Plattformen hinzunehmen geht schnell – Plattformen reduzieren dauert

Zu meiner Peakzeit war ich auf gut 20 P2P Marktplätzen investiert. Bei einigen nur mit sehr geringen Summen um sie auszuprobieren und Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Es ist in der Regel aber viel einfacher ein Investment auf einer Plattform anzufangen, als es vollständig (!) zu beenden.

So hatte ich meine letzte Anlage bei Auxmoney* im Frühjahr 2013 getätigt. Auch nach über 8 Jahren bekomme ich jeden Monat ein paar Euro Rückflüsse aus dem Inkasso.

Solange das Invest nicht vollständig beendet ist verbleibt je Plattform immer noch ein gewisser administrativer Aufwand für die Steuererklärung und ggf. für die periodische Erfüllung der KYC Vorgaben der Plattformen.

Ausgefallene Kredite im Inkasso sind der Hauptgrund dafür, dass es sich teilweise zieht wie Kaugummi, aber beileibe nicht der Einzige. In diesem Beitrag betrachte ich die Gründe die den Ausstieg aus einer P2P Plattform verzögern.

Laufzeiten

Ich habe in der Regel mehrjährige Kreditlaufzeiten (gerne auch 5 Jahre) gegenüber Krediten, die in Tagen oder wenigen Wochen bemessen wurden, bevorzugt. Mein Anlagehorizont ist langfristig. 5 Jahre Laufzeit klingt auch schlimmer als es in der Praxis ist. Bei den üblichen Annuitätendarlehen sind nach der Hälfte der Kreditlaufzeit bereits deutlich über die Hälfte des Anlagebetrags durch Tilgungen und Zinsen zurückgeflossen. Dennoch sollte man diesen Aspekt vor Anlage genau bewerten – einige Plattformen bieten Kredite mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren, in Einzelfällen sogar mehr.

Umschuldung / Änderung der Zahlungspläne

Einige Plattformen bieten Kreditnehmern die Möglichkeit die Rückzahlung zu strecken durch Reduzierung der Tilgungsraten, bzw. Aussetzung einzelner Zahlungstermine. Andere haben zumindest bei außergewöhnlichen Umständen die Zahlungspläne massiv verändert/verlängert (z.B. Linked Finance aufgrund der Coronakrise).

Zweitmarkt

Zweitmärkte erhöhen zwar die Liquidität. Gerade für die letzten verbleibenden Problemkredite im Portfolio helfen sie aber nicht immer. Bei einigen Marktplätzen sind ausgefallene Kredite nicht auf dem Zweitmarkt handelbar. Und wenn doch dann finden sie nur zu hohen Abschlägen einen Käufer. Verkauf mit hohem Abschlag kann aber Sinn machen wenn nur noch eine Handvoll Kredite mit eher symbolischen Restbetrag von wenigen Euro im Portfolio verbleiben ist.

Ausfall der Plattform oder eines Kreditgebers

Wer 2020 bei Mintos* investiert war, kann ein Lied davon singen. Gleich mehrere Kreditgeber konnten ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Selbst wenn noch etwas zu holen ist, wird es Jahre dauern. Wie lange sich das zieht ist an dem Mintos Kreditanbahner Eurocent zu sehen, der 2017 ausgefallen ist.

Inkasso

Ausgefallene Kredite, die noch nicht abgeschrieben sind, sondern im Inkassoprozess sind, führen zum Teil zu jahrelangen Verzögerungen. Ich habe uralte ausstehende Funding Circle Kredite (damals Zencap), ausgefallene Kredite bei Ablrate bei denen sich wenig bis nichts bewegt,  eine Investly* Forderung aus Rechnungsfinanzierung (ursprüngliche Anlagedauer 63 Tage), die seit Jahren vor einem polnischen Gericht zur Entscheidung liegt um nur einige Beispielfälle zu nennen.

Da ist es für den Anleger schon praktischer, wenn die Plattform wie z.B. Fellow Finance* ausgefallene Kredite nach einer bestimmten Frist an ein externes Inkassounternehmen verkauft und der Anleger dann raus ist.

Wer sich diesen ganzen Verzögerungen nicht aussetzen mag, kann auf spezielle P2P Kredit Angebote wie z.B. Bondora Go&Grow* zurückgreifen, wo ein Ausstieg im Regelfall sofort möglich ist. Selbst mitten in der Phase größter Unsicherheit der Coronakrise war dort ein kompletter Ausstieg in wenigen Wochen möglich.

Dazu passend: Der Artikel „Wie schnell lässt sich ein Portfolio von P2P Krediten auflösen“, den ich 2016 geschrieben hatte.

 

Marktanteile der P2P Kredite Plattformen nach Neuvolumen im November 2021

Ich erhebe einmal monatlich die Neukreditvolumen von P2P Kredit Marktplätzen, da mir das einen guten Überblick erlaubt, wohin der Markt sich bewegt. Natürlich führt die Betrachtung einzelner Monate zu starken Schwankungen, aber ich mache das nun schon seit mehreren Jahren und finde es über die Zeit sehr aufschlussreich.

Wer weitergehende Parameter als nur das Volumen vergleichen will, findet hier einen interaktiven Vergleich der P2P Kredit Anbieter.

p2p kredite statistiken november 2021
Tabelle: Statistiken Neukreditvolumen P2P Kredite im November 2021. Quelle: eigene Recherchen
Kreditvolumina wurden aus der lokalen Währung in Euro konvertiert um einen Vergleich zu erleichtern. Einzelne Zahlen sind Schätzungen.

Links zu den in der Tabelle aufgeführten Plattformen: Ablrate*, Archover*, Assetz Capital*, Bondora*, Brickfy*. Bulkestate*, Credit.fr*, Crowdproperty*, Debitum Network*, Dofinance*, Esketit*, Estateguru*, Fellow Finance*, Finansowo*, Finbee*, Folk2Folk*, Geldvoorelkaar*, Growly*, Investly*, Iuvo Group*, Kuflink*, Kviku.Finance*, Landlordinvest*, Lendermarket*, Linked Finance*, Mintos* , October*, Peerberry*, Proplend*, Reinvest24*, Robocash*, Soisy*, Swaper*, Twino*, Viainvest*

Aktuelle News aus den letzten Wochen:

  1. Bondora* hat den Meilenstein von 500 Mio. Euro vergebenes Kreditvolumen seit dem Launch der Plattform geknackt. Das Neukreditvolumen hat in den letzten Monaten deutlich angezogen. Der Start im niederländischen Markt ist in Vorbereitung.
  2. Bei Auxmoney* gilt inzwischen eine Mindestanlagesumme von 2500 Euro.
  3. Bei Bondster* läuft noch bis Ende des Monats ein Gewinnspiel, dass zudem bis zu 3% Bonus auf bestimmte Invests ermöglicht.
  4. Der Launch der geplanten Mintos* Notes verzögert sich weiter. Möglicherweise muss Mintos bei dem neuen Angebot Quellensteuer von auslänidschen Anlegern einbehalten.
  5. Estateguru* vollzieht die Umstellung auf Lemonway als Zahlungsdienstleister. Den Anlegern wurde heute per Email ihre neue eigene IBAN mitgeteilt, die für Einzahlungen zu verwenden ist. Zudem müssen einige Anleger bis zum 15.12. den Verifizierungsprozess erneuern.
  6. Der britische Crowdinvesting Marktplatz Seedrs* hat gestern bekanntgegeben, dass er von dem amerikanischen Anbieter Republic übernommen wird. Diskussion dazu hier.
  7. Noch 3 Tage läuft der Equity Pitch von Landex*, dem Marktplatz für Acker- und Waldflächeninvestments.

 

5 Jahre, 20 Plattformen, 250 Projekte – Fazit meines P2P Immobilien Investments

Gastartikel von David

Mein erstes Investment auf einer P2P Plattform ist nun bereits 5 Jahre her: Über Exporo* (100 Euro Willkommensbonus für Dich!) habe ich ein Immobilienprojekt in Frankfurt am Main mitfinanziert und die Rückzahlung einschließlich der Zinsen am Ende der Laufzeit auf den Tag genau erhalten. Ein perfekter Start also ins P2P Crowdinvesting. Mittlerweile habe ich auf 20 verschiedenen P2P Plattformen in rund 250 Immobilienprojekte investiert. Die folgende Grafik gibt einen Überblick, wann ich auf welchen Plattformen aktiv war bzw. noch immer bin:

Grafik zum Fazit nach 5 Jahren im P2P Immobilien Crowdinvesting

Abb. 1: P2P Immobilien Investment nach Plattformen

Diversifikation nach Ländern

Nach Ländern, bezogen auf den Sitz der Plattform, sieht die Streuung der Investments der letzten 5 Jahre folgendermaßen aus (in der chronologischen Reihenfolge der ersten Investition):

Wem es Spaß macht, der kann die aktuelle Grafik und die Auflistung der Plattformen mit der von vor 2 Jahren vergleichen. Aber auch hier könnt ihr direkt sehen, was sich die letzten 2 Jahre getan hat: Es kamen 4 Plattformen dazu (Homunity, Wiseed, Realt, Evoestate) und von 6 Plattformen habe ich mich verabschiedet (Exporo, Crowdestate, Housers, Bergfürst, Weeximmo, Wiseed).

Warum habe ich meine Aktivität auf einigen Plattformen gestoppt?

Exporo, Bergfürst: Die Zinsen waren mir mit 5-6% bei Exporo und 6-7% bei Bergfürst zu niedrig im Vergleich zum Risiko des Totalausfalls. Und tatsächlich ist bei Exporo mindestens ein Projektentwickler mit mehreren Projekten insolvent gegangen und es gab dabei in einem Fall eine Rückzahlung des Kapitals von 2,6% und keine Zinsen. Solche quasi „Totalausfälle“ kalkuliere ich bei jeder Plattform mit ein, nur ist für mich eine Risikoprämie (Verzinsung) von unter 7% dabei nicht angemessen.
Crowdestate, Housers, Wiseed: Nachdem viele Projekte ausgefallen waren, hatte ich kein großes Vertrauen mehr in die Due-Diligence-Prüfung der angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten. Bei Crowdestate und Housers sind bei einigen meiner bereits beendeten Investitionen immer noch Verhandlungen und Insolvenzabwicklungen im Gange. Glücklicherweise bin ich dort nur mit kleinen Beträgen im Rennen, dafür sind diese teilweise schon mehr als 2 Jahre überfällig.
Weeximmo: Es wurden nur selten neue Projekte angeboten und die Kommunikation mit den Investoren (sowohl im Kundenbereich der Webseite als auch direkt mit dem Kundenservice per Email) habe ich als unprofessionell und lückenhaft empfunden. Crowdinvesting scheint nur eine Nebenbeschäftigung für den Betreiber zu sein.

Aktuelle Investments

Aktuell bin ich auf folgenden 7 Plattformen aktiv (die zu erwartende Rendite meiner Investitionen ist in Klammern angegeben):

Wie sieht es mit der erwarteten und tatsächlichen Rendite aus?

Vielleicht die spannendste Frage: Im Durchschnitt haben die ca. 250 Projektbeteiligungen über alle 20 Plattformen hinweg unabhängig vom aktuellen Status eine zu erwartende Rendite von 9,2%. Bei diesen Werten sind Verluste durch Ausfälle nicht eingerechnet. Die bereits beendeten Projekte haben eine tatsächliche jährliche Rendite von 8,2% erwirtschaftet, wobei Verluste berücksichtigt wurden. Die 1,0% Renditeverlust entspricht (glücklicherweise) meinem kalkulierten Verlust durch Ausfälle von 1%. Wer sich wundert, wie ich auf diese 1% komme, kann sich diesen Beitrag dazu anschauen. Für die momentan noch laufenden Investitionen erwarte ich übrigens eine jährliche Rendite von 9,6%.

Welche Pläne für die Zukunft?

Immobilieninvestments auf P2P Plattformen werden weiterhin ein Bestandteil meines Portfolios sein. Um den zeitlichen Aufwand gering zu halten, möchte ich langfristig nur auf maximal 5 Plattformen aktiv sein. Und ich möchte eine zu erwartende Rendite von 10% erreichen, so dass die tatsächliche Rendite nach Verlusten hoffentlich 9% beträgt.

Dagobertinvest: Ich werde meine Beteiligungen hier genau beobachten. Es stört mich, dass dort bei vielen Beteiligungen die Laufzeit immer wieder verlängert wird, weil der Projektentwickler nicht in der Lage ist, die Rückzahlung vorzunehmen. Vertraglich ist meistens eine 6-monatige Verlängerung legitim, doch sehr oft wird selbst danach noch mehrfach verlängert. Ein Projekt zum Beispiel lief ursprünglich über 12 Monate und wurde dann vertragskonform um 6 Monate verlängert, dann aber vier weitere Male um 3, 3, 3, und 4 Monate und ich warte immer noch auf die Rückzahlung. Bei einigen anderen Projekten sieht es ähnlich aus. Das es in der Corona-Zeit zu Projektverzögerungen kommt ist verständlich, nur wenn sich das bei vielen Projekten bis sonst wohin hinauszieht, ist das für mich unbefriedigend. Zumal Dagobertinvest meine einzige Plattform ist, bei der ich eine erwartete Rendite von deutlich unter 10% habe. Mich halten dort ehrlicherweise die Projekte in Österreich, Schweiz und Deutschland – soviel zum Thema „Home Bias“ (Heimatmarktneigung). Mal sehen, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.

Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Dies ist eine berechtigte Frage, insbesondere weil der Großteil der Plattformen kein Autoinvest anbietet, sondern manuelle Investitionen in einzelne Projekte erfordert. Für mich sind neben (a) der Entscheidung für die Asset-Klasse Immobilien insbesondere (b) der Anlagehorizont von 1-3 Jahren, (c) die zu erwartende Rendite von 10% und (d) die Diversifikation über mehrere Länder und viele Emittenten (Projektentwickler) hinweg die ausschlaggebenden Faktoren. In einige andere Anlageformen kann mit wesentlich weniger Aufwand investiert werden und sie bieten auch interessante Möglichkeiten, wie zum Beispiel Aktien-ETFs oder auch offene Immobilienfonds. Aktien-ETFs haben jedoch einen Anlagehorizont von 10-15 Jahren und bei offenen Immobilienfonds muss man sich mit weitaus weniger Rendite begnügen. Im Zusammenspiel der vier genannten Faktoren ist P2P Immobilien Crowdinvesting für mich daher aktuell eine gute Wahl.

Zum Autor: David ist passionierter Investor in P2P Crowdplattformen und ETFs. Über seine Internetpräsenz erpscout.de unterstützt er kleine und mittelständische Unternehmen bei der ERP Lastenheft Erstellung und ERP Software Auswahl.

Für P2P Investoren und Interessierte: Wie gehst du bei der Auswahl deiner Plattformen vor? Was machst du ähnlich oder anders? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Kostenloses Schweizer Konto für Deutsche / Ideal für Schweizer Anleger auf Euro P2P Kreditmarktplätzen

Nein, hier geht es nicht um ominöse Nummernkonten! Sondern um das appbasierte Schweizer Konto von Yuh, dass auch Deutsche in wenigen Minuten komplett über das Handy eröffnen können. Kein Postident, kein Videoident nötig. Und die wesentlichen Funktionen sind kostenlos. D.h. vor allem Überweisungen im Euroraum (SEPA) sind kostenlos möglich.

Als Bonus gibt es sogenannte Swissquions, die in Kontoguthaben eintauschbar sind. Initial gibt es 500 Swissqoins, wenn mindestens 500 EUR oder (CHF) eingezahlt werden.

Weitere 500 Swissquins gibt es wenn bei der Anmeldung mein Yuh Freundschaftswerbecode iw2gb0 eingegeben wird (am Ende ist eine Null nicht der Buchstabe ‚O‘).

Jetzt einfach bei Yuh* die Android oder iOS App runterladen und das Konto einrichten.

Ich hab das gestern gemacht, es sind zwar einige Fragen zu beantworten für die Kontoeröffnung aber ich war in weniger als 5 Minuten durch. Am Ende musste ich dann noch einen Betrag von meinem Girokonto auf das neue Konto überweisen um es freizuschalten. Nun ist es aktiviert.

Warum ist das Yuh Konto attraktiv für Schweizer, die in EURO in P2P Kredite investieren wollen, z.B. auf Bondora* oder Mintos*

Zum einen bietet Yuh Währungskonten in verschiedenen Währungen an, darunter auch Euro. Zum anderen sind SEPA Überweisungen in EUR in den SEPA Ländern kostenlos. Dadurch können Schweizer Anleger Yuh als Referenzkonto für die Plattformen nutzen und das Geld kostenlos einzahlen und zurück transferieren. Somit ist vor allem ein Umschichten von einer Plattform zu einer anderen Plattform kostenlos und leicht möglich.

Ähnliches konnte in der Vergangenheit z.B. auch bei Revolut erreicht werden, aber dort gibt es inzwischen Gebühren für Überweisungen und Limits.

Nicht empfehlen würde ich allerdings Yuh für den Währungstausch SFR/EUR und EUR/SFR zu nutzen. Da gibt es deutlich günstigere Möglichkeiten. Also zum Wechseln einmalig einen anderen Anbieter nutzen und dann das Yuh Konto als „Steuerzentrale“ für das EUR Kapital nutzen.

Hier ein Auszug aus der Preisliste für Zahlungen – die vollständige Preisliste gibt es auf der Internetseite von Yuh.

yuh preisliste nov 2021
Stand: 18.11.2021

Meinungen dazu? Gerne im Forum über Yuh Erfahrungen austauschen.

 

Marktanteile der P2P Kredite Plattformen nach Neuvolumen im Oktober 2021

Ich erhebe einmal monatlich die Neukreditvolumen von P2P Kredit Marktplätzen, da mir das einen guten Überblick erlaubt, wohin der Markt sich bewegt. Natürlich führt die Betrachtung einzelner Monate zu starken Schwankungen, aber ich mache das nun schon seit mehreren Jahren und finde es über die Zeit sehr aufschlussreich.

Wer weitergehende Parameter als nur das Volumen vergleichen will, findet hier einen interaktiven Vergleich der P2P Kredit Anbieter.

p2p kredite volumen statistik oktober 2021
Tabelle: Statistiken Neukreditvolumen P2P Kredite im Oktober 2021. Quelle: eigene Recherchen
Kreditvolumina wurden aus der lokalen Währung in Euro konvertiert um einen Vergleich zu erleichtern. Einzelne Zahlen sind Schätzungen.

Links zu den in der Tabelle aufgeführten Plattformen: Ablrate*, Archover*, Assetz Capital*, Bondora*, Brickfy*. Bulkestate*, Credit.fr*, Crowdproperty*, Debitum Network*, Dofinance*, Esketit*, Estateguru*, Fellow Finance*, Finansowo*, Finbee*, Folk2Folk*, Geldvoorelkaar*, Growly*, Investly*, Iuvo Group*, Kuflink*, Kviku.Finance*, Landlordinvest*, Lendermarket*, Linked Finance*, Mintos* , October*, Peerberry*, Proplend*, Reinvest24*, Robocash*, Soisy*, Swaper*, Twino*, Viainvest*

 

Marktanteile der P2P Kredite Plattformen nach Neuvolumen im September 2021

Ich erhebe einmal monatlich die Neukreditvolumen von P2P Kredit Marktplätzen, da mir das einen guten Überblick erlaubt, wohin der Markt sich bewegt. Natürlich führt die Betrachtung einzelner Monate zu starken Schwankungen, aber ich mache das nun schon seit mehreren Jahren und finde es über die Zeit sehr aufschlussreich.

Wer weitergehende Parameter als nur das Volumen vergleichen will, findet hier einen interaktiven Vergleich der P2P Kredit Anbieter.

p2p kredite volumen september 2021
Tabelle: Statistiken Neukreditvolumen P2P Kredite im September 2021. Quelle: eigene Recherchen
Kreditvolumina wurden aus der lokalen Währung in Euro konvertiert um einen Vergleich zu erleichtern. Einzelne Zahlen sind Schätzungen.

Links zu den in der Tabelle aufgeführten Plattformen: Ablrate*, Archover*, Assetz Capital*, Bondora*, Brickfy*. Bulkestate*, Credit.fr*, Crowdproperty*, Debitum Network*, Dofinance*, Esketit*, Estateguru*, Fellow Finance*, Finansowo*, Finbee*, Folk2Folk*, Geldvoorelkaar*, Growly*, Investly*, Iuvo Group*, Kuflink*, Kviku.Finance*, Landlordinvest*, Lendermarket*, Linked Finance*, Mintos* , October*, Peerberry*, Proplend*, Reinvest24*, Robocash*, Soisy*, Swaper*, Twino*, Viainvest*

Aktuelle News aus den letzten Wochen:

  1. Debitum Network*, Twino* und Viainvest* haben die beantragten Broker Lizenz von der lettischen Aufischt bekommen
  2. Bondora* hat die Kreditvergabe in Spanien wieder aufgenommen, nachdem diese seit Beginn der Pandemie pausiert worden war. Die Einstellung hatte Bondora mit Risikominimierung aus Sorge um die Entwicklung der spanischen Wirtschaft in der Pandemie begründet. Jetzt teilte Bondora mit, dass sie seit dem 15. September wieder Kredite in Spanien vergeben und das Volumen dort langsam und vorsichtig wieder hochfahren werden.
  3. Auxmoney* ermöglicht privaten Anlegern ab November kein manuelles Invest mehr sondern nur noch mittels Autoinvest. Ausserdem hat Auxmoney bekanntgegeben für 250 Mio. Euro Kredite verbrieft zu haben.
  4. Bei Landex* wurde der Kauf der ersten Ackerfläche finanziert.
  5. Im September ist das Zinsniveau auf vielen Plattformen im Vergleich zum Vormonat leicht gefallen.

 

Landex – Investieren in Land

In den letzten 10 Jahren haben viele Deutsche Immobilien als Anlageklasse für sich entdeckt. Die Preise haben merklich angezogen.

Relativ unbeachtet blieb, dass auch die Preise von (Nutz-)Land, also Ackerflächen und Wäldern stark gestiegen sind. Woran liegt das? Zum einen war bisher ein Invest in diese Anlageklasse eher großen Investoren vorbehalten, zum anderen ist das Angebot knapp und der Markt für Ensteiger wenig transparent.

Land ist eine endliche Ressource. Sie bildet somit einen Anker in der aktuellen Situation, in der die Geldmenge stark ausgeweitet wird.

Das Startup Landex* (bitte gerne de Referral-Code 3SHWP nutzen. Danke!) ermöglicht Anlegern schon ab 10 Euro in (Nutz-)Land in Europa zu investieren. Und zwar in konkret definierte Acker- und Forstflächen mit Angabe der Katasternummer. Die Flächen werden i.d.R. weiter genutzt, denn sie sind verpachtet.

Landex land

Wie es funktioniert ist im Detail auf der Website erklärt (siehe auch das Whitepaper dort). Der Invest läuft über die Landex App (iOS oder Android). Nach der Registrierung konnte ich mir die Details der angebotenen Flächen anschauen. Insgesamt hatte ich 100 Euro eingezahlt um erste Landex Erfahrungen zu sammeln. Ich hab dann 40 Euro in eine Ackerfläche und 20 Euro in eine Waldfläche investiert.

Natürlich ist es mit den Beträgen nicht möglich einen ganzen Acker zu finanzieren, obwohl die Quadratmeterpreise sehr niedrig sind (0,51 Euro/qm bei dem ersten Beispiel). Vielmehr geht es um Crowdinvesting, d.h. viele Anleger finanzieren zusammen den Kauf des Ackers und jedem gehört dann ein Bruchteil (fractional ownership).

Warum überhaupt in Land investieren?

Zum einen ist es eine sehr sichere Anlageklasse. Vergleichbar zu dem Invest in Immobilien gibt es eine solide Sicherheit.

Weiterhin ist Land begrenzt (nicht inflatonierbar). Also dasselbe Argument, dass gerade Bitcoins für viele attraktiv macht, nur dass Land schon ein seit Jahrhunderten genutztes Wirtschaftsgut ist.

Und schlussendlich hat Land in den letzten Jahren erhebliche Wertsteigerungen erfahren von den Anleger bei Landex profitieren können. Dazu kommen noch potentiell laufende Einnahmen aus Pacht.

Zudem wird es möglich sein, in ‚carbon land‘ genannte Flächen zu investieren, die speziell bewirtschaftet werden um einen CO2 Ausgleich zu schaffen. Bei diesen werden Einnahmen aus CO2 Zertifikate Handel dazukommen.

Landex* berechnet für den Invest keine Gebühren. Geplant sind auch Autoinvest und ein Zweitmarkt (dort wird es eine geringe Transaktionsgebühr geben). Übrigens gibt es ein Freunde-werben-Freunde Programm. Für jeden geworbenen Freund erhält man 10 EUR Bonus, den man in Land investieren kann.

Diskussion zum innvoativen Investment in Land via Landex in diesem Forums-Thread.

 

Marktanteile der P2P Kredite Plattformen nach Neuvolumen im August 2021

Ich erhebe einmal monatlich die Neukreditvolumen von P2P Kredit Marktplätzen, da mir das einen guten Überblick erlaubt, wohin der Markt sich bewegt. Natürlich führt die Betrachtung einzelner Monate zu starken Schwankungen, aber ich mache das nun schon seit mehreren Jahren und finde es über die Zeit sehr aufschlussreich.

Wer weitergehende Parameter als nur das Volumen vergleichen will, findet hier einen interaktiven Vergleich der P2P Kredit Anbieter.


Tabelle: Statistiken Neukreditvolumen P2P Kredite im August 2021. Quelle: eigene Recherchen
Kreditvolumina wurden aus der lokalen Währung in Euro konvertiert um einen Vergleich zu erleichtern. Einzelne Zahlen sind Schätzungen.

Links zu den in der Tabelle aufgeführten Plattformen: Ablrate*, Archover*, Assetz Capital*, Bondora*, Brickfy*. Bulkestate*, Credit.fr*, Crowdproperty*, Debitum Network*, Dofinance*, Esketit*, Estateguru*, Fellow Finance*, Finansowo*, Finbee*, Folk2Folk*, Geldvoorelkaar*, Growly*, Investly*, Iuvo Group*, Kuflink*, Kviku.Finance*, Landlordinvest*, Lendermarket*, Linked Finance*, Mintos* , October*, Peerberry*, Proplend*, Reinvest24*, Robocash*, Soisy*, Swaper*, Twino*, Viainvest*

Aktuelle News aus den letzten Wochen:

  1. Mintos* hat die beantragte Broker Lizenz von der lettischen Aufischt bekommen
  2. In der zukünftigen Struktur werden Anleger bei Mintos in Notes investieren. Jede Note hat eine ISIN und enthält 6-20 gleichartige (gleiche Laufzeit, gleiches Kreditunternehmen, gleiches Land …) Kredite
  3. Auch sonst gibt es Änderungen im Detail. Die Notes werden durch eigens geschaffene SPVs ausgegeben. Ob sich damit effektiv erhöhte Kontrollmöglichkeiten für Mintos (gg den Kreditunternehmen) und damit die Anleger ergeben, bleibt abzuwarten.
    Die oft zitierte Sicherung von Einlagen bis 20.000 Euro greift nur im Fall einer Insolvenz von Mintos und bringt allenfalls etwas für NICHT in Kredite investiertes Kapital.
  4. Viventor dagegen hat den Lizenzantrag zurückgezogen. Dort wird es keine Neuinvestitionen mehr geben.
  5. Bei Viainvest* gibt es zukünftig 11% Zinsen statt bisher 12% Zinsen für neue Kredite.
  6. Die Plattform für Prozessfinanzierungen Axiafunder* hat gestern einen Zweitmarkt gelauncht.