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Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten  
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njal



Anmeldedatum: 26.07.2018
Beiträge: 297

BeitragVerfasst am: 31.07.2021, 09:57    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

thx222 hat Folgendes geschrieben:
So gerade mein Steuerbescheid bekommen,leider haben sie mein p2p Einkommen nicht anerkannt ,es nach alternativen Besteuerung zu versteuern😕


Das dürfte klar sein, dass die meisten Sachbearbeiterinnen das erstmal ablehnen. Ohne Einspruch und Bereitschaft vors FG zu gehen, wird das nix. Wink
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bowden



Anmeldedatum: 04.09.2016
Beiträge: 834

BeitragVerfasst am: 06.01.2022, 20:35    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

Gibts inzwischen ein Update?

Für mich stellen sich folgende Fragen:
1. Finanzgericht bedeutet das man einen Anwalt braucht und Gerichtskosten zahlen muss, oder?
2. Zweitmarktgewinne und Verluste innerhalb einer Plattform darf ich schon verrechnen, oder? Sonst müsste man ja nur die gewinnbringenden Transaktionen heraussuchen, das macht ja keine Plattform?
3. Wenn ich plus gemacht habe, dann addiere ich das einfach mit den Zinsen. Wenn ich minus gemacht habe, dann kann ich dies komplett verrechnen oder nur bis zu 20.000€ und der Rest verfällt? Oder kann man es gar nicht verrechnen?
4. Wenn eine Plattform oder ein Kredit komplett ausgefallen ist, dann kann man dies laut einem BGH Urteil ebenfalls ansetzen, aber der Gesetzgeber möchte auch hier nur 20.000€ pro Jahr akzeptieren? Oder wie ist nun hier die Lage?

Ich frage auch deshalb, weil mir das Finanzamt geschrieben hat:

"Wurde ein Secondary Markt Discount, also ein Verlust, gemacht, so darf dieser nicht in die Zinseinnahmenberchnung mit aufgenommen werden, da Sie Verluste aus P2P Krediten nicht gegenüber dem Finanzamt geltend machen können. Anders als bei Investments in Aktien können Zinsen, die nicht bezahlt werden, nicht als Werbungskosten, Verlust oder entgangene Einnahmen steuerlich abgesetzt werden."
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Oktaeder
P2P Legende


Anmeldedatum: 13.07.2010
Beiträge: 9201
Wohnort: Bei Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 06.01.2022, 22:37    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

Sieht so aus, als gäbe es Verständnisschwierigkeiten.
Natürlich kann man ausgefallene Zinsen nicht geltend machen, das scheint mir aber nicht der Punkt zu sein. Hast du mal mit deiner Sachbearbeiterin telefoniert?

Ansonsten helfen dir unsere Erfahrungen wenig. Und 20k Verlust hatte ich zum Glück auch noch nie. Da würde ich mir dann doch einen Steuerberater gönnen. Der es auch vermutlich nicht blickt aber den nimmt das FA ernster Wink
_________________
Mein Blog rund um p2p Kredite
Bondora/XIRR ca. 13%/ Investiere per API.
Stand 12/2021

Weitere Anlagen bei Swaper*, Estateguru*, Ablrate*, Crowdestate*, lendermarket
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bowden



Anmeldedatum: 04.09.2016
Beiträge: 834

BeitragVerfasst am: 07.01.2022, 00:50    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

Ja, das mit den ausgefallenen Zinsen hat mich auch stutzig gemacht. Ich glaube ich werde mich am Montag gleich bei Ihr melden. Die anderen Fragen würden mich aber trotzdem interessieren, falls da jemand eine Antwort drauf hat.
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MathiasM



Anmeldedatum: 28.07.2019
Beiträge: 233

BeitragVerfasst am: 07.01.2022, 13:44    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

bowden hat Folgendes geschrieben:
Gibts inzwischen ein Update?

Für mich stellen sich folgende Fragen:
1. Finanzgericht bedeutet das man einen Anwalt braucht und Gerichtskosten zahlen muss, oder?
2. Zweitmarktgewinne und Verluste innerhalb einer Plattform darf ich schon verrechnen, oder? Sonst müsste man ja nur die gewinnbringenden Transaktionen heraussuchen, das macht ja keine Plattform?
3. Wenn ich plus gemacht habe, dann addiere ich das einfach mit den Zinsen. Wenn ich minus gemacht habe, dann kann ich dies komplett verrechnen oder nur bis zu 20.000€ und der Rest verfällt? Oder kann man es gar nicht verrechnen?
4. Wenn eine Plattform oder ein Kredit komplett ausgefallen ist, dann kann man dies laut einem BGH Urteil ebenfalls ansetzen, aber der Gesetzgeber möchte auch hier nur 20.000€ pro Jahr akzeptieren? Oder wie ist nun hier die Lage?

Ich frage auch deshalb, weil mir das Finanzamt geschrieben hat:

"Wurde ein Secondary Markt Discount, also ein Verlust, gemacht, so darf dieser nicht in die Zinseinnahmenberchnung mit aufgenommen werden, da Sie Verluste aus P2P Krediten nicht gegenüber dem Finanzamt geltend machen können. Anders als bei Investments in Aktien können Zinsen, die nicht bezahlt werden, nicht als Werbungskosten, Verlust oder entgangene Einnahmen steuerlich abgesetzt werden."


So grundsätzliche steuerliche Fragen zu beantworten ist immer etwas schwierig.
Soweit ich es beurteilen kann und ohne auf irgendwelche spezifischen Einzelheiten einzugehen, kann man folgendes sagen:

1. Für steuerliche Streitigkeiten gibt es vorher das Rechtsbehelfsverfahren. Wenn es da auch keine Einigung gibt kannst du vor dem Finanzgericht klagen.
Zum Gerichtsverfahren siehe https://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/finanzgericht
2. Technisch gesehen werden Gewinne und Verluste getrennt ermittelt und in die Steuererklärung* eingetragen. Bondora* z.B. weist das so getrennt aus.
3+4. Die Beschränkung auf 20.000 Euro gilt für Verluste aus Forderungsausfällen (ggf. inkl. der Veräußerung wertloser Forderungen). Für Zweitmarktverluste (P2P-Veräußerungsverluste) gibt es soweit ich weiß keine Beschränkung.
Die abziehbaren P2P-Verluste sind mit sämtlichen Kapitalerträgen (wie Zinsen, usw.) verrechenbar. Wenn nicht genügend Kapitalerträge vorhanden sind, werden die Verluste auf zukünftige Jahre vorgetragen.
_________________
Investments:
Mintos, Bondora*, Neofinance*, Finbee*, ViaInvest, Bondster*, Debitum
EstateGuru, Evoestate*, Inrento*, Bonafide
Seedrs, Axiafunder*, LandEx
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bowden



Anmeldedatum: 04.09.2016
Beiträge: 834

BeitragVerfasst am: 12.01.2022, 10:47    Titel: Re: Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die Antwort, da waren einige interessante Punkte dabei.
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