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Bolanger



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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 10:15    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

@Nobodyofconsequence: Vorab vielen Dank, dass Du weiterhin sachlich bleibst und mir meinen kleinen Seitenhieb auf politische Aktivität nicht übel nimmst. So können wir weiter diskutieren.

Zitat:
Und da haben wir dann halt alles verschlafen, was zu verschlafen war. Klimawandel, Änderungen in der geopolitischen Lage, Demografischen Wandel, Digitalisierung, eigentlich bei allen Megatrends hat Deutschland in den letzten Jahren nicht gestaltet, sondern höchstens mal versucht, auf der Bremse zu stehen und bloß nichts zu ändern.


*g* Ich glaube wir können uns darauf einigen, dass es fast immer nur um das eine geht, nähmlich Geld. Diese Ressource ist nur begrenzt verfügbar und sollte mit Bedacht eingesetzt werden. Was ist denn neben diesen Themen sonst noch so in der Welt geschehen?
Mir fällt folgendes dazu ein. Die Politik hat mit viel Geld dafür gesorgt, dass die Europäische Union erhalten bleibt und nicht aufgrund von Finanzproblemen einzelner auseinanderbricht. Wir können einen anderen Thread starten und dort über das diskutieren, was man hätte besser machen können (wieder nur rückblickend....). Fakt ist aber erstmal, dass eines der wichtigsten Themen zum Erhalt unserer eigenen Sicherheit und des Friedens in direktester Nachbarschaft, nämlich das Wohlergehen und der Zusammenhalt der gesamten EU, auch von der deutschen Politik beherzt angegangen wurde. Wäre die EU zerbrochen, dann hätte China nun die wirtschaftliche Kontrolle über Griechenland und andere wären freiwillig zu Putin gerannt. Die damaligen Ressourcen wurden also durchaus dazu genutzt, noch schlimmeres, als wir es heute erleben, vorbeugend zu vermeiden.

Nun haben wir viele Phantastillionen für den Erhalt der EU ausgegeben bzw. über Schulden auf uns genommen. Kommen wir nun zum Klimawandel bzw. ökologischen Technologien, bei denen Deutschland meines Wissens nach im weltweiten Vergleich immernoch gut dasteht. Länder wie Island oder Norwegen/Schweden, die von Natur aus Vorteile beim Einsatz erneuerbarer Energien haben, lassen wir mal außen vor. Was wäre wohl passiert, wenn wir schon vor 30 Jahren, als Gas und Öl preiswert waren, den Strompreis zur Finanzierung der EE auf 1 DM oder 1 EUR angehoben hätten? Die Industrie wäre abgewandert in Länder mit billigerem Kohlestrom. Die Bevölkerung hätte Lebenshaltungskosten und Inflationsraten, mit denen Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig wäre.
Das große Problem bei all den angesprochenen Punkten ist nicht der Unwillen der eigenen Regierung, sondern eher der Unwillen anderer Regierungen. Wir sind nicht alleine auf der Welt und können Themen wie Klimawandel, Geopolitik etc. nur gemeinsam angehen. Und wir stehen damit sowohl in Partnerschaft, als auch im Wettbewerb mit anderen. Es bringt daher rein garnichts, wenn Deustchland sich mit Klimaschutzpolitik aus der Wettbewerbsfähigkeit herauskegelt. Gott sei Dank hat das die Weltgemeinschaft inzwsichen zumindest beim Klimaschutz erkannt und geht erste gemeinsame Schritte. Diese Schritte sind ein Meilenstein der internationalen Politik und kein Versagen der deutschen Politik.
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Oktaeder
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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 10:42    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Claus Lehmann hat Folgendes geschrieben:
Ich erinnere mich dass der Club of Rome Bericht irgendwann sogar mal in der Schule erwähnt wurde. Weiß nicht mehr ob es Geographie oder ein anderes Fach gewesen ist.
Mir ist es aber eher so in Erinenrung geblieben, dass in der Schulklasse damals die Endlichkeit von Ressourcen und nicht der Klimawandel diskutiert wurde.

Ja und nein. Das hängt natürlich sehr eng zusammen. Fossile Energieträger sind endlich. Ständiges Wachstum der Weltbevölkerung heizt den Klimawandel weiter an etc.
Zitat:


Ändert aber alles nichts, die Frage ist, wie wir die Probleme ausgehend vom heutigen IST-Stand lösen.

Das ist sicher richtig. An ein paar Dinge geht man jetzt auch endlich ran. Neue Technologien helfen da ein bisschen. Aber es wird immer schwieriger und teurer, je länger man zögert.
Immer noch guckt die Politik zu sehr auf ihr Ü60 Clientel, die Großkonzerne, das Wirtschaftswachstum.

Um ein bisschen BTT zu kommen, ich fand es interessant, wie am Do Nordex, Vestas & Co. nach oben sprangen. So kommt dann am Ende die kapitalistische Lösung. Gemacht wird das, was Geld einbringt.
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Bolanger



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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 12:50    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Oktaeder hat Folgendes geschrieben:
Da machst du es dir aber sehr einfach. Nicht jeder gehört zu denen, die das ignoriert haben. Die Fakten lagen damals auf dem Tisch, das war Wissenschaft und kein Nostredamus.


Schon richtig, nur hatte man damals eben andere Präferenzen und diesen Fakten nicht die Bedeutung gegen, die man ihnen heute zuspricht. Es passte eben nicht zum Zeitgeist.

... ob beim Aufkommen der ersten Teslas sich jemand über Kobaltgewinnung im Kongo Gedanken gemacht hat? Da gab es bestimmt jemsnden, der darauf hingewiesen hat. Er wurde nur nicht beachtet.

Claus schreibt es schon ganz richtig, dass wir Entscheidungen im Jetzt treffen. Gestern und morgen würde man sie ggf. anders treffem
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Oktaeder
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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 13:36    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Bolanger hat Folgendes geschrieben:
Oktaeder hat Folgendes geschrieben:
Da machst du es dir aber sehr einfach. Nicht jeder gehört zu denen, die das ignoriert haben. Die Fakten lagen damals auf dem Tisch, das war Wissenschaft und kein Nostredamus.


Schon richtig, nur hatte man damals eben andere Präferenzen und diesen Fakten nicht die Bedeutung gegen, die man ihnen heute zuspricht. Es passte eben nicht zum Zeitgeist.



Aha. Politik ist also nur Zeitgeist? Das widerspricht alles nicht dem, dass da ein großes Versagen stattgefunden hat.
Richtig, das kann man immer nur im Nachhinein beurteilen. Das ist aber trivial, dass das immer so ist.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 13:42    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Oktaeder hat Folgendes geschrieben:
Ja klar. Bis sich dann ein Potentat nicht mehr an die Besitzregeln hält. Das ist nie so einfach.


Klar, das ist ein zusätzliches Risiko aber deshalb sind ja auch die Renditen in Schwellen- und Entwicklungsländern so hoch. In manchen afrikanischen Ländern kann man auf dem Papier mit Photovoltaik Renditen von >20% p.a. erreichen, da ist Stromdiebstahl und der Verlust der Anlage nach dem nächsten Umsturz mit einkalkuliert. Aber das muss nicht heißen, dass es außerhalb Europas keine guten Investments in dem Bereich geben kann, ich hätte bspw. wenig Hemmungen in Ländern wie Namibia, Botswana, Kenia oder Ghana zu investieren wenn die Rendite stimmt. Daher sehe ich bei professionellem Management kein Problem, gibt ja auch heute schon private Fonds in die Richtung.

Zitat:
Dein ganzer Ansatz ist falsch. Die Billionen, die nach Arabien und zu Putin geflossen sind, sind weg. Anlagen in Deutschland hätten die Wirtschaft ankurbeln können. Hat man versiebt.


Du mischst wieder Autarkiegedanken, die erst in den letzten Wochen eine Rolle in der Debatte spielten, mit Klimaschutz. Meiner Meinung nach muss man beide Gedanken in der Diskussion getrennt betrachten, auch wenn es abstrakter wird. Klimaschutz ohne Autarkie ist schneller und billiger, Autarkie ohne Klimaschutz ebenfalls, beides zusammen nicht. Was ist jetzt wichtiger? Autarkie oder Klimaschutz? Meiner Meinung nach sollte es eine Mischung sein.

Zitat:
Außerdem hat der Staat die ganze Zeit die Hand aufgehalten. Steuern, Steuern, Abgaben. Steuern auf Abgaben. Steuern auf Gewinne der Einspeisevergütung.


Linke Tasche, rechte Tasche aber mit Reibungsverlusten. Regt mich auch auf. Vor allem die Einfuhrzölle auf Module. Erst hat man zugeschaut, als die heimische Industrie durch vermeintliche Dumpingpreise (in Wirklichkeit waren es Skaleneffekte, die auf eine klügere Förderung zurückzuführen sind) kaputt gemacht wurde. und gerade als es praktisch keine einheimischen Hersteller mehr gab kamen Zölle um die Anlagen, die gerade so wirtschaftlich sein hätten können, noch schnell um10-20% zu verteuern…
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Oktaeder
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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 13:48    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:


Zitat:
Außerdem hat der Staat die ganze Zeit die Hand aufgehalten. Steuern, Steuern, Abgaben. Steuern auf Abgaben. Steuern auf Gewinne der Einspeisevergütung.


Linke Tasche, rechte Tasche aber mit Reibungsverlusten. Regt mich auch auf. Vor allem die Einfuhrzölle auf Module. Erst hat man zugeschaut, als die heimische Industrie durch vermeintliche Dumpingpreise (in Wirklichkeit waren es Skaleneffekte, die auf eine klügere Förderung zurückzuführen sind) kaputt gemacht wurde. und gerade als es praktisch keine einheimischen Hersteller mehr gab kamen Zölle um die Anlagen, die gerade so wirtschaftlich sein hätten können, noch schnell um10-20% zu verteuern…


Genau. Man kann das zwar auch so sehen dass die Chinesen mit ihren Dumpingpreisen ein gutes Stück des Photovoltaikaufbaus finanziert haben, aber letztendlich hat man hier eine komplette Industrie an die Wand fahren lassen. Statt dessen dutzende Milliarden in die Kohle. Jede Regierung übrigens. Auch Rot-Grün, vorallem Rot. Egal.

Das mit linke Tasche-rechte Tasche stimmt halt nicht. Die Kosten wurden den Verbrauchern aufgebrummt, und zwar fast ausschließlich den Kleinverbrauchern. Die Steuern kassierte der Staat. Da denkt man jetzt erst um.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 26.02.2022, 13:54    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Der Club of Rome ist übrigens ein sehr schlechtes Beispiel. Der wird von Klimaleugnern gerne angeführt wenn es darum geht, dass sich Experten mit Horrorszenarien gerne irren. Die düsteren Prognosen des Club of Rome aus den 70ern sind alle nicht eingetreten, nicht mal ansatzweise.

Ich war 2016(?) auf dem Sustainability Summit, einer wissenschaftlichen Konferenz um Nachhaltigkeit und Resilienz vom Fraunhofer ISE(?) mit sehr interdisziplinärer Ausrichtung (zu arg damit es noch Sinn machen würde). Da hatte auch der Vorsitz vom Club of Rome (Ulrich von Weizsäcker damals) einen Beitrag. Mich hat überrascht, dass er wenig selbstkritisch und ganz offen auf der Bühne gesagt hat, dass die damaligen Schreckensszenarien bewusst übertrieben waren um Aufmerksamkeit zu bekommen…damit wurde halt nur auch viel Vertrauen in die Wissenschaft als Institution zerstört und das rächt sich immer mehr….(sei es beim Klimawandel oder bei Themen wie dem Impfen).

Ich kann nur jedem raten auch mal den jeweils neuesten IPCC Bericht zu überfliegen, denn der fasst den wissenschaftlichen Stand gut zusammen. Was einzelne Wissenschaftler und die Medien dann wieder daraus machen ist nochmal ein ganz anderes Thema und nicht immer ernst zu nehmen…
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 27.02.2022, 01:05    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Bolanger hat Folgendes geschrieben:
Wir können einen anderen Thread starten und dort über das diskutieren, was man hätte besser machen können (wieder nur rückblickend....). Fakt ist aber erstmal, dass eines der wichtigsten Themen zum Erhalt unserer eigenen Sicherheit und des Friedens in direktester Nachbarschaft, nämlich das Wohlergehen und der Zusammenhalt der gesamten EU, auch von der deutschen Politik beherzt angegangen wurde.

Brauchen wir keinen neuen. Haben wir hier irgendwo auch schon 2009 oder so diskutiert. Und nein, ich halte das für überhaupt keinen "Fakt". Meine Meinung ist, dass die deutsche Politik da alleine auf den eigenen Geldbeutel und die Risiken in eigenen Banken - und da insbesondere öffentlich-rechtlichen Banken - geschaut und damit den Zusammenhalt der EU sogar ziemlich geschwächt hat.
Frag mal jemanden in Griechenland, als wie hilfreich man Deutschland da wahrgenommen hat.

Zitat:

Nun haben wir viele Phantastillionen für den Erhalt der EU ausgegeben bzw. über Schulden auf uns genommen.

Gar nix haben wir. Wir haben die Schulden in der EZB-Bilanz geparkt und damit ganz Europa aufgehalst. Da Deutschland Exportnation ist, hat es von den daraus resultierend fallenden Euro-Kursen auch noch profitier. Bezahlt hat Deutschland keinen Cent.
Und genau das hat den Zusammenhalt in der EU auch stark geschwächt und damit zur aktuellen Lage auch viel beigetragen. Wenn man immer nur als der Selbstoptimierer wahrgenommen wird, kann man halt wieder nicht gestalten. OK, wollte man auch nicht, haben dann halt andere getan. Darf man dann aber auch nicht meckern.

Zitat:

Kommen wir nun zum Klimawandel bzw. ökologischen Technologien, bei denen Deutschland meines Wissens nach im weltweiten Vergleich immernoch gut dasteht.

Dein Wissen ist da, fürchte ich, nicht aktuell.
Deutschland rechnet sich da immer schön, weil es die DDR-Wirtschaft von vor der Wende bei den Emissionen mit reinrechnet. Wenn man nur auf Westdeutschland schaut, dann hat Deutschland garnichts getan und seine Emissionen sogar erhöht, insbesondere in den letzten Jahren vor Corona.
Selbstbild und Realität fallen in Deutschland schon seit einiger Zeit dramatisch auseinander. Wir denken noch, wir seien ein modernes, gut organisiertes Land dabei haben wir jahrzehntelang wirtschaftliche und technische Trends verpasst und haben eine Verwaltung, für die sie das eine oder andere Entwicklungsland aber heftig schämen würde, von der Performance in der Umsetzung irgendwelcher Projekte ganz zu schweigen. Wir sind doch da auf allen Ebenen inzwischen weltweit nur noch ne Lachnummer. Red mal mit Leuten im Ausland, was die von Deutschland als Standort halten. OK, es gibt Lichtblicke. Wie ausgerechnet Brandenburg das Tesla-Thema managed lässt hoffen, da hat man offenbar aus den desaströsen Entwicklungen in den Jahrzehnten davor gelernt, aber bei anderen Bundesländern, die sich noch für toller halten, habe ich da große Zweifel.

Zitat:

Was wäre wohl passiert, wenn wir schon vor 30 Jahren, als Gas und Öl preiswert waren, den Strompreis zur Finanzierung der EE auf 1 DM oder 1 EUR angehoben hätten?

Sagt ja keiner.
Wieso kommen immer alle als Ausrede mit irgendwelchen Absurd-Szenarien? Was wäre gewesen, wenn schon die alten Römer die Kernfusion erfunden hätten?
Tatsache ist, durch Gesetzesänderungen haben wir nicht vor 30 Jahren, sondern in den letzt 5 Jahren den Ausbau erneuerbarer Energien eingebremst, zu einem Zeitpunkt, wo die anfingen, wirtschaftlicher zu werden als Kohle und Gas. Und zwar vor allem aus rückständigem Verteidugungsdenken.
Man wollte hier ein paar Kohle-Arbeitsplätze sichern, da ein paar Nimbys eine Stromtrasse ersparen und keinen Ärger mit Landschaftsschützern für Windräder.
Und so läut das bei allem. Wenn Springer Angst um sein Geschäft hat, macht man ein Leistungsschutzgesetz, das die deutsche Digitalwirtschaft abwürgt und wundert sich dann, dass Content nur noch von US-Konzernen kommt. Wenn wegen der Finanzkrise mal die Börsen fallen, wickelt man die zaghaften Versuche, eine Kapitalbildung in die Rente einzubauen, ab und verschiebt das Problem einfach in die Zukunft. Ist ja bestimmt kein Problem, wenn jeder Arbeitnehmer bald von seinem Gehalt noch zwei Renten finanzieren muss, kann überhaupt nicht schief gehen. Und so läuft das bei allen Theme: Kopf in den sand und bloß nichts ändern.

Und in den letzten 5-10 Jahren haben wir damit auch noch unsere Autoindustrie ruiniert, das Rückgrat von dem wir heute leben. OK, man merkt es noch nicht so deutlich, aber faktisch werden die gerade von den in dem Bereich noch vor wenigen Jahren notorisch rückständigen Amerikanern und den immer gerne innovativen Chinesen in die Zange genommen und sehen kein Land mehr. Erst den Wandel zu E-Mobilität verpennt und jetzt keine Kapazitäten zur Hand und jetzt auch noch die Software-Zentrierung bei Komponenten, keinerlei Kompetenz vorhanden und nicht mehr attraktiv genug als Arbeitgeber in dem Bereich, um jemals wieder aufholen zu können.
Und wovon leben wir dann morgen? Aber ist ja egal, Hauptsache wir haben in den letzten Jahren jedem den Druck zum Wandel weggenommen.
Wenn man außerhalb Deutschlands jemanden fragt, wer technologisch führend ist, kommen da alle möglichen Namen, aber deutsche Automarken sind da nicht mehr bei. Damit hat man aber lange seine Preise gerechtfertigt. Nur mit dem tollsten Humidor in der Mittelarmlehne wird man dann halt zum Exoten wie Rolls Royce oder Jaguar.

Zitat:

Das große Problem bei all den angesprochenen Punkten ist nicht der Unwillen der eigenen Regierung, sondern eher der Unwillen anderer Regierungen. Wir sind nicht alleine auf der Welt und können Themen wie Klimawandel, Geopolitik etc. nur gemeinsam angehen.

Nur sind andere nicht so unwillig. Gestalten kann man nur, wenn man der erste ist. Sonst läuft man hinterher. Und wer hinterherläuft, erzielt nicht mehr die höchsten Preise, woran wir in D so lange gewöhnt waren, sondern darf dann den Billigheimer spielen. Viel Spaß.


Zuletzt bearbeitet von nobodyofconsequence am 27.02.2022, 01:49, insgesamt 8-mal bearbeitet
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nobodyofconsequence
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Anmeldedatum: 02.09.2007
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BeitragVerfasst am: 27.02.2022, 01:06    Titel: Re: Buy on bad news Antworten mit Zitat

Oktaeder hat Folgendes geschrieben:

Um ein bisschen BTT zu kommen, ich fand es interessant, wie am Do Nordex, Vestas & Co. nach oben sprangen. So kommt dann am Ende die kapitalistische Lösung. Gemacht wird das, was Geld einbringt.


Ich auch. Ich hab die am Vormittag noch gekauft (genau die beiden), am Abend waren sie dann schon 14% bzw. 19% hoch. Very Happy
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