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jsr
Anmeldedatum: 06.01.2020 Beiträge: 185 Wohnort: Zypern
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Verfasst am: 12.09.2025, 06:47 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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| Zitat: |
Ich frage mich bei solchen Sachverhalten, warum die Mieteinnahmen nicht abgeschöpft werden konnten? |
Den Plauener Immo-Markt kenne ich gut. Das ist mit der Schwierigste in ganz Deutschland! In Plauen, bzw. im ganzen Vogtland sind die Immobilien deutschlandweit am billigsten, die Mieten am geringsten, und es ist am schwierigsten, (gute) Mieter zu finden (https://www.focus.de/business/magazin/immobilienmarkt-2025-mieten-oder-kaufen-was-kostet-meine-stadt oder hier https://www.focus.de/immobilien/wohnen/analyse-aller-400-staedte-und-landkreise-12-41-euro-reichen-nicht-ueberall-wo-sie-sich-mit-mindestlohn-eine-wohnung-mieten-koennen_id_259788579.html). Die Leerstandsquote ist extrem hoch, auch schöne, renovierte Wohnungen.
Die meisten Häuser sind immer noch diese 4stöckigen Altbauten aus der Gründerzeit mit 8 Wohnungen und Klo auf halber Treppe, aber meist ohne Balkon und einfach Standardgrundriß. Oft denkmalgeschützt. Und genau diese Häuser sind in Plauen praktisch ausschließlich in zwei Zuständen anzutreffen: entweder abbruchreif oder nett renoviert. Im ersteren Fall wertlos, vor allem wenn denkmalgeschützt. Im letzteren zu teuer für die wenig solventen Mieter. Oder einfach uninteressant, da meist wie gesagt kein Balkon da ist, die häßliche Straße direkt vorm Haus vorbei führt, und zu wenige Parkplätze sind.
Plauen ist insgesamt eigentlich kein schlechtes Städtchen, ca 60k Einwohner, aber irgendwie ist einfach der Wurm drin.
Ein sehr guter Indikator für den Mietwert einer Immobilie ist das Verhältnis von Vermietangeboten und Mietgesuchen auf ebay Kleinanzeigen. Schaut euch das mal für Plauen an. Schockierend! Aber es erklärt, warum die Immobilien dort nichts wert sind und warum es keine Mieteinnahmen gab. |
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munzer
Anmeldedatum: 11.01.2019 Beiträge: 145
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Verfasst am: 12.09.2025, 09:27 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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| In diesem Zusammenhang etwas Off-topic: im Buch "Oststolz" von Alexander Prinz wird die Lebenssituation der Menschen in Ostdeutschland in den 90er und 00er beschrieben. Er geht sowohl von der individuellen, persönlichen Sicht aber auch der statistischen Gesamtsicht ein, wie schwierig und vertrackt das Leben der Mehrheit in Armut und Perspektivenlosigkeit war. Die Folgen sind bis heute sichtbar, u.a. auch im Immobilienmarkt, wie wir es bei EG* merken. |
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TTom
Anmeldedatum: 09.10.2011 Beiträge: 1533
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Verfasst am: 12.09.2025, 09:42 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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Denkmalschutz ist eine Seuche. Es werden dringend notwendige Verbesserungen und Modernisierungen in der Architektur verhindert, sowie Sanierungen von asbestverseuchten Gebäuden verzögert. _________________ Aktive P2P-Investments:
Bondora, Mintos
Auslaufend/Historisch: Estateguru*, Reinvest24*, Bondster*, Investly*, Funding Circle*, Auxmoney*, Lendermarket |
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p4p
Anmeldedatum: 14.04.2022 Beiträge: 58
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Verfasst am: 21.10.2025, 22:02 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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847.000 € Darlehen
565.000 € Verkaufspreis
453.232 € Erlös
Weiß jemand, mit welchem Betrag EG* die Immobilie ursprünglich bewertet hat?
Einige gewichtige Gründe, die einem höheren Verkaufspreis entgegenstanden, haben ja nun von Anfang an bestanden. Das betrifft den Zustand der Immobilie, die wenig attraktive Lage und das wesentliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage vor Ort.
Ein paar preisdrückende Faktoren mögen sich erst in der jünsten Vergangenheit entwickelt haben. Das betrifft steigende Rohstoffpreise, höheren Basiszins oder boomenden Aktienmarkt. Aber diese Faktoren haben sich alle lediglich in der Weise entwickelt, wie sieschon vor einigen Jahren vorhersehbar oder zumindest dringend zu befürchten gewesen ist.
Damit gibt es nun auch einen realen Beweis für das, was eigentlich sowieso schon klar war: Das mit der "Sicherheit" bei EG* ist eine Luftnummer, insbesondere die bei EG* angegebenen Höhen der Sicherheit und das daraus resultierende LTV kann man vollkommen vergessen. Konkret das (angegebene) LTV scheidet als geeignetes Auswahlkriterium daher auch völlig aus. |
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naprima
Anmeldedatum: 06.10.2014 Beiträge: 816
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Verfasst am: 22.10.2025, 10:38 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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| habe ich vor einigen Jahren berets hingewiesen. EG* berechnet alle Kosten in die Wertberechnung mit ein. Z,B. Abbruchkosten und Planungskosten die bei einem größeren Projektin in die 100k gehen. Diese Kosten sind für einen Erwerber häufig uninteressant und keinenfalls werterhöhend. Also keinesfalls mit einer Bewertung durch eine deutschen Bank zu vergleichen. |
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nukin

Anmeldedatum: 24.07.2019 Beiträge: 1432
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Verfasst am: 22.10.2025, 17:23 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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| Ich dachte das LTV wird immer von einem Gutachter berechnet und nicht von EG |
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naprima
Anmeldedatum: 06.10.2014 Beiträge: 816
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Verfasst am: 26.10.2025, 11:34 Titel: Re: Markteintritt Deutschland (Estateguru) |
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Ob es ein von EG* beauftrgter Gutachter ist oder nicht, wichtig ist nur welche Ansätze er nehmen darf. Ein Gutachten zum Verkauf weicht erheblich von einer Bankbewertung bzw. unter Risikogesichtspunkten ab.
Nach 25 Jahrem in der Kreditbranche habe ich einige Gutachten gesehen. Auch aus Deutschlnd Stichwort " neue Bundesländer" |
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