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Auxmoney und das liebe Finanzamt  
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slibo



Anmeldedatum: 29.10.2013
Beiträge: 259

BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 20:45    Titel: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Guten Abend

Ich bin neu im Forum und habe eine Menge Fragen zu AM.

Anfangen möchte ich mit der fiesen Sache was die Steuer angeht.
Wie sieht das Finanzamt eigentlich AM.
Gilt der normale Freibetrag für Zinsen ?
Was ist mit den Kosten und den Verlusten ?
Und last but not least , ab welcher Summe wird der Spaß gewerblich ?

Danke im voraus für Antworten, bzw. für Tips

slibo
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Shady23



Anmeldedatum: 13.06.2013
Beiträge: 1212

BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 20:49    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Kapitalerträge aus privatvermögen sind keine Einkommen aus Gewerbebetrieben. Also jegliche zinsen aus Privatvermögen sind Kapitalerträge und so auch zu versteuern.

Es gilt der normale Sparer Pauschbetrag.

Verluste können nicht gegengerechnet werden.

Du musst das versteuern, was die Auxmoney am jahresende als Zinsen ausweißt

Kosten wie die Anlegergebühr, kontoführungsgebühr etc. Kannst du auch nicht abziehen.
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farbfarbrik



Anmeldedatum: 19.06.2013
Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 20:57    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Hallo slibo,

1) Ja, die erhaltenen Zinsen kannst du bis zu einer Höhe von insgesamt max. 801€/1602€ p.a. steuerfrei erhalten. Einen Freistellungsauftrag kann man bei AM nicht einreichen -> Du musst am Jahresende die Zinserträge auf jeden Fall in deiner Steuererklärung auflisten.
2) Kosten und Verluste können nicht gegengerechnet werden - da hat sich das Finanzamt in der Vergangenheit deutlich zu geäußert.
3) Gewerblich wird das ganze, so weit ich weiß, gar nicht.

Kleiner Tipp: Da du bisher offenbar noch nicht investiert hast, solltest du nochmal gründlich über einen Einstieg bei AM nachdenken. Gibt genügend Gründe, die gegen AM sprechen - genauso wie es Gründe dafür gibt.
Wichtig ist, dass du dich nicht von den Traumrenditen blenden lässt sondern im unteren einstelligen Bereich realistisch etwas herausholen kannst.
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BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

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slibo



Anmeldedatum: 29.10.2013
Beiträge: 259

BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 21:05    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Bingo, danke für die Antworten !

Bin schon aktiv bei AM, sozusagen in Testphase 2.

Habe nun die ersten Verluste, und vor allem die ersten Rechenfehler gefunden. Ich fürchte nur das sich jede menge Blender , oder Betrüger dort versammeln, da ich bei vielen Projekten einfach nicht verstehe warum man die teuren Zinsen anbietet.
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WilliS



Anmeldedatum: 17.05.2013
Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 17.11.2013, 23:50    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Zufälligerweise passt der neue Thread zu einer Notiz, die ich mir heute erstellt habe:


Eine "gesamte" Inkasso-Quote habe ich immer noch nicht gesehen. Sie dürfte bei ca 5% liegen!

Das deckt sich ungefähr mit meinen sonstigen Recherchen, dass fast keiner Profit macht, netto jedenfalls nicht!

Zur Vergleichbarkeit mit anderen Finanzprodukten werden hier die Gebühren und Inkasso/Ausfälle *1,4 gerechnet und das Ergebnis ist "brutto":

Code:
 8% nominal -1,4% Gebühr -7% Inkasso/Ausfall = -0,4%    -1,4%
 9%    ""                                    = +0,6%    -0,4%
10%    ""                                    = +1,6%    +0,6%
11%    ""                                    = +2,6%    +2,2%
12%    ""                                    = +3,6%    +3,1%
13%    ""                                    = +4,6%    +4,0%
14%    ""                                    = +5,6%    +5,0%
15%    ""                                    = +6,6%    +6,0%

Natürlich ist diese Rendite nur dann mit anderen Finanzprodukten
vergleichbar, wenn man die monatlichen Tilgungen wieder re-investiert!
Schön für Auxmoney: Jedes Mal gleich wieder 1% Sofortgewinn und der
Anleger schaut erst mal in die Röhre. Zuerst vergehen 3-8 Wochen mit
Verzinsung=0, dann kommt die erste Rate (wenn man Glück hat) und davon
bleibt wegen der Anlegergebühr nur ein Teil übrig (wenn überhaupt was).
Ausserdem beträgt die Storno-Quote 38,2% (das Geld ist wochenlang weg
und kommt unverzinst wieder zurück, ausser Zeit+Spesen nix gewesen).
Dazu kommen noch die Sondertilgungen und Ablösungen, oft schon nach
wenigen Raten. Auch die häufigen Verzögerungen bei den Ratenauszahlungen
und RLS-Auslagen darf man nicht vergessen, bei Monatsmitte-Zahlern muss
man immer wieder mit 30 Tagen Delay rechnen, bis man das Geld wieder für
neue Gebote hat. Diese Sondereffekte sind bei ernsthaften Vergleichen
mit anderen Finanzprodukten nicht vernachlässigbar! Die zweite Spalte
zeigt einen Schätzwert inklusive dieser Sondereffekte.

--

Um zu 4-jährigen Sparbriefen mit zzt bis zu 1.,5%/a eine Outperformance per Auxmoney zu erzielen, muss man also mindestens in 11% Zins investieren und muss die Inkasso/Ausfallquote unter 5% liegen. Das kann man ja versuchen. Alles andere, auf was die Masse der Anleger bietet, ist nur eine relativ teure "Unterhaltung". Von 30.000 Anlegern dürften ungefähr 150 erfolgreich sein. Alle anderen sollten besser auf Sparbriefe setzen...
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Zinshans



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Beiträge: 2525

BeitragVerfasst am: 18.11.2013, 00:28    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

"positivierend" muss man allerdings werten :

1.) das Anlagekonzept "Ratenkredit" liefert einen hohen monatlichen cashflow, Zins und Tilgungsleistung monatlich, statt wie bei Bonds Zinstermin 1-2x /Jahr und Kapitalrückfluß erst am LZ-Ende.

2.) reinvest steht ja jedem frei (man kann die AM-Rückflüsse auch anderweitig anlegen) ... es ist nicht so, das die Tilgungsanteile nach Rückfluss zwingend ertragslos bleiben.

3.) mir ggü. wurde seitens AM kommuniziert, das es bei vorzeitiger Tilgung (falls Rückzahlung nach weniger als 6 Monaten) eine "Art" Vorfälligkeitsentschädigung für den Anleger gibt ?!? (ist dem so ?)

4.) bei Inkassofällen muss noch in die Wertung mit einfließen, WANN genau der Kredit ausgefallen ist (offene Restsumme)
_________________
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Zinshans



Anmeldedatum: 11.04.2012
Beiträge: 2525

BeitragVerfasst am: 18.11.2013, 01:08    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Beispiel : 10.000 Euro Portfolio Durchschnitt 9% 48 Monate LZ

Zinseinnahmen während dieser LZ ohne Reinvest : 1945.- Euro minus Anlegergebühr 1% = -100 Euro minus zinsfreie Zeit ca. 4 Wochen = -75.- Euro, Verzinsung (ohne Ausfälle und ohne Wiederanlage) = 4,42% p.a

Angenommene Wiederanlage der Rückflüsse (Zins+Tilgung) in risikolosem Ansparplan (möglicher Zins geschätzt ca. 1,2% z.Zt.) = +297.- Euro Zinsertrag = 5,17% p.a.

Mit einer Ausfallquote von 8% käme man noch auf eine positive Rendite (vor Steuern) von ca. 3,17% p.a.

(da jibbet in der Tat "besseres" am Kapitalmarkt ... aber man hat ja doch die Hoffnung in Projekte zu investieren, die eben NICHT ausfallen -)
_________________
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WilliS



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Beiträge: 261

BeitragVerfasst am: 18.11.2013, 10:41    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Richtig! (hoher cashflow..)
Und 3%/a (steuerlich vergleichbar gerechnet) sind immerhin doppelt soviel Rendite wie mit 4J-Sparbriefen. Finanzprodukte mit über 3%/a haben auch ein entsprechend höheres Risiko, als viele zugeben wollen. Und richtig: Bei Annuitäten-Krediten kann man kontinuierlich eine Optimierung versuchen. Bei anderen Finanzprodukten im Verlust kann man nur Magenkrämpfe kriegen und ist schon mancher aus dem Fenster gesprungen. Bei Privatkrediten ist es dagegen so ein schleichender Prozess, das Berechnen der Rendite und Ausfallwahrscheinlichkeit kann man ja bleiben lassen und erfreut man sich an der "Spielsucht" beim erneuten Bieten mit den monatlichen hohen Rückflüssen. Kein anderes Finanzprodukt bietet diese Möglichkeiten von Spass-Haben. Zum "Geldverdienen" wären ein paar Stunden auf 400,- Basis sinnvoller. Aber darum geht es ja eigentlich gar nicht...
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stern



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Beiträge: 552

BeitragVerfasst am: 07.01.2014, 20:06    Titel: Finanztest: Absetzen Anlegergebühren - Musterprozesse Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich habe folgende Information aus der Finanztest Nov oder Dez 2013 gefunden.

Darin heißt es zwar, dass Werbungskosten (bei AM: Anlegergebühren, bei IP: Fees) mit dem Sparerpauschbetrag abgegolten sind, aber auch, dass Musterverfahren ausstehen, die dieses Vorgehen anzweifeln.

Ausstehende Verfahren:
FG Köln, az 8 K 1937/11; FG Münster, Az. 6 K 607/11 F und 3 K 1277/11 E

Man sollte gegen den Bescheid mit Verweis auf diese Verfahren Einspruch erheben.


Zuletzt bearbeitet von stern am 07.01.2014, 20:21, insgesamt 2-mal bearbeitet
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farbfarbrik



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Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 07.01.2014, 20:11    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Unabhängig vom Thema: Es hat einen Grund, warum Finanztest die Zeitschrift nicht frei zugänglich im Internet stehen hat. Ob dann Fotos davon ganz legal sind, würde ich stark bezweifeln!
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stern



Anmeldedatum: 24.11.2012
Beiträge: 552

BeitragVerfasst am: 07.01.2014, 20:24    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

farbfarbrik hat Folgendes geschrieben:
Unabhängig vom Thema: Es hat einen Grund, warum Finanztest die Zeitschrift nicht frei zugänglich im Internet stehen hat. Ob dann Fotos davon ganz legal sind, würde ich stark bezweifeln!


Danke. Sicher ist sicher.
Habe noch die Aktenzeichen hinzugefügt.
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MunichMichi



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Beiträge: 64
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 01.02.2014, 18:04    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Weiß zufällig jemand, ob ich wegen Auxmoney die Anlage KAP dann komplett für alle meine Zinserträge bei sämtlichen Banken ausfüllen muss oder ob es reicht, wenn ich angebe, dass mein Freibetrag anderweitig ausgeschöpft wurde und man dann nur die Auxmoney-Zinsen aufführt bei bei den Erträgen ohne Steuerabzug?
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Shady23



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Beiträge: 1212

BeitragVerfasst am: 01.02.2014, 20:29    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

MunichMichi hat Folgendes geschrieben:
Weiß zufällig jemand, ob ich wegen Auxmoney die Anlage KAP dann komplett für alle meine Zinserträge bei sämtlichen Banken ausfüllen muss oder ob es reicht, wenn ich angebe, dass mein Freibetrag anderweitig ausgeschöpft wurde und man dann nur die Auxmoney-Zinsen aufführt bei bei den Erträgen ohne Steuerabzug?


Also ich geb in der steuererklärung nur die erträge an bei welchen nicht sowieso direkt abgeführt wird. Zinserträge bei meinen banken bzw, brokern gebe ich nicht nochmal an. (Wird ja auch direkt einbehalten die steuer).
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farbfarbrik



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Beiträge: 113

BeitragVerfasst am: 01.02.2014, 21:39    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Angegeben werden müssen:
- Kapitalerträge, bei denen keine Steuer abgeführt wird (z.B. Auxmoney)
- Kapitalerträge, bei denen ein Teil des Freistellungsauftrages in Anspruch genommen wurde
- Bei Zugehörigkeit einer Glaubensgemeinschaft: Kapitalerträge, die zwar mit Kapitalertragssteuer und Soli versteuert wurden, bei denen aber keine Kirchensteuer abgeführt wurde

Nicht angegeben werden müssen:
- Kapitalerträge, bei denen Kapitalertragssteuer + Soli abgeführt wurden (+ ggf. Kirchensteuer bei Angehörigkeit einer Glaubensgemeinschaft)



Ist also für Auxmoney relativ einfach. Die Zinsen (nach Überprüfung) zusammen mit dem bereits in Anspruch genommenen FA eintragen und fertig. Kompliziert wird die Anlage KAP erst bei Zinserträgen und Dividenden von ausländischen Aktien/Fonds (Stichwort hier: Quellensteuer, ausschüttungsgleiche Erträge, usw.).

Alle Angaben ohne Gewähr.
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Simon2016



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Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 26.01.2019, 13:20    Titel: Re: Auxmoney und das liebe Finanzamt Antworten mit Zitat

Wie ist denn die steuerliche Behandlung, wenn man als Unternehmener (GmbH oder Kaufmann) bei Auxmoney investiert? Wie können hier Verluste geltend gemacht werden?
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