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Brexit Paradoxon  
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 25.01.2019, 17:26    Titel: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Raus will /soll man ja

Aber eigentlich soll alles so bleiben wie man es gewohnt ist und die Regierung versichert auch schon detailliert, dass sie hart daran arbeitet dass es auch bei einem harten Brexit so bleiben möge und man natürlich gern die EU Regularien weiter praktizieren möchte. Man sei zwar dann nicht mehr dazu gezwungen, aber es sei auch nicht zwingend es nicht mehr zu tun

https://www.gov.uk/government/publications/mobile-roaming-if-theres-no-brexit-deal/mobile-roaming-if-theres-no-brexit-deal
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Oktaeder



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BeitragVerfasst am: 25.01.2019, 17:50    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Ich habe gestern mit Franziska Brantner gesprochen, ehemalige Europaparlament Abgeordnete und jetzt im Bundestag. Das wird noch Tränen geben in GB. Das Land ist schon jetzt tief zerrissen und wenn die Auswirkungen erstmal spürbar werden, da bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Es ist uns allen gar nicht so klar, wieviel inzwischen durch Europa geregelt wurde. Und da ist jede Menge gutes und wichtiges darunter, nicht nur der sprichwörtliche Krümmungsradius der Banane. Das alles Umzusetzen wird die Bürokratie viele Jahre beschäftigen und vom wichtigen Tagesgeschäft abhalten.
Um Einstein zu zitieren sind nur zwei DInge unendlich, das Universum (das ist aber nicht so ganz geklärt) und die menschliche Dummheit. Voilà.
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StefanAlbert



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BeitragVerfasst am: 25.01.2019, 20:37    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Vereinfacht ausgedrückt versteh ich das alles aus Briten Sicht so: "Alle Vorteile der EU behalten, Nachteile Brexiten". Wird so nicht funktionieren.
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 26.01.2019, 13:21    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

ein harter Brexit wäre auf jeden Fall ein interessantes Experiment was denn bei einem Ausstieg tatsächlich passiert.
Mich erinnert das ein bischen an die Weltuntergangspropheten bzgl. des Jahrtausendwechsels die abstürzende Flugzeuge und explodierende AKW's prognostizierten.

Es würde sicherlich Probleme geben, aber die würden mit der Zeit gelöst werden.

Im übrigen gibt es immer noch mehr Länder die ausserhalb der EU sind als innerhalb. Dort leben die Menschen auch nicht alle am Abgrund.

Was man aber auf jeden Fall lernen kann ist, dass Volksbefragungen Bullshit sind.
Hier in Hamburg wurde grade ein Neubauprojekt (100 Mietwohnungen in sehr guter Lage mit moderaten Mieten) per Bürgerbegehren krachend abgelehnt
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 26.01.2019, 14:45    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Kurzfristig überwiegen sicher die negativen Aspekte aber langfristig ist das alles andere als sicher. Ich sehe es auch als Experiment an, wie stark die Auswirkungen eines Austritts wirklich sind. Ich bin froh, dass das mal versucht wird, denn die EU ist kein Warschauer Pakt und ein Austritt/Ausschluss muss auch ein gangbarer Weg sein. Aber ich finde es schade, dass es ausgerechnet die Briten sind, die gehen...jetzt bekommen die marktwirtschafts- und wettbewerbsfeindlichen Länder der Südschiene noch mehr Einfluss...da hätte ich es echt lieber gesehen, wenn Frankreich, Griechenland oder Italien dieses Experiment gewagt hätten (wobei die Mitgliedschaft im Euro und der EU zwei komplett verschiedene Sachen sind, die nur in der Griechenlandkrise gerne vermischt wurden...).
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 28.01.2019, 13:56    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Denke die EU wird (und muss) hart bleiben und keine (oder nur minimale) Nachverhandlungen zulassen. Sonst ist "Tür und Tor" geöffnet für weitere Austritte.
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Thep2pinvestor



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BeitragVerfasst am: 28.01.2019, 17:45    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

scrooge hat Folgendes geschrieben:


Im übrigen gibt es immer noch mehr Länder die ausserhalb der EU sind als innerhalb. Dort leben die Menschen auch nicht alle am Abgrund.



Ja, das ist richtig. Allerding betreiben diese Länder vielleicht nicht 50 % ihres Handels mit der EU ?
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 12:00    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

ich habe nicht in Abrede gestellt dass es durch einen harten Brexit zu Problemen für GB kommen wird - die aber nicht unlösbar sind.
Ich sehe auch nicht, warum der Handel zwischen EU und GB zum Erliegen kommen soll. Wenn man mit dem totalitären China (kein EU-Mitglied) ein Warenaustausch in Höhe von mehr als 0,5 Billionen € möglich ist sollten auch Handelsbeziehungen mit GB weiterhin machbar sein.


Zuletzt bearbeitet von scrooge am 29.01.2019, 14:18, insgesamt 2-mal bearbeitet
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dadula



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 12:03    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Skippy hat Folgendes geschrieben:
Denke die EU wird (und muss) hart bleiben und keine (oder nur minimale) Nachverhandlungen zulassen. Sonst ist "Tür und Tor" geöffnet für weitere Austritte.


Das hört sich fast an wie eine Zwangsmitgliedschaft und Bestrafung für diejenigen nicht mehr mitmachen wollen Smile Wink
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10h6



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 12:49    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

dadula hat Folgendes geschrieben:
Skippy hat Folgendes geschrieben:
Denke die EU wird (und muss) hart bleiben und keine (oder nur minimale) Nachverhandlungen zulassen. Sonst ist "Tür und Tor" geöffnet für weitere Austritte.


Das hört sich fast an wie eine Zwangsmitgliedschaft und Bestrafung für diejenigen nicht mehr mitmachen wollen Smile Wink


Nein, es geht darum, dass die Länder, die austreten möchten, danach eben keine Vorzüge der EU in Anspruch nehmen können. Macht man zu viele Zugeständnisse nach einem Austritt würden sich andere Länder zu Recht fragen warum sie mit einer EU-Mitgliedschaft neben den Vorteilen noch Pflichten zu erfüllen haben, wenn es doch nach einem Austritt die Vorteile "umsonst" gibt. Es wird keiner "bestraft" sondern nur wie ein Drittstaat gestellt.
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 13:09    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Es geht nicht um Zugeständnisse, sondern um Vereinbarungen mit Ländern die nicht in der EU sind. Für mich hört sich das so an, also ob Vereinbarungen per se abzulehnen sind wenn das Austrittsland davon profitiert. Wenn man den Handel mit GB weiterhin möglichst offen gestaltet oder Reisefreiheit weiterhin ermöglicht profitiert ja auch die EU nicht weniger als GB
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nobodyofconsequence



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 13:53    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Thep2pinvestor hat Folgendes geschrieben:
scrooge hat Folgendes geschrieben:


Im übrigen gibt es immer noch mehr Länder die ausserhalb der EU sind als innerhalb. Dort leben die Menschen auch nicht alle am Abgrund.



Ja, das ist richtig. Allerding betreiben diese Länder vielleicht nicht 50 % ihres Handels mit der EU ?


Ah, doch, da gibt es so einige. Norwegen, Schweiz, diverse nordafrikanische Staaten, die Türkei, Israel...
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Claus Lehmann
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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 15:00    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Ich denke da Problem ist dass im Falle eines harten Brexits alle Umstellungen von heute auf morgen erfolgen müssten. Bei anderen Ländern sind die Strukturen über Jahre und Jahrzehnte organisch gewachsen.
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nobodyofconsequence



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 17:52    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

Sehe ich persönlich noch nicht. Niemand hindert beide Seiten, den Status quo erst mal weiter laufen zu lassen, gerade auch bei Zöllen (keine), Handel etc.
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Skippy



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BeitragVerfasst am: 03.03.2019, 13:01    Titel: Re: Brexit Paradoxon Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Sehe ich persönlich noch nicht. Niemand hindert beide Seiten, den Status quo erst mal weiter laufen zu lassen, gerade auch bei Zöllen (keine), Handel etc.


Das ist richtig und wäre wohl auch der beste Lösungsansatz (für alle), da dann kein Zeitdruck besteht.

Bekloppt ist die Situation jedoch bezogen auf die EU-Wahlen. Wenn die Briten nicht rechtzeitig aus der EU austreten, können (dürfen, müssen) sie an den EU-Wahlen teilnehmen.
Vor diesem (britischen) Wahl-Ergebnis dürfte die britische Regierung wohl am meisten Angst haben.
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