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Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus?  
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TTom



Anmeldedatum: 09.10.2011
Beiträge: 1097

BeitragVerfasst am: 30.03.2021, 19:05    Titel: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Wenn man eine Immobilie finanzieren möchte, will die Bank Gehaltsdaten sowie Kontoauszüge bekommen, um das Risiko zu bewerten und um den Kreditrahmen festzulegen

Klassischer Weise (aber vielleicht ist das ja auch nur ein Vorurteil meinerseits) würde die Bank Anlagen wie P2P oder auch Kryptowährungen nicht zu dem verfügbaren Guthaben zählen und mit 0 bewerten. Man müsste also alles über den Zweitmarkt liquidieren um bei der Bank gut dazustehen, würde die Finanzierung bekommen und könnte dann wieder in P2P & Co einsteigen.

Nur: Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein!
Man hätte einen riesigen Aufwand, würde Gewinne verpassen und auch die Bank etwas hinters Licht führen.

Daher die Frage: Kennt ihr Banken, die bei der Risikobewertung ein gut diversifiziertes P2P-Portfolio und kleinere Kryptoanteile risikoadjustiert betrachten und bewerten, ohne gleich schreiend aus dem Raum rauszurennen?
_________________
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Bondora, Estateguru*, Reinvest24*, Mintos* (stark reduziert), Bondster* (auslaufend), Investly* (auslaufend), Funding Circle* DE (auslaufend), Auxmoney* (auslaufend)
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Ostpocke



Anmeldedatum: 12.01.2019
Beiträge: 529

BeitragVerfasst am: 30.03.2021, 20:28    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Ich hatte ein ähnliches Anliegen und die Bank hat P2P / Crowdinvestments auch nicht gelten lassen. Habe mir dann innerhalb der Familie für ein paar Tage die entsprechende Summe aufs Konto überweisen lassen. Das hat für den Eigenkapitalnachweis genügt.

Ist zwar etwas unorthodox, aber pragmatisch.

Ergänzung: Mit 3 aufeinanderfolgenden Steuerbescheiden lassen sich regelmäßige Kapitalerträge (einschließlich P2P-Zinsen) als regelmäßiges Einkommen anerkennen.


Zuletzt bearbeitet von Ostpocke am 30.03.2021, 20:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Bandit55555



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BeitragVerfasst am: 30.03.2021, 20:28    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

TTom hat Folgendes geschrieben:
Wenn man eine Immobilie finanzieren möchte, will die Bank Gehaltsdaten sowie Kontoauszüge bekommen, um das Risiko zu bewerten und um den Kreditrahmen festzulegen

Klassischer Weise (aber vielleicht ist das ja auch nur ein Vorurteil meinerseits) würde die Bank Anlagen wie P2P oder auch Kryptowährungen nicht zu dem verfügbaren Guthaben zählen und mit 0 bewerten. Man müsste also alles über den Zweitmarkt liquidieren um bei der Bank gut dazustehen, würde die Finanzierung bekommen und könnte dann wieder in P2P & Co einsteigen.

Nur: Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein!
Man hätte einen riesigen Aufwand, würde Gewinne verpassen und auch die Bank etwas hinters Licht führen.

Daher die Frage: Kennt ihr Banken, die bei der Risikobewertung ein gut diversifiziertes P2P-Portfolio und kleinere Kryptoanteile risikoadjustiert betrachten und bewerten, ohne gleich schreiend aus dem Raum rauszurennen?


Ich kenne da keine Bank. Dazu müssten sie sich die Mühe machen das P2P Portfolio zu bewerten. Manche Bankmitarbeiter haben heute noch nie mal was von P2P gehört. Und sobald sie hören das dort sogar zweistellige Renditen möglich sind, setzen sie die Anlage mit einem Totalausfall gleich.

Wäre schon ein Fortschritt wenn sie das P2P Portfolio wenigstens mit 25% oder gar bis zu 50% als Vermögen anrechnen könnten.
Wenn aber jemand schon andere Erfahrungen gemacht wäre das Top die Bank zu kennen.
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Meine Rendite Q1 2020: p.a.
Mintos=128,9%, Omaraha=19,1%, Lendermarket=14,9%, Lenndy=12,0%, IUVO Group=10,5%, Finbee=4,6%, Viventor=2,1%, NeoFinance=0,0%
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BeitragVerfasst am: 30.03.2021, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Engel & Völkers Digital Invest – Immobilien-Crowdinvesting
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TTom



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Beiträge: 1097

BeitragVerfasst am: 30.03.2021, 23:09    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Ostpocke hat Folgendes geschrieben:

Ergänzung: Mit 3 aufeinanderfolgenden Steuerbescheiden lassen sich regelmäßige Kapitalerträge (einschließlich P2P-Zinsen) als regelmäßiges Einkommen anerkennen.


Cool! Kann man da dann P2P und realisierte Aktiengewinne miteinander vermengen?

Also als Beispiel:

Jahr 1: P2P Zinsen 2000 Euro, keine realisierten Aktiengewinne
Jahr 2: realisierte Aktiengewinne: 1500 Euro, 0 Einnahmen aus P2P
Jahr 3: realisierte Aktiengewinne: 500 Euro, Einnahmen aus P2P: 500 Euro

Im schlechtesten Jahr (Jahr 3) wurden 1000 Euro eingenommen. Diese 1000 Euro würden dann als regelmäßiges Einkommen zählen.
So korrekt?
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Bolanger



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BeitragVerfasst am: 31.03.2021, 08:12    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Ich finde aus Verbrauchersicht schade, aus Bankensicht verständlich, dass jede Bank eigene Bewertungskriterien hat. Die Bewertung vonm klassichen Aktien oder Fonds wird schon unterschieldich gehandhabt, ebenso wie die Bewertung des zu finanzierenden Objekts, die Bewertung regelmäßiger Einkünfte etc.

Ich würde mich daher bei Immobilienfinanzierungen auf einen freien berater verlassen. Der kennt meist in groben Zügen die Bewertungskriterien der Banken und kann damit ganz schnell abschätzen, ob das derzeit günstigste Angebot im Vergleichspool überhaupt Anwendung finden könnte. Wenn nicht, dann geht's eben weiter zum zweitgünstigsten.

Nebenbei, was bringt es Dir, eine Bank zu finden, die P2P in voller Höhe anerkennt, wenn der Zinssatz höher ist als der, den Du bei einer anderen bank völlig ohne Anerkennung von P2P zahlen müsstest?
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Mikefamex



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BeitragVerfasst am: 31.03.2021, 08:21    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

P2P- Anlagen gelten ja allgemein als unregulierte Hochrisiko- Anlagen, die zudem oft ihren Sitz im hochkriminellen Baltikum haben. Du kannst von einem konventionellen Bankberater, der dir stolz seine 0,05%igen Anlagen vorschlägt, wirklich kein Verständnis erwarten.
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fangri



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BeitragVerfasst am: 31.03.2021, 11:49    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Ehrlich gesagt kann ich die Einstellung der Banken nachvollziehen. Mir ist persönlich bewusst, dass meine Anlage in P2P ein hohes Risiko eines Totalausfalls hat. Dieses ist nicht nur abstrakt, sondern es gibt ja viele Beispiele, wo das eingetreten ist.
Ich bin auch aktuell dabei eine Immobilienfinanzierung zu planen, aber da ich eh nur einen Teil in P2P/Krypto stecke, muss der Rest als Eigenkapital ausreichen.
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Ostpocke



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BeitragVerfasst am: 31.03.2021, 13:59    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

TTom hat Folgendes geschrieben:
Im schlechtesten Jahr (Jahr 3) wurden 1000 Euro eingenommen. Diese 1000 Euro würden dann als regelmäßiges Einkommen zählen.
So korrekt?


Exakt, du weist damit ja ein regelmäßiges Einkommen aus Kapitalerträgen nach. Ich würde gar nicht groß auf die Herkunft (Aktien oder P2P, ..) eingehen.

Im Endeffekt liegt es trotzdem im Ermessen der Bank, aber die will Dir den Kredit schließlich auch verkaufen.
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Glühbirne



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BeitragVerfasst am: 31.03.2021, 15:01    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Selbst bei Blue Chip Aktien werden geringe Beleihungswerte angenommen, da wird dir keine Bank einen Beleihungswert größer null für P2P oder Krypto geben Laughing
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neik



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BeitragVerfasst am: 02.04.2021, 23:20    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Was sind denn Eure Erfahrung bei Beleihungswerte von MSCI World ETFs?

Hintergrund der Frage: Ich möchte auch in Richtung Immobilie gehen und dafür mein Depot als Eigenkapital nutzen.
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Thep2pinvestor



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BeitragVerfasst am: 03.04.2021, 00:18    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

neik hat Folgendes geschrieben:
Was sind denn Eure Erfahrung bei Beleihungswerte von MSCI World ETFs?

Hintergrund der Frage: Ich möchte auch in Richtung Immobilie gehen und dafür mein Depot als Eigenkapital nutzen.


Ich würd mal schätzen, so um die 50 %.
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Glühbirne



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BeitragVerfasst am: 03.04.2021, 07:13    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Für einen Marginkredit musst du bei Interactive Brokers (Captrader, Banx, Lynx) für einen MSCI World ETF ein Drittel hinterlegen, allerdings werden nur die ETFs als kreditwürdig erachtet, die 1 Mrd USD Volumen haben. Bei Degiro geht das auch mit "kleineren" ETFs und du brauchst auch nur 25% hinterlegen - vorausgesetzt du hast das (Day)Trader Profil (beim Active Profil hast du 50% Hinterlegung).
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neik



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BeitragVerfasst am: 03.04.2021, 20:03    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Dann habe ich gar nicht mal so schlecht geschätzt, hatte auch mit um die 50% erwartet.

Was sind Eure Erfahrungen mit diese Art Geschäft, machen das regionale (z.B. Volksbanken/Sparkassen) Banken mit oder muss man sich an überregionale (bspw. Deutsche Bank) wenden?
Sind Vermittler wie bspw. InterHyp oder Dr.Klein empfehlenswert?

Danke nochmal vorab und frohe Oster zusammen! Smile
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 03.04.2021, 22:54    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Ich habe 1997 über einen Vermittler finanziert (damals hiessen die Hypothekendiscount).
Letztendlich sehr unkompliziert und zufriedenstellend. Wurde an die LBBW vermittelt ohne dass ich je Hypothekendiscount oder LBBW persönlich getroffen habe). Lief alles per Post.

Aber auch die Vermittler werden sich auf Standardkonstellationen konzentrieren. So Fälle wie die urspüngliche Frage in idesem Thread werden dort keine besondere Behandlung erfahren.
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Crowdinvesting: Seedrs*, Housers*, Reinvest24*,
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Bob



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BeitragVerfasst am: 03.04.2021, 23:35    Titel: Re: Welche Banken kennen sich mit modernen Anlageformen aus? Antworten mit Zitat

Hi,

Was ich mich gerade gefragt habe - ist es der Bank bei einer Immobilienfinanzierung nicht in erster Linie egal, ob ich auf der Vermögensseite noch 500 oder 500.000 Euro habe, wenn ich sie nicht einsetze ?

Entweder bringe ich doch das Geld als Eigenkapital mit ein, oder als zusätzliche Sicherheit, die ich dann aber auch verpfände, so dass die Bank das im Zweifel auch verwerten kann (der Klassiker wäre hier eine zweite Immobilie...) - wenn ich das nicht mache: Spielt das weitere Vermögen irgendeine für die Finanzierung relevante Rolle (OK, abgesehen vom evtl. höheren Kredit, wenn ich ein deutliches zusätzliches Zins-Einkommen nachweisen kann) ?

Ansonsten würde ich mal vermuten: Falls das kein erheblicher Betrag ist, ist p2p/Kryptos & Co unter den Tisch fallen lassen und den standard Plain-Vanilla Fall anfragen vermutlich die konditionstechnisch beste Variante...
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