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Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich?  

 
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miwi13



Anmeldedatum: 23.06.2018
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 16:24    Titel: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Hi,

wir sind (fast) alle keine Propheten, keine Politiker und keine Virologen, aber mich würde die Einschätzung der Foristen, mal interessieren, ob bzw. wann wir in der EU/Deutschland über den Berg sind.

Insbesondere:
    a) Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?
    b) Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?
    c) Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?
    d) Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?
    e) Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?
    f) Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?


Nur Mut bei der Vorhersage, beim Lotto gewinnt auch nicht jeder Very Happy
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Cavy



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Beiträge: 1232

BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 16:56    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

    Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?

Ja, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?

Covid wird es weiter geben, aber es wird keine harten Lockdowns mehr geben. Die gefährdeten Gruppen sind geimpft, der Rest muss/wird klar kommen.

    Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?

Nein, No-Covid ist unrealistisch. Die Welt wird mit diesem Virus zu leben lernen müssen.


    Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?

Wie jetzt, nur ohne Lcokdowns.

    Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?

Die wird mindestens nächstes Jahr noch bleiben.

    Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?

Ich denke ja, "harte" Krise vielleicht nicht, aber Krise. Momentan wird alles
mit viel Geld gestützt. Da geht nicht mehr lange. Und wenn die Kurzarbeit
endet wird es auch mehr Arbeitslose geben.

*Orakel Ende* Smile
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Zedandi



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Beiträge: 1367

BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 16:58    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Meine Prognosen:

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?


Ich denke ja, das ist ein Faktor von vielen, andere Länder mit wärmerem Klima haben zwar auch hohe Infektionszahlen aber ich denke es hat trotzdem einen gewissen Einfluss auf die R-Zahl. Man hat ja jetzt schon drei Winter und zwei Frühlinge Erfahrung (zusammen mit der Südhalbkugel, gerade der australische Winter) und bei der Grippe gibt´s ja auch nicht ohne Grund meistens im Herbst/Winter eine Grippewelle.

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?


In der EU und speziell Deutschland glaube ich noch nicht daran. Auch glaube ich, dass das Virus nicht weltweit ausgerottet werden wird oder mit der Zeit so mutieren wird, dass es immer mal wieder Ausbrüche geben wird.

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?


Das glaube ich nicht. Die Gefahr wurde weit überschätzt, mit der Zeit werden viele Maßnahmen in immer mehr Staaten als unverhältnismäßig eingeschätzt werden.

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?


Kommt auf die Impfungen drauf an, selbst wenn bis dahin nur 30-40% geimpft sein sollten und weitere 10% es schon hatten muss die R-Zahl nicht mehr stark gesenkt werden damit die Neuinfektionen nicht mehr so stark steigen.

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?


Hoffentlich wird man das beibehalten, hilft ja auch gegen die Grippesaison und die richtet ja auch schon genug Schaden an...

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?


Ich denke es werden deutlich mehr Insolvenzen als üblich aber die am stärksten betroffenen Branchen (Tourismus, Gastronomie, Events etc.) sind ja auch gerade Branchen mit sehr geringen Einstiegshürden, d.h. die entsprechenden Unternehmen und Dienstleistungen wechseln dann halt den Besitzer, sinken von der Anzahl her evt. etwas aber werden nicht ganz verschwinden. Zusammen mit der geringeren Produktivität weiter Industriekreise und dem aufgeschobenem Konsum würde ich auch von einer etwas höheren Inflation (keine Hyperinflation, sondern halt 3-6% anstatt 2%) ausgehen. Ich glaube aber nicht, dass es wie eine klassische Rezession mit extrem hoher und langer Arbeitslosigkeit wird, ich denke es wird ganz klar Gewinner und Verlierer geben. Bei "normalen" Rezessionen lag ja meistens ein Ungleichgewicht in irgendeinem Bereich vor, das erst langsam beseitigt werden muss aber das ist ja hier eher nicht der Fall.
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 16:59    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Ich bin vorsichtig optimistisch

a) Ja. U.a. wegen https://go.nature.com/36aWICZ
Allerdings ist Drosten anderer Ansicht und der hat VIEL mehr Ahnung als ich
b) Ja, zumindest in Europa
c) Nein, denn das würde sehr viel Disziplin voraussetzen
d) Ich denke wir werden zumindest was die medizinischen Auswirkungen angeht weitestgehend wieder den Vor-Pandemiezustand erreichen
e) Da bin ich mir unsicher. Mein Gefühl sagt eher, dass der Mundschutz relativ zuügig wieder verschwindet
f) Ich glaube wir werden sehr sehr viele (aufgeschobene) Insolvenzen sehen. Ansonsten bbin ich für sehr viele Branchen eher optimistisch. Der ganze aufgeschobene Konsum/Reisen wird nachgeholt werden. Das stelle ich mir ein bisschen wie die Nachkriegszeit vor - obwohl die Ausgangslage schlecht war lief es hervorragend weil die Leute das leben wieder geniessen wollten.
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Zuletzt bearbeitet von Claus Lehmann am 24.01.2021, 23:49, insgesamt 2-mal bearbeitet
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miwi13



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BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 17:44    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Ich bin ein bisschen pessimistischer.
a) Ich glaube im letzten Jahr kam die Entspannung im Frühjahr auch deshalb weil viele mehr Angst hatten als jetzt und freiwillig ihre Kontakte reduziert hatten. Das Argument wärmeres Wetter könnte durch Corona-Müdigkeit ausgebremst werden. Wenn in einem warmen Land wie Simbabwe mehrere Regierungsmitglieder an Corona sterben, lässt mich das zweifeln.
b) Laut Vorhersage vom Chefvolkswirt der Commerzbank ist die Herdenimmunität zur Jahresmitte erreicht. (https://youtu.be/25fjplpW59s?t=714) Ich vermute, dass es etwas länger dauern wird und hoffe darauf, dass es vor dem Herbst erreicht ist.
c) Nein. Kriegen wir nicht hin.
d) Ich bin mir sicher, dass es Einschränkungen im nächsten Winter geben wird, aber weniger harte als jetzt.
e) Nachdem klar ist, dass man dadurch auch Grippe und Erkältungsviren von sich fern halten kann, wird man sie öfter sehen als vor Corona.
f) Ich glaube schon dass es mehr Insolvenzen gibt. Aber sie wird sich auf bestimmte Branchen konzentrieren (Gastronomie, Tourismus, Kinos, Einzelhandel).
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Zuletzt bearbeitet von miwi13 am 24.01.2021, 17:52, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Mikefamex



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BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 17:45    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Wird wohl in etwa so werden wie mit Aids: Gibt es noch, ist aber kein Schreckgespenst mehr. Und meine Nachbarin sieht mit Maske sogar noch besser aus. Wirtschaftlich rechne ich mit Stagnation, aber keine Super- Krise, wo alle verhungern. Einige Politiker können jetzt ihre eigene Unfähigkeit prima auf Corona schieben und neue, unsinnige Gesetze erlassen. KYC 3.0!
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Bandit55555



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BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 23:05    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

miwi13 hat Folgendes geschrieben:
a) Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?

Ja glaube ich stark. Der Vitamin D Spiegel in der von Claus erwähnten Studie sollte dazu beitragen. Ab Ende März kann in Deutschland durch die Sonne wieder genügend Vitamin D Spiegel aufgenommen werden. Ich denke die vielen Corona Fälle in Pflegeheimen kommen auch daher das die meisten Bewohner bereits einen sehr niedrigen Vitamin D Spiegel haben, da sie selten nach draußen kommen.
Zusätzlich gibt es im Sommer weniger Kontakte in geschlossenen Räumen. Das dürfte die Zahlen stark entlasten.
Code:
Studie: https://www.nature.com/articles/s41598-021-81419-w



miwi13 hat Folgendes geschrieben:
b) Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?

Ja, ich denke Israel wird da als Vorbild genommen. 28% der Bevölkerung haben bereits die erste Impfung erhalten. 11% der Bevölkerung haben bereits die 2. Impfung erhalten.
Wenn die Normalität in Israel einkehrt, also die Schulen geöffnet werden und es keine Lockdowns mehr gibt, dürfte sich das auf die Impfbereitschaft in anderen Ländern auch positiv auswirken.


miwi13 hat Folgendes geschrieben:
c) Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?

Glaube ich kaum. Es dürfte immer noch Fälle geben aber nicht mehr in der Höhe wie diesen Winter.


miwi13 hat Folgendes geschrieben:
d) Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?

Ohne Lockdowns, da dann bereits mehr als 50% der Bevölkerung geimpft. Eventuell noch mit Maskenpflicht in heiklen Bereichen und beim einkaufen.


miwi13 hat Folgendes geschrieben:
e) Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?

Nachdem die Zahlen gesunken sein werden, denke ich das es nur noch freiwillig sein wird. Im nächsten Winter eventuell noch Pflicht in heiklen Bereichen wie der Medizin und beim Einkaufen. Aber glaube kaum das wir in 5 Jahren immer noch alle mit Maske einkaufen werden.


miwi13 hat Folgendes geschrieben:
f) Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?

Es wird sehr viele Insolvenzen geben. Auch dürfte die Inflation ansteigen wegen der Geldschwemme und Rettungsprogramme.
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 24.01.2021, 23:48    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

@miwi
zu a) Der Artikel sagt m.E. nur aus dass das Risiko eines schweren Verlaufs bei mehr UV Licht und somit mehr Vitamin D geringer ist (nicht der Ansteckung an sich). Und das ist sicher nur ein Faktor von vielen.
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 25.01.2021, 02:01    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

a) Ja, vor allem wegen Verhalten. SIehe letzten Sommer.
b) Wird nach derzeitigen Plänen eng, aber dadurch, dass Risikogruppen geimpft sind, wird es vermutlich weniger streng von den Einschränkungen her
c) Nein, die dafür nötige Compliance bekommen wir nicht zusammen und die Dunkelziffer ist dafür auch noch zu hoch.
d) Besser, aber nicht wie die davor, das wird noch ein Jahr dauern.
e) Keine.
f) Hart ist immer relativ, aber ich glaube, die echten wirtschaftlichen Auswirkungen haben wir noch nicht mal angefangen zu sehen.
1. Insolvenzen: da wurde viel verschoben
2. Beschleunigter Strukturwandel Handel: das wird die Innenstädte und die Immobilienwirtschaft treffen.
3. Beschleunigter Strukturwandel Arbeitswelt. Die meisten Firmen sind jetzt auf Homeoffice eingerichtet. Da wird es zwar eine Gegenbewegung geben, aber das wird trotzdem bleiben. Das trifft die Immobilienwirtschaft, wegen geringerer Nachfrage nach Büroraum. Es trifft die Reisewirtschaft wegen weniger Geschäftsreisen (Fluggesellschaften, Hotels). Es hilft dem ländlichen Raum, weil auch moderne Jobs außerhalb von Großstädten entstehen. Außer da (und das ist vor allem ein deutsches Problem), wo man nichtmal nen anständigen Internetanschluss hingelegt bekommt.
4. Das Mobilitätsverhalten ändert sich. Wegen 3. und weil viele jetzt wieder stärker aufs Auto setzen, wird es eine Gegenbewegung zum "weg vom Auto"-Trend der letzten Jahre geben. Gut für die Autoindustrie insgesamt... also die, die den Strukturwandel zur Elektromobilität nicht verkacken zumindest.
5. Event/Entertainment/Kultur-Industrie. Da wird wahnsinnig viel gestorben sein, wenn die Krise vorbei ist, da bin ich auch noch nicht sicher, wie viel wir dieses Jahr noch sehen werden. Das wird aber dann wiederum einen ziemlichen Wandel bringen, weil es natürlich auch große Chancen für neue Player bringt. Sehr schwer einzuschätzen, wird aber evtl. Städte wie Berlin, die da zuletzt stark von gelebt haben, stark verändern.
6. Die aufgeblähte Geldmenge und das abgeschöpfte Kapital, das derzeit in Erhaltung gesteckt (verkonsumiert) wird, wird sich bemerkbar machen, Kapitalkosten (Zinsen) werden dadurch tendenziell steigen. Wenn auch vielleicht nicht nominal, je nachdem, wie viel da wieder bei den Notenbanken versteckt wird. Aber dann wird es in die Inflation wandern. Ich würde aber eher auf steigende Zinsen tippen.

In Summe: ich würde nicht unbedingt in Immobilien investieren, schon gar nicht beim derzeitigen Preisniveau, insbesondere nicht in Gewerbeimmobilien aber auch die hyperaktive Nachfrage nach Innenstadt-Top-Wohnlagen könnte etwas gedämpft werden.
Ich würde nicht in Handel investieren, zumindest nicht in stationären.
Beim Entertainment gibt es große Chancen für Newcomer, bei Mobilität auch.
Im Medizinsektor erwarte ich einen Trend zu mehr Staatsinvestitionen und weniger Privatisierung, auch wenn sich ja unser Gesundheitssystem als recht belastbar erwiesen hat.
Aktien könnten riskant werden, wenn die Zinsen steigen, da ist ja derzeit viel in der Bewertung dem niedrigen Zinsniveau geschuldet.
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fangri



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BeitragVerfasst am: 25.01.2021, 12:39    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

a) Das wärmere Wetter und Vitamin D sind nur Kontributoren, aber der Verlauf wird stärker durch andere Maßnahmen bestimmt. Australien & Neuseeland hat es in deren Winter besser hingekriegt das Virus zu minimieren, als wir in unserem Sommer.
Meine Befürchtung ist eher, dass es im Mai/Juni nochmal besonders schlimm wird. Die Gruppen mit dem höchsten Sterberisiko sind geimpft, weshalb die Todeszahlen sinken. Dadurch werden (insebesondere im Superwahljahr) Lockerungen vorangetrieben, die zu stark steigenden Zahlen führen werden. Wenn das so kommt, werden wir in dieser Zeit vermehrt Jüngere auf der Intensivstation sehen. Von den Schäden die sich abzeichnen durch Longcovid selbst bei symptomlosen Fällen mal abgesehen.
b) Ich gehe davon aus, dass in der EU bis zum Winter viele geimpft wurden. Was für mich offen ist, inwiefern das mit Minderjährigen aussieht. Dort gibt es afaik bisher noch keinen zugelassenen Impfstoff
c) No-Covid ist aus meiner Sicht eine Brückentechnologie, um die Zeit bis zur Herdenimmunität zu überstehen. Ich hoffe, dass wir nicht wieder dieselben Öffnungsdiskussionsorgien wie im Sommer erleben, sobald die Zahlen sinken. Stattdessen sollten wir die Maßnahmen noch einen Monat länger beibehalten, um nicht von Inzidenz 50 wieder ins exponentielle Wachstum zu starten, sondern quasi bei 0 zu sein.
Langfristig wird das Virus nicht ausgerottet werden, sondern endemisch werden.
d) Der nächste Winter wird, besser, das Grundimmunität durch Impfung & Infektion besteht. Der einzige Game-Changer wäre eine Mutation, die dem Impfschutz fast komplett entschlüpft. Soweit ich Drosten verstanden habe, ist das aber quasi undenkbar (bzw wäre halt ein neues Virus)
e) Ich hoffe, dass es sich wie in Asien einbürgern wird, dass man aus Höflichkeit den anderen gegenüber eine Maske trägt, wenn man sich krank fühlt. Leider gehe ich aber davon aus, dass sie weitgehend verschwinden werden, da sie in den Diskussionen immer als Unterdrückung geframed werden und nicht als Hilfsmittel.
f) Es wird auch wieder eine harte Wirtschaftskrise kommen. Allerdings erwarte ich erstmal eine große Euphorie, so wie man sie nach den Kriegsjahren hatte, oder auch in den wilden 20ern nach Ende der spanischen Grippe.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 25.01.2021, 13:46    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

fangri hat Folgendes geschrieben:
Der einzige Game-Changer wäre eine Mutation, die dem Impfschutz fast komplett entschlüpft. Soweit ich Drosten verstanden habe, ist das aber quasi undenkbar (bzw wäre halt ein neues Virus)


Als nicht-Virologe finde ich das sehr schwer einzuschätzen, die Virologen scheinen sich da nicht einig zu sein. Die Hinweise verdichten sich aber, dass es den typischen Wettlauf von Virus vs. Impfstoff geben wird: https://www.nature.com/articles/d41586-020-00502-w

"The findings suggest that vaccine-resistant variants might emerge, meaning that COVID-19 vaccines could need an update."
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Scripophix



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BeitragVerfasst am: 25.01.2021, 14:07    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

Zitat:
a) Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?


Ich sage JA; denn da laufen wir alle wieder auseinander und hocken nicht mehr dicht an dicht. Dessen ungeachtet glaube ich an erhebliche Ansteckungszahlen, vielleicht höher als jetzt, aber die Betroffenheit sehe ich gerade im frühen Sommer bei den Jüngeren. Denn: Impfen macht leichtsinnig, dummerweise auch die noch nicht Geimpften.

Zitat:
b) Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?


Ja, vielleicht nicht schnell genug für eine Herbst-Vollöffnung, aber wenn die Impfdosen reichlich vorhanden sind und erste Länder die Herdenimmuntität zeigen, dann wird die Impfbereitschaft auch hierzulande groß genug sein.

Zitat:
c) Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?


Ja, in einigen asiatischen Ländern und solchen, bei denen es Disziplin gibt. In Deutschlanbd wird das nicht funktionieren.

Zitat:
d) Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?


Partylaune contra Rest-Einschränkungen meint, dass keine Vollöffnung passiert und wir mit restlichen Problemen leben müssen.

Zitat:
e) Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?


Aufgrund des noch fehlenden Breitband-Impfstoffs wird die Maske noch ein wenig bleiben, aber vermutlich weniger im Straßenbild als vielmehr in bestimmten Risiko-Innenbereichen. In fünf Jahren ist sie erledigt, da geht es maskenfrei.

Zitat:
f) Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?


Mehr Insolvenzen als üblich sind für mich keine harte Wirtschaftskrise, sondern ein ein Gesundschrumpfen. Wer vor Corona bereits angeschlagen war, der wird nach Corona aus dem Wettbewerb ausscheiden. Die frei werdenden Umsätze nehmen andere (gesunde) Anbieter gerne auf.

Die hohen Konjunkturprogramme stimmen mich optimistisch. Aber sie müssen beibehalten werden. Dann kommen wir nicht hinkend aus der Krise, sondern mit Schwung. Und das bedeutet Konsum ohne Ende, Reisen, Restaurants, Elektronik für zuhause und und und
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Gruss aus dem Norden
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WhatCrisis



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BeitragVerfasst am: 29.01.2021, 19:52    Titel: Re: Corona-Krise - wo stehen wir eigentlich? Antworten mit Zitat

a) Entspannt sich die Krise im Frühjahr/Sommer mit wärmerem Wetter?
Ja - das wäre nur mehr als logisch aus den bereits genannten Gründen. Bleibt nur zu hoffen, dass die lobby-bestimmte Politik nicht wieder wahllos Reisen in aller Herren Länder freigibt, damit vorrangig die Luftfahrtbranche nicht mehr am Staatstropf hängt. Die Folgen wären aber vermutlich ebenso fatal wie im vergangenen Jahr.

b) Wird genügend geimpft, sodass im nächsten Herbst und Winter die Krise vorbei ist?

Erstens halte ich den Prozentsatz der Impfbereitschaft mit 60% der Bevölkerung für zu hoch und zweitens stände für eine komplette Durchimpfung auch gar nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Ich glaube daher nicht, dass Corona in 2022 keine Rolle mehr spielen wird.

c) Wird sich die No-Covid-Strategie durchsetzen?
No-Covid ist jedenfalls realistischer als Zero-Covid und ist aus meiner Sicht auf jeden Fall anzustreben. Die Alternative wären vermutlich Wellen nach Wellen. Wir wissen aktuell überhaupt noch nicht, ob und in welchem Umfang geimpfte Personen das Virus übertragen können oder nicht. Auch nach über einem Jahr CoVid gibt es in vielen Bereichen immer noch mehr Fragen als Antworten.

d) Wie wird der Winter 2021/2022 im Vergleich zu diesem?
Mit politischem Augenmaß und gesundem sowie wissenschaftlichem Menschenverstand hoffentlich besser.

e) Welche Zukunft hat die Mundschutzmaske im Straßenbild (nächstes Jahr / in 5 Jahren)?
In Asien ist der MNS schon fester Bestandteil des Alltags. Die Vorteile auch gegenüber den üblichen Erkältungskrankheiten konnte man in diesem Winter sehr eindrucksvoll erkennen. Ich vermute, dass wir die Maske noch über Jahre im Alltag sehen werden.

f) Wird noch eine harte Wirtschaftskrise kommen (mehr Insolvenzen als üblich)?
Die Folgen sind schwer zu beurteilen. Es wird sicherlich zu einer Insolvenzschwemme kommen, andererseits zeigt sich insbesondere die Exportwirtschaft extrem robust.
Sollten die wirtschaftlich starken Staaten das Virus nicht in den Griff bekommen und Einschränkungen weiter verschärft oder sehr lange notwendig werden, dann wäre ich pessimistisch. Die sozialen Unruhen, die sich in den Niederlanden andeuten zeigen einmal mehr, wie fragil unsere Systeme werden können. Wenn die Sache hier aus dem Ruder läuft, dann hätte das allerdings massive Auswirkungen auf die Wirtschaft mit der Gefahr von Domino-Effekten.

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders. Möglicherweise mutiert CoVid zu einem zwar ansteckenderen Virus, dass aber weniger gravierende Symptome zur Folge hat (s. spanische Grippe). Wissenschaftlern zufolge könnte dies in 3 bis 5 Jahren soweit sein. Trotzdem: ein Zustand wie in der Vor-Corona-Zeit darf es nicht wieder geben. Wachstum ohne Grenzen gibt es nicht! Wir sollten alle aus der Pandemie lernen....allein die Hoffnung stirbt zuletzt....
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