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P2P Kredite in der Wirtschaftskrise  
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 03.03.2018, 17:15    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:
Skippy hat Folgendes geschrieben:
stefans hat Folgendes geschrieben:
bei Eurocent haben wir ja gesehen, dass buyback bei bankrott nichts bringt.

https://www.p2p-kredite.com/diskussion/eurocent-polen-zweitmarkt-handel-ausgesetzt-ausfallrisiko-t4817.html


Richtig!
Aber: Pleite ist Pleite. Eine Plattform ohne BB wäre ebenfalls zahlungsunfähig.


Wer sagt dir denn, dass Eurocent nicht gerade wegen höher als erwarteten Ausfallraten (und damit höheren Bedarf an Liquiden Mitteln) pleite ging? Ernste Frage weil ich habe in dem Eurocent-Fall inzwischen den Überblick verloren (bin kein Investor dort).


Genau das ist es ja. Es kann keiner sagen. Aber genau deshalb ist die Chance nicht höher, daß durch BB eine Plattform insolvent wird.
Hat man kein Vertrauen in das Geschäftsmodell der Plattform bzw. des Darlehnsanbahners bezogen auf die BB-Kalkulation, sollte man nicht investieren.
Warum sollte dann aber das Vertrauen in das Geschäftsmodell von Nicht-BB Plattformen höher sein?
Da wir die Geschäftsmodelle und Kalkulationen nicht kennen, gibt es (nach meiner Meinung) nur schwarz und weiß. Entweder das Vertrauen ist vorhanden oder nicht. Entweder ich investiere, mit der Erkenntnis des Totalausfalls - oder ich investiere nicht.

Nur - und damit komme ich zum Schluß meiner Ausführung - mein Risiko des Ausfalls eines Einzelkredits ist geringer, da durch BB gedeckelt.
UND diese Deckelung erkaufe ich durch niedrigere Zinsen / Rendite.

Aber - wie bereits schon geschrieben - hierzu existieren unterschiedliche Meinungen. Jeder sollte seinen eigenen Weg finden.

Grüße
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Investiert in Buyback bei Mintos*, Iuvo*, Viventor*, Grupeer*.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 03.03.2018, 21:26    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Skippy hat Folgendes geschrieben:

Warum sollte dann aber das Vertrauen in das Geschäftsmodell von Nicht-BB Plattformen höher sein?
Da wir die Geschäftsmodelle und Kalkulationen nicht kennen, gibt es (nach meiner Meinung) nur schwarz und weiß. Entweder das Vertrauen ist vorhanden oder nicht.


Das ist wieder die alte BB vs. non-BB Diskussion. Letztendlich gefallen mir zwei Sachen bei BB-Krediten nicht:
1. Mangelde Transparenz, wie du schon sagst, man kennt die Kalkulationen nicht. Viele nicht-BB Plattformen sind sehr Transparent was Ausfallraten etc. angeht, man kann bei manchen sogar das komplette Loanbook runterladen.
2. Ohne BB geht die Plattform selbst nicht gleich hops wenn aus irgendwelchen Gründen die Ausfallraten plötzlich stark ansteigen sollten. Bei Mintos* und Viventor* ist zumindest dieser Punkt gelöst aber wenn plötzlich mehrere Anbahner hops gehen sollten (was eintreffen kann weil sie alle in ähnlichen Märkten operieren und auf ständige Mittelzuflüsse angewiesen sind) wird der Vertrauensverlust auch die Plattformen schwer treffen.

Wo ist denn der Vorteil von einer Rückkaufgarantie im Vergleich zu einem Kompensationsfonds? Auch so ein Fonds kompensiert dir den Ausfall von einzelnen Krediten aber wenn es hart auf hart kommt (und auch keine Rückkaufgarantie mehr greift) dann ist er halt mal leer aber die Plattform geht dadurch nicht vor die Hunde, was dir viel Ärger erspart...
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 03.03.2018, 22:14    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Keine Frage. Bin voll und ganz bei Dir.
Meiner Meinung nach läßt sich die Unsicherheit, mangels Information der Plattformen, nur durch eine verpflichtende Rücklagenbildung lösen.
Geht dann in die Richtung Kompensationsfond, den Du bereits angesprochen hast. Dieser Fond sollte nicht fix sein, sondern einen prozentualen Anteil am Kreditvolumen darstellen. Die Bildung sollte verpflichtend sein, d.h. wird der Fond nicht bedient, dürfen auch keine Kredite ausgereicht werden.

M.M.n. würde dies das Vertrauen der Anleger steigern und das „Umkippen“ der Plattform bzw. des Darlehnsanbahners reduzieren.

Zur Zeit muß ich halt mit dem Totalausfalls bei BB leben, bin mir dessen aber auch bewußt.
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BeitragVerfasst am: 03.03.2018, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 03.03.2018, 22:20    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Skippy hat Folgendes geschrieben:

Warum sollte dann aber das Vertrauen in das Geschäftsmodell von Nicht-BB Plattformen höher sein?

Sollte es nicht unbedingt.
Ich vertraue auch so einigen Nicht-BB-Plattformen nicht, die keinerlei Daten über ihr Geschäft herausgeben.

Aber ich kenne durchaus genug traditionelle P2P-Plattformen, die ihr komplettes Loan-Book offenlegen (die meisten großen britischen und Bondora*, zum Beispiel), da kann ich mein Risiko prima abschätzen.

Und bei welcher BB-Plattform weiß ich IRGENDWAS über das Geschäftsmodell? Dabei ist das doch da viel wichtiger, weil das Ergebnis desselben auch noch darüber entscheidet, ob diese Buyback-"Garantie" auch nur irgendwas wert ist.

Also ... wenn ein BB-Anbieter mal seine Zahlen öffentlich macht und ich nachvollziehen kann, wie riskant das Investment da wirklich ist, dann habe ich da auch kein Problem mit.
Anzahl Anbieter, die ich bisher gefunden habe, die das so machen: 0.
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 10:51    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Zumindest kann man mit dieser Grundeinstellung:

- Keine Information ==> kein Vertrauen ==> keine Investition ==> kein Risiko -

vermutlich besser schafen

Wink

Regt an, zumindest bei mir, meine Grundeinstellung zu überdenken.
Danke dafür Exclamation
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 12:03    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Naja, ich bin bereit (und tue es regelmäßig) bei Investitionen auch sehr große Risiken einzugehen. Aber ich will sie bewerten und verstehen können.
In hochriskante Black Boxes investiere ich nicht. In weniger riskante übrigens auch nicht (da nehme ich lieber ein riskanteres, aber transparentes Geschäft).
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 14:49    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Darf ich fragen wie hoch Deine durchschnittliche Rendite bei Non-BB-Krediten ist?
Auch der dazu nötige Zeitaufwand pro Tag würde mich interessieren.

Bei meiner bisherigen BB-Strategie konnte ich (Laufzeit 1,5 Jahre) eine durchschnittliche Rendite von 13,56 % (Bandbreite 11,43 - 14,16 %) bei den unten stehenden Plattformen erzielen. Der Zeitaufwand beträgt ca. 90 Minuten / Woche.

Vielen Dank vorab.
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Zuletzt bearbeitet von Skippy am 04.03.2018, 14:59, insgesamt einmal bearbeitet
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Oktaeder
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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 14:57    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Was erwartest du jetzt für eine Antwort? Hängt davon ab.
Flender: 10.5% 1min
Bondora 17% 30min oder so...
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Mein Blog rund um p2p Kredite
Bondora/XIRR ca. 12%/ Investiere per API.
Stand 9/2023

Weitere Anlagen bei Swaper*,peerberry,afranga,lendermarket und estateguru
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 15:00    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Danke für die Info.
Meine Daten habe ich noch mal oben hinzugefügt. Smile
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sharky1337



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 15:03    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Ich würde ebenfalls einen Kompensationsfond begrüßen. Banken müssen Rücklagen bilden , wieso dann nicht auch Plattformbetreiber.

Ohne es zu wissen. Wahrscheinlich würde es allerdings vielen Plattformen das genickt brechen , weil Sie über diese finanziellen Mittel nicht verfügen ?
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 16:35    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

sharky1337 hat Folgendes geschrieben:
Ich würde ebenfalls einen Kompensationsfond begrüßen. Banken müssen Rücklagen bilden , wieso dann nicht auch Plattformbetreiber.

Ohne es zu wissen. Wahrscheinlich würde es allerdings vielen Plattformen das genickt brechen , weil Sie über diese finanziellen Mittel nicht verfügen ?


Mit Kompensationsfonds habe ich ausdrücklich nicht gemeint, dass die Plattform die kompletten Einlagen der Investoren absichern können soll. Das macht auch keinen Sinn weil dann bräuchte sie die Investoren nicht weil sie selbst auch direkt in die Kredite investieren könnte. Ich hatte da auch keinen Plattform-übergreifenden Sicherungsmechanismus im Sinn.

Sondern eher etwas in Richtung mancher britischen Plattformen (oder früher auch FinBee). D.h. ein Sicherungsfonds, der ca. 2-5% der investierten Summe beinhaltet und durch die Zinsdifferenz von Anlegern und Kreditnehmern gespeist wird. Dieser Fonds springt dann nach einer festgelegten Zeit ein um einen gewissen Prozentsatz (70-100%) der ausgefallenen Kreditsumme, die (noch) nicht eingetrieben werden konnte, zu kompensieren. Dadurch sind die Renditen der Anleger in "normalen" Zeiten besser vorhersehbar (und auch steuerlich für deutsche Anleger besser weil keine Ausfälle gegengerechnet werden können) aber in der Krise geht die Plattform auch nicht pleite, dann ist halt einfach der Fonds leer...

Daher bin ich mal gespannt an was für einem "Produkt" Bondora* gerade tüftelt, da Pärtel ja ein erklärter Gegner von Rückkaufgarantien ist aber er trotzdem ein neues Produkt angekündigt hat, das sowohl das Volatilitäts-Problem der Renditen sowie die unfaire steuerliche Behandlung lösen soll... Ahja und gleichzeitig soll es für mehr Liquidität sorgen. Hört sich für mich stark nach einem speziellen Sicherungsfonds an, ich bin gespannt.
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 17:34    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

@Skippy, Zeitaufwand nach Plattform hatten wir hier ausführlich
https://www.p2p-kredite.com/diskussion/marktplaetze-kategorisiert-nach-zeitaufwand-fuer-anleger-t3948.html
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Meine Investments (aktualisiert 12/25):
Laufend: Axiafunder*, Bondora*, Crowdcube, Estateguru*, Indemo*, Inrento*, Mintos*, Republic
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 04.03.2018, 20:40    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Claus Lehmann hat Folgendes geschrieben:
@Skippy, Zeitaufwand nach Plattform hatten wir hier ausführlich
https://www.p2p-kredite.com/diskussion/marktplaetze-kategorisiert-nach-zeitaufwand-fuer-anleger-t3948.html


Danke Claus.
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MaxB



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BeitragVerfasst am: 05.03.2018, 07:18    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Also nach meinem Verständnis übernehmen ja die Plattformen mit BB die Risiken. Das würde aber eigentlich dafür sprechen, dass diese bei steigenden Ausfallraten (also bei einem deutlichen Wirtschaftsabschwung) auch finanziell stärker belastet werden, oder?
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sharky1337



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Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 01.10.2018, 09:50    Titel: Re: P2P Kredite in der Wirtschaftskrise Antworten mit Zitat

Ich greife dieses Thema nochmal auf , weil ich ein neues Argument für P2P Kredite gefunden habe.

https://www.youtube.com/watch?v=GFb4jIIF_jk

In dieser Doku hat man Leute gefragt woher eigentlich das Geld stammt. Einige gaben ganz klar zu , das Sie nicht wüssten woher es kommt, einige meinten das Geld kommt aus der Bank. Soweit gar nicht so falsch.

Dann hat man das ganze erklärt wie es zur Geldschöpfung kommt.
Ich habe mir das immer etwas wie ein Kreislauf vorgestellt und das die Bank eigentlich nur der Vermittler zwischen Leuten ist die Geld haben und Leuten die Geld benötigen.

Laut Film ist das allerdings nicht korrekt.


Will jemand ein Kredit z.B über 200k€ aufnehmen. Gibt die Bank dem Kreditnehmer die 200€k und hinterlegt eine lächerliche Summe von ca. 100€ bei der Zentralbank ?

Das man so einfach Geld schöpfen kann war mir überhaupt nicht bewusst, vor allem nicht das man mit einer so kleinen Anlage soviel Geld schöpfen kann.

Jedenfalls , sehe ich doch hier dann einen erheblichen Vorteil bei P2P Krediten. Wir als Kreditgeber besitzen das Geld tatsächlich und leihen es an den Kreditnehmer. Gefühlt sind P2P Kredite vom wirtschaften besser als Bankenkredite ?

Aktuell ist es aber nur ein Gefühl , weil ich mir nicht sicher bin , ob es tatsächlich ein Unterschied macht ?

Bitte teilt mal Eure Gedanken dazu.
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