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Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz  
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 09:10    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Destiny hat Folgendes geschrieben:
Wo bleibt da die Rechtssicherheit. Wenn es tatsächlich so kommt heißt das doch man kann sich auf nichts mehr verlassen was die Plattformen angeben. Das wäre dann auch gleichzeitig ein Versagen des Regulierers. Und das im UK.
Bin gespannt wie das weiter geht. Aber ich bin mir ziemlich sicher das wird sich über Jahre ziehen.


Sehe ich genauso. Dass die Abwicklung jetzt so chaotisch wird, kann man ja auch dadurch erklären, dass Collateral eben nicht (mehr) die passende Genehmigung der FCA für p2p hatte. Wie genau es dazu kommen konnte weiß man noch nicht (oder man weiß es aber ich blicke bei der Fülle an Infos einfach nicht mehr durch), angeblich hatte Collateral den Antrag (für eine passende Lizenz) zurückgezogen weil sie dachten sie brauchen für ihre Aktivitäten gar keine p2p-Lizenz (anscheinend sind in UK manche Kredite wie spekulative Immobilienkredite a la Lendy* im Gegensatz zu "normalen" p2p-Aktivitäten unreguliert). Auch wird gemutmaßt (oder man weiß es aber die Info steckt irgendwo in einem 130 Seiten-Thread), dass durch das Geflecht an Firmen die falsche der Collateral-Firmen die Interim Permission (vorläufige Lizenz) gehabt hat, diejenige die dann die regulierte Tätigkeit ausgeführt hatte wurde erst so spät gegründet, dass sie gar keine Interim Permission mehr erhalten hätte können.

Aber egal ob das Collateral Management da irgendwelche krummen Dinge gedreht hat oder einfach aus Unwissenheit keine ordentliche Genehmingung hatten, die Frage bleibt (da sie ja lange im Register der FCA mit der passenden Lizenz geführt wurden) wie hätte man als Anleger den Braten riechen sollen? Immer die FCA-Seite im Blick behalten falls sich da was ändert, in der Hoffnung dass ähnliche Plattformen auch noch einen Monat unreguliert arbeiten und man somit sein Geld abziehen kann? Plattformen ohne "Full Authorisation" kategorisch meiden? -Was absolut nicht im Sinne der Regulierers wäre. Meiner Meinung nach hat hier die FCA auf voller Linie versagt: Sie hätte spätestens beim Ablauf der Interim Permission (im Idealfall schon vorher) reagieren müssen, nicht erst einen Monat später. Sollte Collateral nie die richtige Lizenz gehabt haben, hätte das der FCA auffallen müssen, es gibt viele p2p-Plattformen im UK aber dennoch muss doch von Beginn an sichergestellt sein, dass jede legal operiert. Ansonsten gibt es KEINE Rechtssicherheit wenn jede Plattform nach außen einfach behaupten kann was ihr nützt und die Anleger keine Möglichkeit haben das zu überprüfen! Sollte das Problem gewesen sein, dass Collateral seine Bewerbung für die Full Authorisation zurückgezogen hat weil sie dachten sie bräuchten sie nicht, dann ist es erst recht die Schuld der FCA weil dann müsste doch sofort die Nachricht an Collateral rausgehen: Ähm Ihr braucht die Lizenz sehr wohl, nehmt die Rücknahme sofort zurück oder wir machen Euch den Laden dicht!

So weiß ich echt nicht welche Lehren ich aus diesem Fall ziehen soll. Dass es immer ein Risiko ist in einem fremden Rechtsraum (hier UK) zu investieren, wusste ich schon vorher. Genauso wie, dass es der Super-GAU für die Anleger ist wenn eine Plattform pleite geht ("Aber ich hab doch immer noch den Direktanspruch über 10€ ggü. dem Kreditnehmer im Kaukasus"). Aber was das am Ende bedeutet, wird mir erst jetzt richtig bewusst! Im Fall Collateral haben leider alle Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Anleger versagt und man ist jetzt darauf angewiesen, dass ein Insolvenzverwalter (oder was auch immer), der angeblich 500 GBP/Stunde abrechnet und keinerlei Motivation hat den Fall schnell abzuschließen, das Beste daraus macht... Wenn ich sehe was für Idioten sich im p2p-independent Forum rumtreiben, die keine Ahnung von Geldanlage & p2p-Krediten zu haben scheinen aber dann aus purer Gier mehrere hunderttausend Pfund über Collateral ("my whole life savings") investierten, kann ich mir gut vorstellen was für Rechtsstreitigkeiten noch folgen werden...
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 09:36    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Noch ein Artikel: http://www.p2pfinancenews.co.uk/2018/06/12/collateral-investors-may-have-to-join-queue-of-creditors/

Im Prinzip nichts Neues aber gut zu wissen, was die Essenz dieser Sektion 26 genau ist:

Zitat:
An update from BDO said its initial view was that due to section 26 of the Financial Services and Markets Act – which deems that agreements with unregulated parties are unenforceable – investors would be treated as creditors.

This means they would have to submit documentation to BDO on what they are owed and wait to see what funds can be recouped through the administration.


Es wird sehr interessant sein was dieses "unenforceable" in der Praxis bedeutet, wenn man von Schuldnern Geld eintreiben möchte...vor allem im Hinblick auf schon gezahlte Zinsen.
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 09:50    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Von den mehr juristisch interessierten/gebildeten Anlegern wird aber diskutiert/in Frage gestellt ob diese Section in diesem Fall anwendbar ist.

Nur: damit will (und sollte) der "Normale" Anleger sich nicht auseinandersetzen müssen. Es sollte so sein, dass die Abwicklung der Plattform so abläuft (zumindest annährend) wie der Krisenplan, der vorher erstellt wurde, es vorsah.

Und bei Collateral ist nichts so wie geplant. Und das liegt nicht nur daran dass die FCA mit RR sozusagen den Living will eliminiert hat, sondern egal wohin ich schaue, es kommen immer wieder neue Überraschungen.
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 10:59    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:

Aber egal ob das Collateral Management da irgendwelche krummen Dinge gedreht hat oder einfach aus Unwissenheit keine ordentliche Genehmingung hatten, die Frage bleibt (da sie ja lange im Register der FCA mit der passenden Lizenz geführt wurden) wie hätte man als Anleger den Braten riechen sollen? Immer die FCA-Seite im Blick behalten falls sich da was ändert, in der Hoffnung dass ähnliche Plattformen auch noch einen Monat unreguliert arbeiten und man somit sein Geld abziehen kann? Plattformen ohne "Full Authorisation" kategorisch meiden? -Was absolut nicht im Sinne der Regulierers wäre. Meiner Meinung nach hat hier die FCA auf voller Linie versagt: Sie hätte spätestens beim Ablauf der Interim Permission (im Idealfall schon vorher) reagieren müssen, nicht erst einen Monat später. Sollte Collateral nie die richtige Lizenz gehabt haben, hätte das der FCA auffallen müssen, es gibt viele p2p-Plattformen im UK aber dennoch muss doch von Beginn an sichergestellt sein, dass jede legal operiert. Ansonsten gibt es KEINE Rechtssicherheit wenn jede Plattform nach außen einfach behaupten kann was ihr nützt und die Anleger keine Möglichkeit haben das zu überprüfen! Sollte das Problem gewesen sein, dass Collateral seine Bewerbung für die Full Authorisation zurückgezogen hat weil sie dachten sie bräuchten sie nicht, dann ist es erst recht die Schuld der FCA weil dann müsste doch sofort die Nachricht an Collateral rausgehen: Ähm Ihr braucht die Lizenz sehr wohl, nehmt die Rücknahme sofort zurück oder wir machen Euch den Laden dicht!


Ich denke mal, in die Richtung wird es zukünftig laufen.

Allerdings muss man halt auch sehen: das ist ein zweischneidiges Schwert. Nach dem Standard gäbe es den kompletten Markt heute nicht. Das hat sich in UK ja gerade deshalb gut entwickelt, weil die FCA nicht von Anfang an mit noch unerprobten Regulierungen für noch unerprobte Geschäftsmodelle Forderungen nach Lizenzierung gestellt hat.
Dass sie jetzt, wo der Markt langsam erwachsen wird, da anfangen, die Schrauben anzuziehen, ist klar.
Aber ich würde mal davon ausgehen, dass mindestens 50% der UK-Plattformen und irgendwas in der Gegend von 90-100% der baltischen Plattformen das so in irgendeinem Grad nicht erfüllen, selbst die, die derzeit eine FCA-Lizenz haben.

Und das muss einem bei dem ganzen Geschäft auch ständig klar sein.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 08:49    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Ich denke mal, in die Richtung wird es zukünftig laufen.

Allerdings muss man halt auch sehen: das ist ein zweischneidiges Schwert. Nach dem Standard gäbe es den kompletten Markt heute nicht. Das hat sich in UK ja gerade deshalb gut entwickelt, weil die FCA nicht von Anfang an mit noch unerprobten Regulierungen für noch unerprobte Geschäftsmodelle Forderungen nach Lizenzierung gestellt hat.


Da gebe ich dir prinzipiell Recht, es ist wichtig, dass man solchen neuen Geschäftsmodellen eine Weile freie Hand lässt um sich zu entwickeln. Allerdings ging es mir eher darum wie die FCA das Ganze gehandhabt hat, vor allem, dass man sich nicht auf die auf der FCA Website angezeigte Interim Permission verlassen konnte. Es musste zwar immer damit gerechnet werden, dass Collateral keine Full Authorisation bekommt und das Geschäft deshalb evt. aufgeben muss. ABER man hätte eben erwarten können, dass durch die Regeln die die FCA selber aufgestellt hat, der Abwicklungsplan greift (ob es dabei zu einem geordneten Übergang kommt ist wieder eine andere Frage). In diesem Fall aber hat die FCA es selbst verhindert, dass der Plan befolgt wird. Das hat sie zwar getan um die Gesamtheit der Anleger langfristig zu schützen (eine Firma kann nicht einfach ihren eigenen Insolvenzverwalter aussuchen ohne dass da jemand wie die FCA drüberschaut, da wäre Küngelei zum Schaden der Anleger ja Tür und Tor geöffnet) aber in diesem Fall hat es die Anleger halt total in die Scheiße geritten und ich wage mal die Prognose, dass die Masse der Anleger nicht verstehen wird warum Collateral kein Prezedenzfall für ordentlich regulierte Plattformen darstellt...und das schadet dann der kompletten Branche, denn es zerstört Vertrauen.

Ich hatte da gestern mit den ganzen Abläufen etwas durcheinander gebracht weil ich den Überblick verloren hatte. Es ist nämlich ziemlich sicher, dass keine Collateral-Firma jemals eine Interim Permission erhalten hat (Die FCA hat dazu mal klargestellt:"The Collateral Companies operated a peer-to-peer lending platform through a website (collateraluk.com) and Collateral UK Ltd purported to hold an interim permission from the FCA to carry on regulated activities. In fact, none of the Collateral Companies held any valid authorisation or permission to carry on regulated activities.") obwohl das im offziellen FCA-Register anders stand!!! Richtig war, dass eine Collateral-Firma (Regal Pawnbroker Limited) irgendeine andere Lizenz hatte aber nicht die passende. Die Frage ist hier warum war es nicht ersichtlich? Und vor allem warum stand da Müll im FCA-Register? Anscheinend können die Firmen ihre Details auf der FCA-Seite selbst ändern und es steht der Verdacht im Raum, dass Collateral hier getrickst hat.

Lange Rede kurzer Sinn, es hätte für die Anleger (und auch die FCA selbst) ersichtlich sein müssen, dass Collateral keine echte interim permission hat bzw. es hätte auf gar keinen Fall etwas falsches im Register auftauchen dürfen. Und das würde die Innovationskraft der jungen Branche sicher nicht tangieren, es ist eher eine Selbstverständlichkeit, da die Regulierung ja sowieso vorgeschrieben ist. Wenn Firmen selbst in diesem Register rumpfuschen können wie sie wollen, hilft das echt niemandem außer Betrügern... Und genau hier sehe ich das Versäumnis der FCA.
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 09:42    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:
aber in diesem Fall hat es die Anleger halt total in die Scheiße geritten und ich wage mal die Prognose, dass die Masse der Anleger nicht verstehen wird warum Collateral kein Prezedenzfall für ordentlich regulierte Plattformen darstellt...und das schadet dann der kompletten Branche, denn es zerstört Vertrauen.

Das weißt Du nicht. Wenn ich Claus' Kommentare oben richtig deute, lag da ja bei Collateral noch einiges mehr im Argen und vielleicht wäre es unter Collateral-Regie noch schlimmer gekommen?

Zitat:

Lange Rede kurzer Sinn, es hätte für die Anleger (und auch die FCA selbst) ersichtlich sein müssen, dass Collateral keine echte interim permission hat bzw. es hätte auf gar keinen Fall etwas falsches im Register auftauchen dürfen. Und das würde die Innovationskraft der jungen Branche sicher nicht tangieren, es ist eher eine Selbstverständlichkeit, da die Regulierung ja sowieso vorgeschrieben ist. Wenn Firmen selbst in diesem Register rumpfuschen können wie sie wollen, hilft das echt niemandem außer Betrügern... Und genau hier sehe ich das Versäumnis der FCA.

Jo, da wird die FCA sich kräftig bessern müssen.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 11:10    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Zedandi hat Folgendes geschrieben:
aber in diesem Fall hat es die Anleger halt total in die Scheiße geritten und ich wage mal die Prognose, dass die Masse der Anleger nicht verstehen wird warum Collateral kein Prezedenzfall für ordentlich regulierte Plattformen darstellt...und das schadet dann der kompletten Branche, denn es zerstört Vertrauen.

Das weißt Du nicht. Wenn ich Claus' Kommentare oben richtig deute, lag da ja bei Collateral noch einiges mehr im Argen und vielleicht wäre es unter Collateral-Regie noch schlimmer gekommen?


Das ist auch wieder wahr, wobei sich erst noch zeigen wird wie das unter BDO weiter geht. Ich bin mir dem eventuellen Interessenskonflikt bei RR bewusst. Allerdings hat der Wechsel von RR zu BDO erstmal zu Verzögerungen und Chaos geführt, inwieweit der momentane Verlust der IT-Plattform damit zusammenhängt und wozu das noch führt weiß man auch noch nicht... Es bleibt spannend Wink
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 16:46    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Standpunkt
http://www.p2pfinancenews.co.uk/2018/06/21/collateral-collapse-quantuma/
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Vagabund



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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 23:22    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Gerade per Mail erhalten!

Collateral (UK) Limited
Collateral Sales Limited
Collateral Security Trustee Limited (together, ‘the Companies’) – All in Administration

Please see the attached Joint Administrators’ Proposals for the Companies.
As mentioned in Section 16 of the Proposals, a pre-completed Proof of Debt form for each investor will follow.

Kind regards
For and on behalf of
The Companies
Shane Crooks
Joint Administrator

Please note the Joint Administrators act as agents of the Company and without personal liability.
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Gruß aus Berlin
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 07:49    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Oh Mann, das liest sich noch unglaublicher als erwartet.

Die daten lagen auf Servern bei Dritten (vermutlich einem Hoster) und Collateral selbst hatte keinerlei Backups oder Kopien
Der Administrator hat die Server bei diesem Dritten lokalisiert und versucht die Daten mit einem Datenforensiker zu rekonstruieren

Zitat:
We have since made contact with the third party company holding the servers. Again, following protracted correspondence and with the assistance of our lawyers and my firm’s Forensic Technology team, we have located and secured the actual servers previously used by the Companies. There appears to be a significant volume of data still held on those servers and, as at the date of these proposals, we have taken steps to consolidate the contents of the different servers containing the Companies’ data into a single location (whilst preserving the originals intact).


Die Firma scheint auch sonst eine relativ hemdsärmelige Buchführung gemacht zu haben. Es wurden zwei Tabellenkalulationen mit wichtigen Daten übergeben

Zitat:
... also provided certain key information in relation to the investors and loan book, in the form of two spreadsheets (which I refer to below) and copies of email correspondence between his office and various stakeholders during the period in which he purported to act as administrator. ...advised that he held no other books or records, and neither did he have any access to the Companies’ electronic platform, or
the data contained within it.


Zitat:
Members of the Joint Administrators’ team attended the Companies’ trading address in Manchester on the afternoon of their appointment. The address is a serviced office space, and the office provider advised that the Companies had vacated the office several months prior to the Joint Administrators’ appointment. There were no assets or books and records remaining at the premises.


Der Bericht macht einen professionellen Eindruck. Allerdings berechnet der Adminsitrator Stundensätze die bis zu 600 Pfund pro Stunde gehen (für Partner; für geringere Qualifikationen natürlich deutlich weniger)

Die total geschätzten Gebühren des Administrators betragen 533.000 Pfund (Appendix Fee estimate)

Der Administrator schreibt dass es noch zu früh ist für eine kommerzielle Bewertung, eine Kernaussage für Anleger ist aber

Zitat:
We would, however, note that, as summarised on the statement of estimated financial position attached at Appendix 2, the estimated claims of creditors exceed the book value of the assets held by the Companies (including trust assets). Therefore, even before taking account of any potential asset write-downs and the costs of the Administrations, it appears likely that not all investors and creditors will recover their entire exposure to the Companies and the Collateral lending platform.
(Hervorhebung durch mich)

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Zuletzt bearbeitet von Claus Lehmann am 22.06.2018, 08:22, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 08:12    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Zitat:
We would, however, note that, as summarised on the statement of estimated financial position attached at Appendix 2, the estimated claims of creditors exceed the book value of the assets held by the Companies (including trust assets). Therefore, even before taking account of any potential asset write-downs and the costs of the Administrations, it appears likely that not all investors and creditors will recover their entire exposure to the Companies and the Collateral lending platform.


Da bin ich ja mal gespannt was am Ende für die Anleger noch übrig bleibt...
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 08:20    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Im englischen Forum gibt es Meinungen der Anleger und eine überschlägige Schätzung eines Anlegers der auf Basis einer sehr simplen Kalkulation auf 94% Quote kommt.
Ein anderer nimmt 500K Shortfall und 500K Gebühren an, stellt denen aber 1,7 Mio. auflaufende Zinsen pro Jahr gegenüber.

Ich denke es wird extrem davon abhängen wie gut das Inkasso und ggf. die Verwertung/der Verkauf der Immobilien bei den Immobilienkrediten läuft.

Auf Basis der jetzigen Informationen wäre meine Schätzung (pure Annahme) dass Anleger irgendetwas zwischen 50 und 100% wiederbekommen.

Immerhin werden in dem Report die Anlegergelder als "trust assets" eingestuft, was soweit ich das aus dem gelesenen verstehe, eine deutlich bessere Stellung ist, als wenn die Anleger reine "unsecured creditors" wären.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 10:26    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Ich habe das mit den 1,7 Mio. GPB Zinsen auch gelesen aber das ist eine sehr optimistische Abschätzung, die meisten Kredite dürften kein Jahr mehr laufen und die Ausfälle, die ja auch keine Zinsen zahlen, sind ja anscheinend erheblich.

Wie du schon sagst, es hängt nun alles von dem Eintreiben des Geldes ab. Und genau hier ist meine Vermutung, dass BDO unglaublich schlecht/ineffizient sein wird. Für die ist es eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung und mehrere Jahre Zeit zum Verkaufen von Immobilien, die es aber eben braucht wie man bei anderen Plattformen sieht, haben die auch nicht (wäre auch sehr teuer bei deren Stundensätzen). Daher denke ich, dass die versuchen werden mit drastischen Abschlägen alles so schnell wie möglich loszubekommen... Außer es findet sich ein Käufer für das komplette Loanbook, was gar nicht so unwahrscheinlich ist aber auch dann wird man wahrscheinlich nicht um Abschläge herumkommen, da ja einige/viele Kredite bis dahin mit ziemlicher Sicherheit als NPL einzuordnen sind (was zu Beginn als Ablrate*, Bondmason* & co. ihr Interesse bekundet haben, ja nicht so war).
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 10:29    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

Wer nicht beteiligt ist, der Report steht auf der BDO Website der Öffentlichkeit zur Verfügung
https://www.bdo.co.uk/en-gb/collateral-companies-in-administration-investor-information
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Vagabund



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BeitragVerfasst am: 23.06.2018, 01:33    Titel: Re: Collateral Erfahrungen (UK) - Insolvenz Antworten mit Zitat

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Please see the attached personalised Proof of Debt form to accompany the Joint Administrators’ Proposals for the Companies.
All queries should be directed to investorcollateral@bdo.co.uk and a member of the team will respond as soon as possible.

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David Forster

For Shane Crooks
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Im Anhang ein Formular mit meinen persönlichen Daten und der Forderung des Betrages auf dem Konto bei Collateral. Bis wann das Formular wieder zurückgeschickt werden muss konnte ich dem Schreiben nicht entnehmen.
Stellt sich die Frage, ausdrucken, ausfüllen und zurücksenden oder ignorieren? Question
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