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Sprengel



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BeitragVerfasst am: 31.03.2014, 15:31    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Gibt es eigentlich schon ein Ergebnis, wieviel mit Stromberg nun verdient wurde? Question
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TTom



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Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 01.04.2014, 10:16    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Nach aktuellen Zahlen, haben den Film in Deutschland 1,22 Millionen Leute gesehen (Quelle: http://www.wulfmansworld.com/Kino/Charts/Kino_Top_10/).
Hinzu kommen noch 20.000 aus Österreich und Schweiz, also insgesamt 1,24 Millionen (k.A. warum den Film dort keiner schaut).

Damit wurde die magische Marke von 1.070.000 geknackt, ab dem die Rendite nach Gebühren (aber vor Steuern) positiv wird. Smile

Aktuelle Berechnung:
- Abbuchung am 20.12.2011 von 1035 Euro (1000 Euro Invest + 35 Euro Gebühren)
- Aktuelle Zuschauerzahl 1,24 Millionen.
- Umsatz des Invests: (1.000.000 * 1 Euro / 1.000) + (240.000 * 0,5 Euro / 1.000) = 1120 Euro

PnL vor Steuern wenn kein einziger weiterer Zuschauer ab jetzt den Film sehen würde = 1120 - 1035 = 85 Euro

Bei einem voraussichtlichen Rückzahlungstermin zum 20.08.2014 würde das eine Laufzeit von 32 Monaten ergeben.

Die Rendite vor Steuern wäre somit:
(85 Euro * 100 * 12) / (1000 * 32) = 3,19%

Ist ganz in Ordnung. Dürfen aber ruhig noch mehr Leute in den Film gehen. Very Happy
Auch ganz unabhängig gesehen ist der Film echt Spitze und lustig geworden Exclamation
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Stutz
Gast





BeitragVerfasst am: 01.04.2014, 16:33    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

TTom hat Folgendes geschrieben:

Die Rendite vor Steuern wäre somit:
(85 Euro * 100 * 12) / (1000 * 32) = 3,19%

Risikoadjustiert betrachtet ist die Rendite lausig. Bis zum Erreichen des B/E bei mehr als 1 Mio Zuschauern haben du und der Rest der Crowd das volle Risiko getragen (und dafür offenbar sogar noch Gebühren abgedrückt, für was auch immer o_O), darüber hinaus, wenn die Sache endlich rentabel wird, sinkt eure Beteiligung am Erfolg um satte 50%, und an Zweitverwertung (Video/DVD/Blueray etc.) und Merchandising werdet ihr erst gar nicht beteiligt.

Die Million Zuschauer war schon sehr ambitioniert für den deutschsprachigen Kinosektor, vor allen Dingen für eine solche Geschmacksverirrung wie Stromberg (mich persönlich wundert es daher gar nicht, dass AT und CH kaum ins Gewicht fallen), und genau genommen hast du ein Riesenglück gehabt, überhaupt einen Gewinn zu erzielen.

Das Beispiel hat also nicht gezeigt, dass Crowdfunding für Filmfinanzierungen funktioniert, sondern dass das alte Sprichwort unter Wildwest-Pferdehändlern auch heute noch Gültgkeit hat: "Jeden Morgen steht irgendwo ein dummer Mensch auf, man muss ihn nur finden". Die Crowd ist hier sehenden Auges abgezockt worden, nicht mehr und nicht weniger.
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TTom



Anmeldedatum: 09.10.2011
Beiträge: 908

BeitragVerfasst am: 01.04.2014, 17:06    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Stutz hat Folgendes geschrieben:

Die Million Zuschauer war schon sehr ambitioniert für den deutschsprachigen Kinosektor, vor allen Dingen für eine solche Geschmacksverirrung wie Stromberg (mich persönlich wundert es daher gar nicht, dass AT und CH kaum ins Gewicht fallen), und genau genommen hast du ein Riesenglück gehabt, überhaupt einen Gewinn zu erzielen.

Das Beispiel hat also nicht gezeigt, dass Crowdfunding für Filmfinanzierungen funktioniert, sondern dass das alte Sprichwort unter Wildwest-Pferdehändlern auch heute noch Gültgkeit hat: "Jeden Morgen steht irgendwo ein dummer Mensch auf, man muss ihn nur finden". Die Crowd ist hier sehenden Auges abgezockt worden, nicht mehr und nicht weniger.

Klar war das ein Spiel mit dem Feuer. Aber wenn man sich anschaut, welche Filme so alles über eine Million Zuschauer haben, war die eine Million durchaus realistisch. Der aktuelle - meiner Ansicht nach nur mittelmäßige - Schweighöfer-Film ist bereits weit über zwei Millionen. Die Fünf Freunde sind auch schon über einer Million und "Mr. Peabody & Sherman" werden die Million wohl auch noch knacken. Man sieht also, dass auch Filme, die nicht so eine starke Marke sind wie Stromberg, diese Grenze überschreiten.

Das Risiko war also, ob der Film gut oder schlecht wird. Und er ist meiner Ansicht nach so gut geworden, dass es mich wundert, dass er gegen einen mittelmäßigen Schweighöfer abkackt. Aber ok, über Geschmäcker kann man streiten. In AT/CH ist die Serie ja auch nicht gelaufen, daher ist Stromberg wohl nicht so bekannt.

Klar ist auch, dass hier ein ganz großes Stück an Risiko an die Crowd abgegeben wurde, welches Brainpool und Co nicht selbst tragen wollten. Da die Investoren das Risiko aber bewusst in Kauf genommen haben und die Bedingungen von vornherein klar waren, kann man das nicht als Abzocke bezeichnen. Die Chance, dass die Rendite deutlich besser ausfällt, war ja auch gegeben.

"Der Schuh des Manitu" hatte in Deutschland 11,7 Millionen Besucher - und über diesen Humor lässt sich auch streiten. Damit hätte man mit einem vergleichbaren Crowdinvest immerhin über 5000 Euro reinen Gewinn gemacht. Die Chance auf eine deutlich höhere Rendite war also eben so da, wie das Risiko, deutlich unter der Million zu bleiben.

Prinzipiell muss man mit solchen Crowdinvests - auch bei Filmen - sehr vorsichtig sein. Für mich zählt das halt als Riskokapital. Ich glaube auch, dass so eine Filmfinanzierung mit einer schwächeren Marke als Stromberg, deutlich nach hinten losgehen kann. Daher sehe ich das Modell auch nicht als Vorbild für andere Filme.

Das Brainpool die DVD & Merchandising-Gewinne für sich beansprucht, liegt daran, dass die eine Million auch nur einer von mehreren Anteilen am Gesamtbudget sind. Klar, Brainpool wird sich da mit den DVD-Verkäufen den besser abzuschätzenden und risikoärmeren Anteil geschnappt haben. Aber das ist alles keine Überraschung und trifft auf fast alle Formen von Crowdinvests zu:
Solange es einen großen Kapitalgeber gibt, der glaubt das Geld in ein Projekt sicher anlegen zu können, braucht es kein Crowdinvesting. Crowdinvesting ist immer Risiko - hat aber nur mit Dummheit zu tun, wenn die Investoren das Risiko nicht einplanen.

Nicht vergessen:
Neben der Rendite in Form von Geld gibt es bei Crowdinvesting auch soziale Rendite. Beim Stromberg-Film war das ein absolut genialer Premierenabend in Köln (die Tickets dafür hätte man auf Wunsch auch verkaufen können und hätte sich somit 50 - 100 Euro extra gesichert).
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nobodyofconsequence



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Beiträge: 4626

BeitragVerfasst am: 01.04.2014, 17:35    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Stutz hat Folgendes geschrieben:

Die Million Zuschauer war schon sehr ambitioniert für den deutschsprachigen Kinosektor, vor allen Dingen für eine solche Geschmacksverirrung wie Stromberg (mich persönlich wundert es daher gar nicht, dass AT und CH kaum ins Gewicht fallen), und genau genommen hast du ein Riesenglück gehabt, überhaupt einen Gewinn zu erzielen.


Danke, dass ich's nicht wieder sagen muss Smile

Zitat:
Das Beispiel hat also nicht gezeigt, dass Crowdfunding für Filmfinanzierungen funktioniert, sondern dass das alte Sprichwort unter Wildwest-Pferdehändlern auch heute noch Gültgkeit hat: "Jeden Morgen steht irgendwo ein dummer Mensch auf, man muss ihn nur finden". Die Crowd ist hier sehenden Auges abgezockt worden, nicht mehr und nicht weniger.

Allerdings: wenn man Stromberg mag (warum auch immer), hat's ja evtl. auch Spaß gemacht und es geht doch nix über Naturaldividende.

Insofern würde ich das ein bisschen so wie Kickstarter sehen: für Fans, nicht Anleger.
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Sprengel



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BeitragVerfasst am: 02.04.2014, 11:30    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Das hat sich dann ja richtig gelohnt für die Investoren, wobei ich den Film ansich garnicht so Bombe empfand.
Aber das ist heutzutage kein Wunder, bei der Masse an neuen Filmen...

Es ist aber interessant zu sehen das sich wirklich Geld verdienen lässt mit diesem Crowdinvesting.
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TTom



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BeitragVerfasst am: 16.10.2014, 21:32    Titel: Re: Filmfinanzierung Antworten mit Zitat

Endergebnis:
1169,60 Euro Rückzahlung am ~20.10.2014 bei Invest von 1035 Euro um den 20.12.2011.
->Rendite ~4,75%

Ich bin zufrieden. Smile
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