauptsächlich in Entwicklungsprojekte finanzierenden EU-Anbieter.
  • Investitionsmöglichkeiten: Fundrise und RealtyMogul bieten nur 4 bzw. 2 Portfolios zur Investition an. Bei Estateguru* und Exporo kann/muss man über die Jahre aus hunderten von Einzelprojekten wählen. Durch den AutoInvest bei Estateguru kann man den Zeitaufwand reduzieren.

Welches Angebot ist für Anleger denn nun attraktiver?

  • Rendite/Risiko-Verhältnis: Vom Rendite/Risiko-Verhältnis her liegen die amerikanischen Plattformen vorne. Renditen von 7-10% für Investitionen in Bestandsobjekte sind in Europa nur schwer zu realisieren. In Europa kommt man eher auf 3-6% bei den P2P Plattformen. Schielt man zu offenen Immobilienfonds wird man mit rund 3% auch nicht glücklicher und ob man das Risiko eingehen möchte, über oftmals 10 Jahre oder mehr in geschlossenen Immofonds hierzulande zu investieren um dann hoffentlich 6-7% realisieren zu können, ist auch fraglich. Dann bleiben noch börsengehandelte Immobilien-AGs (REITs), wobei man hier jedoch die Volatilität der Börsen in Kauf nehmen muss. Mit Entwicklungsprojekten kann man in Europa auf einigen Plattformen (wie Estateguru*) sogar mehr als 10% Rendite erwarten, nur ist das Risiko dann auch höher als bei Bestandsobjekten. 1:0 für die USA.
  • US-Komfort gegen EU-Individualität: Die Anlage in ein oder zwei US-Portfolios ist wesentlich einfacher und komfortabler als das Auswählen vieler Einzelprojekte. Allein das AutoInvest-Feature kann einen da retten, wenn der Zeitaufwand klein gehalten werden soll. Wenn ich jedoch explizit die Einzelobjekte auswählen möchte, dann bin ich bei den EU-Anbietern besser aufgehoben. Das ist bei unseren amerikanischen Freunden nur bei sogenannten „Private Placements“ möglich; die gehen aber häufig erst bei 25.000 USD Mindestinvest pro Projekt los. Das dies eine Geschmacksfrage ist: 2:1 für die USA.
  • Mindestinvest: Hier liegt Europa klar vorne. Schon mit 50 EUR (Estateguru*) oder sogar schon mit 10 EUR (Bergfürst*) können Anlieger sich an Immobilienfanzierungen über die Crowd beteiligen. Investoren auf den US-Plattformen können erst mit 500 USD oder sogar 5.000 USD einsteigen. Das macht 2:2.

Fazit

Die US-Plattformen im Immobilien Crowdfunding Bereich punkten mit einem besseren Rendite/Risiko-Verhältnis. Der niedrigere Mindestinvest der EU-Anbieter macht die hiesigen P2P Investitionsangebote dagegen sehr attraktiv. Bei der Auswahl der Finanzierungsmöglichkeiten liegt es im Auge des Betrachters: US-Komfort gegen EU-Individualität.

Welche Voraussetzungen muss ein Anleger erfüllen, um bei Fundrise, RealtyMogul oder anderen amerikanischen P2P Immobilien Crowdfunding Plattformen investieren zu können? Und welche Portfolios werden konkret angeboten? Darum geht es im Folgeartikel: US-Immobilien mit hohen Renditen: P2P Crowdfunding macht’s möglich

Was ist deine Meinung zu diesem USA vs. Europa Vergleich? Schreib dazu gerne etwas in die Kommentare.

Aktuell gibt es für neue Estateguru Anleger, die sich über diesen Link anmelden*, für alle Invests im April 1% Cashback Bonus. Und bei Exporo gibt es für neue Anleger bei Anmeldung über diesen Exporo Link* sogar 100 Euro Willkommens Bonus.

Neue EU-Regulierung von Crowdfunding Plattformen in 2020 – Was steckt dahinter?

In diesem Jahr wird eine neue EU-weite Regulierung von Crowdfunding Plattformen in Kraft treten. Am 18. Dezember 2019 haben sich die EU Institutionen (der Europäische Rat, die Europäische Kommission und das Europäische Parlament) auf eine Regelung geeinigt, die die Einführung eines neuen Status European Crowdfunding Service Provider (ECSP) vorsieht. Wer die Pressemitteilung des Europäischen Parlaments vom 19. Dezember 2019 im genauen englischen Wortlaut nachlesen möchte, findet sie hier: EU rules to boost European crowdfunding platforms agreed

Die Europäische Kommission in Brüssel

Abb. 1: Die Europäische Kommission in Brüssel (Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay)

Warum eine neue EU-Regulierung?

Die Europäischen Kommission nennt folgenden Hauptgrund für die neue EU-Regulierung (Übersetzung von mir):

Der EU-Markt für Crowdfunding ist im Vergleich zu anderen großen Weltmärkten unterentwickelt. Eine der größten Hürden für Crowdfunding-Plattformen, die ihre Dienste grenzüberschreitend anbieten möchten, ist das Fehlen gemeinsamer Regeln in der gesamten EU. Dies erhöht die Compliance- und Betriebskosten und verhindert, dass Crowdfunding-Plattformen expandieren. … Sobald die neue Verordnung auf EU-Ebene verabschiedet wurde, können Plattformen einen EU-Pass beantragen, der auf einem einzigen Regelwerk basiert. Dies erleichtert es ihnen, ihre Dienstleistungen in der gesamten EU anzubieten.

Der Crowdfunding Markt in der EU ist tatsächlich „unterentwickelt“ – er macht nur einen Bruchteil des Crowdfunding Markts in den USA oder in China aus. Das soll sich nach Aussage der EU Kommission ändern und dazu dient diese EU-Regulierung.

Die offizielle Webseite der Europäischen Kommission zum Thema Crowdfunding findet ihr übrigens hier, wobei die meisten Inhalte jedoch nur auf Englisch sind.

Worum geht es?

1. Zugang zum gesamten europäischen Markt erleichtern

Bisher müssen sich die Crowdfunding Plattformen in jedem EU-Land separat bei den nationalen Regulierungsbehörden registrieren lassen und damit den unterschiedlichen lokalen Anforderungen entsprechen. Das kostet viel Zeit und Geld und es schreckt so manche Plattform davon ab, in andere EU Länder zu expandieren. In Zukunft reicht eine einmalige Registrierung als European Crowdfunding Service Provider (ECSP), um in allen EU-Ländern aktiv sein zu können. Dies erschließt den Markt in 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit rund 450 Millionen Einwohnern (Zahlen natürlich bereits nach dem Brexit).

2. Investorenschutz

Investoren werden als sophisticated investor oder non sophisticated investor eingestuft, was ich am ehesten mit versierter Anleger und nicht versierter Anleger übersetzen würde. Nicht versierte Anleger werden eingehender über die Risiken informiert und gewarnt, falls ihre Investition 1.000 Euro oder 5 Prozent ihres Nettovermögens übersteigt. Außerdem werden ihnen 4 Tage zum Überdenken der Entscheidung eingeräumt (reflection period). Das liest sich für mich wie eine Widerrufsfrist, aber wir müssen wohl abwarten, wie dies von den Plattformen konkret umgesetzt werden wird.

Außerdem muss den Anlegern zu jedem Projekt ein key investment information sheet (KIIS) zur Verfügung gestellt werden. Dabei geht es insbesondere um Informationen über finanzielle Risiken, Insolvenzrisiken, Kosten und Projektauswahlkriterien.

3. Finanzierungslimit

Die Unternehmen, die als Darlehensnehmer oder Projektentwickler auftreten, können über einen Zeitraum von 12 Monaten maximal 5 Millionen Euro finanzieren lassen. Diese Grenze gilt nicht pro Projekt, sondern für alle Projekte desselben Unternehmens in einem fließenden Zeitraum von 12 Monaten.

Wann geht’s los?

Die Verordnung muss noch vom EU Wirtschaftsausschuss und dann vom gesamten EU Parlament gebilligt werden, womit im ersten Quartal 2020 zu rechnen ist. Dann steht den nationalen Regulierungsbehörden eine Übergangsfrist von 12 Monaten zur Verfügung, dies umzusetzen. Die Plattformen haben dann abermals 6 Monate Zeit, die neuen europäischen Anforderungen zu erfüllen.

Fazit

Die neue EU-Regulierung soll Crowdfunding Plattformen den Zugang zum gesamten europäischen Markt erleichtern und den Investorenschutz verbessern. Beides ist bitter nötig. Inwieweit diese Ziele mittels dieser neuen Regelungen erreicht werden, hängt jedoch wie so oft von der konkreten Umsetzung ab. Auf jeden Fall darf man gespannt sein, ob dies eine größere Dynamik in den EU Crowdfunding Markt bringt.

Wie sinnvoll ist diese neue EU-Regulierung aus Deiner Sicht? Welche Auswirkungen hat das für uns als Investoren? Ich freu mich auf Deine Meinung dazu. Schreib es einfach in die Kommentare zu diesem Beitrag.

Update 10.02.2020: Im Folgeartikel wird auf die (möglichen) Auswirkungen für Anleger näher eingegangen: Welche P2P Plattformen sind von der neuen EU-Regulierung betroffen und was ändert sich für Anleger?

Welche P2P Kredit Marktplätze machen Gewinn, welche Verlust?

Auf P2P-Banking.com habe ich heute eine neue Übersichtstabelle gestartet. Dazu habe ich anhand der Geschäftsberichte recherchiert welche Anbieter profitabel sind und welche noch Verlust machen. Zunächst habe ich das für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 analysiert.

Warum ist es wichtig ob die Anbieter Firma Gewinn macht? Kann das dem Anleger nicht egal sein, solange sein Invest in die Kredite die erwünschte Rendite abwirft?

P2P Kredite sind eine riskante Anlageform. Das offensichtlichste Risiko ist natürlich, dass ein Kredit ausfällt, also der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann (oder will). Aber ein signifikantes Risiko besteht für Anleger auch, wenn die Plattform nicht fortgeführt werden kann, z.B. weil der Firma, die die Plattform betreibt das Geld ausgeht (Insolvenz). Dass dies keinesfalls ein theoretisches Risiko ist, zeigte sich zuletzt bei den Insolvenzen von 3 britischen P2P Marktplätzen (Collateral, Lendy, Funding Secure). Auf weitere Risiken bei der Anlage in P2P Kredite geht übrigens dieser Artikel von Nikolay ein.

Natürlich ist es normal, dass Internet Startups in der Wachstumsphase nicht profitabel sind, sondern mehrere Jahre mit Verlust arbeiten. Dadurch sind sie aber auch abhängig davon, dass sie regelmäßig erfolgreich neues Kapital über Finanzierungsrunden von ihren Eigentümern oder neuen Anteilseignern einwerben. Scheitern sie, ist die Fortführung gefährdet, weil sie ihr Personal, ihre IT-Infrastruktur und das Marketing nicht mehr bezahlen können.

Die Höhe eventueller Gewinne sagt übrigens meines Erachtens nicht viel aus. Denn im Interesse des Wachstums wird das Startup Einnahmen sofort wieder in Personal und Marketing investieren um das Wachstum voranzutreiben und Marktanteile zu gewinnen, statt hohe Gewinne auszuweisen. Maximinierung des Unternehmensgewinn wird somit i.d.R. nicht das Ziel des Managements sein.

Die Daten in der folgende Tabelle stammen aus Geschäftsberichten aus öffentlichen Registern bzw. von den Webseiten der Firmen. Die Geschäftsberichte sind teilweise auditiert, teilweise nicht.


Gewinne bzw. Verluste in Mio. Währungseinheiten. Quelle: P2P-Banking

Die Tabelle wird zukünftig auf P2P-Banking aktualisiert und um weitere Anbieter ergänzt werden. Gerne kannst Du auch helfen, indem Du mir Emails mit Informationen (Geschäftsbericht und/oder Link, wo dieser veröffentlicht ist), zu noch in der Liste fehlenden P2P Marktplätzen schickst. Wenn viele helfen, wird die Übersichtstabelle schnell vollständiger und damit nützlicher. Vielen Dank!

P.S.: Inzwischen haben mir mehrere Anleger weitere Daten/Geschäftsberichte zukommen lassen, so dass die überarbeitete Tabelle auf P2P-Banking bereits nach wenigen Stunden umfangreicher ist, als der hier im Artikel gezeigte erste Stand der Veröffentlichung.

 

Bei Invest auf jedem P2P Kredit Marktplatz Miles&More Meilen sammeln – so geht’s!

Du investierst schon in P2P Kredite? Und kassierst mehr als 10% Zinsen p.a., z.B. bei Bondora*, Mintos*, Estateguru* oder einem der 40+ anderen Marktplätze in meinem Vergleich? Schlau wie Du bist hast Du auch die ganzen Neukundenboni und Cashback-Aktionen bei der Anmeldung kassiert?

Aber ich wette, Du wusstest noch nicht, dass Du beim Invest auf jeder P2P Kredit Plattform auch Miles & More Meilen sammeln kannst, oder? Die Meilen kannst Du z.B. für Flugprämien, Hotel- oder Mietwagenbuchungen und viele weitere Prämien einlösen

300x189Und so funktioniert es. Du brauchst:

  1. Ein kostenloses Revolut* Konto (Smartphone erforderlich)
  2. Eine Miles&More Kreditkarte*

Wahrscheinlich hast Du bisher auf den Kreditmarktplätzen per SEPA Überweisung eingezahlt?
Ist kostenlos und dauert i.d.R. 1-2 Arbeitstage.

Neues Vorgehen: Revolut App aufmachen.  „Geld hinzufügen“ in Deinem Euro Konto wählen. Kreditkartendaten der Miles&More Kreditkarte eingeben. Betrag wählen. Klicken. Das Geld ist sofort da und Du kannst es dann per „Zahlungen“, „Überweisung“ als SEPA Überweisung an den Kreditmarktplatz senden.
Ist kostenlos und dauert i.d.R. 1-2 Arbeitstage. Und voila, jede Menge Meilen gesammelt

Noch einen oben drauf? Melde Dich kostenlos bei Priceless Mastercard an (Code MGM353a3aa) und registriere Deine Miles&More Kreditkarte und Du sammelst dort Coins und kannst diese für weitere Prämien verwenden.

Wichtige Hinweise:

  • Wenn Du neu angemeldet bist auf einem P2P Kreditmarktplatz, dann muss in der Regel die allererste Einzahlung (Mindestbetrag reicht) per SEPA Überweisung direkt von Deinem Bankkonto kommen, damit dies mit Deinem Account beim Marktplatz verknüpft werden kann. Obiges Verfahren also erst ab der zweiten Einzahlung verwenden.
  • Unbedingt den vom Marktplatz vorgegebenen Verwendungszweck bei der Überweisung in der Revolut App angeben, sonst kann der Marktplatz die Einzahlung nicht Dir zuordnen!
  • Das Revolut Konto unterstützt mehrere Währungen. Achte darauf, dass Du im EUR Konto bist, wenn Du mit der Kreditkarte einzahlst (so vermeidest Du Auslandseinsatzgebühren, die bei anderen Währungen anfallen könnten). Brauchst Du Pfund zum Investieren auf einem UK Kreditmarktplatz, dann zahl trotzdem EUR ein, Du kannst die dann wochentags (Mo.-Fr.) bei Revolut ohne Gebühr in GBP tauschen.
  • Revolut hat kein generelles Limit für die Einzahlung per Kreditkarte, für neue Nutzer kann es aber Obergrenzen geben die schrittweise automatisch erhöht werden.
  • Natürlich hat Deine Miles&More Kreditkarte ein monatliches Limit. Dennoch kannst Du auch höhere Beträge auf diese Weise pro Monat investieren, in dem Du vorher Geld auf Dein Miles&More Kreditkartenkonto überweist, also dort Guthaben vorhälst.
  • Ich hab das getestet und Miles&More schreibt die Meilen problemlos automatisch gut. Übertreiben sollte man es aber sicher nicht, d.h. keine riesigen Beträge auf einmal auf diesem Weg einzahlen
  • Bondora lässt ja, wie insgesamt 4 Marktplätze, direkte kostenlose Einzahlungen per Kreditkarte zu. Der Umweg über Revolut wäre also nicht nötig nur um Meilen zu sammeln. Einen Vorteil hat er aber. Wenn Du direkt bei Bondora per Kreditkarte einzahlst, dann werden Auszahlungen auch wieder der Kreditkarte gutgeschrieben (und somit Meilen abgezogen). Dieses Problem tritt bei dem Weg über Revolut nicht auf.

Prinzipiell müsste das Vorgehen auch mit anderen Kreditkarten mit Bonus Programmen funktionieren. Ob es z.B. mit der Amazon Prime Kreditkarte (50 EUR Startgutschrift, im Link zuerst für Prime anmelden dann gibt es für die Karte keine Jahresgebühr in den Folgejahren) oder mit Payback Kreditkarten funktioniert habe ich aber nicht getestet und somit keine Erfahrungen. Es kann sein, dass einige Kreditkarten das Deposit bei Revolut als Finanztransaktion oder Barauszahlung einstufen und keine Punkte/Boni dafür gutschreiben. Also erst Bedingungen checken oder mit kleinen Beträgen ausprobieren.

Mit American Express (Amex) Karten funktioniert es übrigens (zumindest derzeit) nicht, da Revolut keine Aufladung mit Amex Karten unterstützt.

 

Bis zu 5% Cashback Gutschrift von Mintos auf langlaufende Anlagen

Für den Dezember hat sich Mintos* eine besondere Aktion ausgedacht. Anleger, die in neue langlaufende Kredite anlegen, bekommen direkt 2 bis 5% Cashback als Bonus gutgeschrieben.

Das ist on top der Zinsen von üblicherweise 11-14% pro Jahr, die die Kredite zahlen.

Und Mintos Neukunden können zusätzlich 1% Prozent Bonus auf alle Invests in den ersten drei Monaten ab Registrierung bekommen, wenn sie sich über diesen Link bei Mintos anmelden*.

Wichtig: Die 2% bis 5% Cashback gibt es nur, wenn man im Anleger Cashback einmal auf den Banner zum Anmelden für die Aktion klickt, bevor man in die neuen Kredite investiert!
Die Aktion endet am 31. Dezember

mintos cashback

Meine Anlage in Isepankur Kredite – aktueller Stand

Ende 2012 hatte ich begonnen via Isepankur* Geld in private Kredite zu investieren. Meinen letzter Statusbericht habe ich vor 4 Monaten veröffentlicht. Bis heute habe ich 10.000 Euro eingezahlt und nach und nach dann auch angelegt. Dabei wird die Anlage in sehr viele Kredite an private Kreditnehmer gestreut – dadurch sinkt das Risiko, falls einzelne dieser Kreditnehmer diese privaten Kredite nicht zurückzahlen können. Die meisten der Kredite in die ich investiert habe, haben Laufzeiten zwischen 36 und 60 Monaten.

Wie in Abbildung 2 zu sehen ist, habe bisher 2.268 Euro Zinsen (inkl. Verzugszinsen) erhalten. Laut der Anzeige von Isepankur entspricht das einer Rendite von 27,3%.  Derzeit sind 2,3% (379 Euro) meines Portfolios mehr als 60 Tage überfällig. Dieser Anteil ist in den letzten Monaten stark gestiegen – u.a. weil einige Kreditnehmer, von denen ich gleich mehrere Kreditanteile habe, ins Inkasso gingen. 4,3% (720 Euro) meines Portfolios sind unter 60 Tage in Verzug (vgl. Abbildung 1). Dieser Anteil ist stabil, bzw. prozentual gesehen sogar etwas gesunken.Erfahrungsgemäß zahlen die meisten der Kredite, die weniger als 60 Tagen in Verzug sind nach einiger Zeit verspätet nach.


Abbildung 1: Status der Kredite in meinem Portfolio

Im Moment ist fast kein uninvestiertes Geld auf dem Account. Der verfügbare Bargeldbestand liegt bei 7 Euro. Vor einige Zeit hat Isepankur in die Account Balance Übersicht eine neue Zeile eingefügt: ‚Purchased Investments‘. In Abbildung 2 sieht man, dass ich davon 1098 Euro habe. Ich habe also nur moderat auf dem Zweitmarkt Kreditanteile gekauft, dagegen viel öfter (5x so viel) Kredite verkauft.


Abbildung 2: aktueller Kontostand

In den letzten Wochen gab es vor allem hin und her wegen der neu aufgetretenen Möglichkeit manuell auf neu eingestellte Kredite zu bieten, bevor die Investmentprofile bieten. Diese Lücke wurde Anfang Januar gefixt, einige User hier aus dem Forum haben sich vorher aber noch mit reichlich A1000 Krediten zu 28% Zinssatz eingedeckt. Im Moment ist es nun wieder deutlich schwieriger bei A1000 Krediten mit attraktiven Zinssätzen zum Zug zu kommen, da die Mehrheit der Anleger diese präferiert. Entsprechend steigt der Anteil der Kredite aus anderen Bonitäten in meinem Portfolio. Weiterlesen

Smava weist hohen Fehlbetrag im Jahresabschluss 2011 aus

Der P2P Kreditmarktplatz Smava* hat gerade den Jahresabschluss für 2011 veröffentlicht. Für das Jahr 2011 beläuft sich der Jahresfehlbetrag auf 2,77 Mio. Euro (2010: 1,75 Mio. Euro). Insgesamt wird ein Verlustvortrag von 7,7 Mio Euro ausgewiesen. Smava hatte allerdings im Jahr 2011 neues Kapital aufgenommen (siehe hier und hier), so dass am Jahresende immer noch eine Geldreserve von 1,98 Mio. Euro vorhanden war. Vermutlich war die hohe ‚burn rate‘ aber mitentscheidend für die im April 2012 erfolgte Neuausrichtung der Smava Strategie.

Banken müssen die Bedürfnisse Ihrer Kunden besser verstehen

Ich habe gerade die Lektüre von Bank 2.0 von Brett King abgeschlossen. Und wenn ich jetzt Angestellter in einer Bank wäre, würde ich mir sicher Gedanken über meine Zukunft machen. Denn es erscheint nicht unwahrscheinlich, dass persönliche Bankberatung in Zukunft genauso überflüssig wird, wie z.B. die Beratung in einem Reisebüro.

Auf über 380 Seiten zeigt der Autor anschaulich, dass Banken viel zu langsam auf die sich veränderten Rahmenbedingungen (vor allem Kundenverhalten, technische Innovationen und Wettbewerb) reagieren.
Banken können oder wollen nicht schnell genug reagieren, gefesselt an jahrelang gewachsene behäbige IT-Systeme und einer Old-School Manager Riege, die die Implikationen der technischen Innovationen unterschätzt.

Dies birgt das Risiko, dass sich neue Marktteilnehmer Zugriff auf das Interface (sei es Internet, Mobile oder andere) zum Kunden sichern. Wenn der Bank dem Kunden nicht die einfache, schnelle und komfortable Lösung bietet dann sucht der Kunde sich den Workaround. Und ist dieser erst gefunden und als überlegen identifiziert dann kommunizieren die Kunden diese Lösung schnell via Twitter, Facebook, Blogs etc.. Die Bank verliert die Kontrolle über die Kommunikation ihrer Produkte.

Und so stehen P2P Zahlungsprovider, P2P Kreditanbieter, Telekommunikationsunternehmen, Informationsaggregatoren und viele andere in den Startlöchern um das zu Tun, was Paypal schon im letzten Jahrzehnt erfolgreich gemacht hat – in die Bresche springen, wenn die Banken auf Trends, Innovationen und veränderte Kundenbedürfnisse nicht reagieren.

Den Banken bleibt nur wenig Zeit sich eine Strategie zurechtzulegen um Ihre Position im Markt neu zu erfinden. Einfach weitermachen wie bisher um die Position zu behaupten wird nicht funktionieren. Das werden auch Bankmanager spätestens nach der Lektüre dieses exzellenten Werkes erkennen und eingestehen müssen.