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Humans Need Not Apply  
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Claus Lehmann
Site Admin


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BeitragVerfasst am: 30.09.2017, 12:20    Titel: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Für den regnerischen Tag heute: Empfohlenes 15-minütiges BBC Video "Humans Need not Apply"

Am Rande der FIWE 2017 hatten wir auch einige interessante Diskussionen zur gesellschaftlichen Entwicklung und der Frage welche Auswirkungen es hat wenn Roboter und insbesondere Softwarealgorithmen ganze Berufssparten ersetzen.
Und zwar nicht in ferner Zukunft, sondern "morgen". Es gibt Studien die z.B. sagen, Software wird in den nächsten 10 Jahren 98% aller Buchhalter überflüssig machen.

Das Argument der mehr optimistisch gestimmten in der Diskussion war, dass es einfach neue Berufe geben wird, die wir heute noch nicht kennen, und das die Menschen sich anpassen werden, genau wir früher bei der industriellen Revolution oder dem Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft.

Aber dieser Wandel vollzog sich in Generationen.
Ich bin da eher pessimistisch für die gesellschaftlichen Auswirkungen. Es wird ein sehr drastischer Umbruch sein. Ich bin zwar optimistisch, dass ich zurecht kommen werde, aber was heisst es für die Gesellschaft wenn in wenigen Jahren z.B. ein Drittel der Jobs entfallen - und zwar nicht nur ungelernte Arbeit, sondern auch Chirugen etc.

Auf der Konferenz anwesende Amerikaner haben "Humans Need Not Apply" empfohlen, und mich stimmt das Beispiel mit den Pferden daraus sehr nachdenklich.

https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU
_________________
Meine Investments:
Laufend: Bondora, Investly, Mintos, Estateguru, Ablrate, Viventor, Moneything, Crowdestate, Fellow Finance, Zlty, Lendix, Linked Finance, Lenndy, Iuvo, Robocash, Housers, Assetz, Ratesetter AUS, Neofinance, Bulkestate
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phoenixkonsole



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Beiträge: 410

BeitragVerfasst am: 30.09.2017, 13:12    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Siehe peerschweinchen Thread .
BGE . Dann müssen halt die paar Betreiber einer AI steuerlich für alle anderen aufkommen.
Digitaler Kommunismus
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nobodyofconsequence



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BeitragVerfasst am: 30.09.2017, 18:07    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Schau Dir mal in Zahlen an, wie viele Leute die Landwirtschaft in D nach dem Krieg freigesetzt hat und in wie kurzer Zeit.
Ich glaube auch, dass das kurzfristige Potenzial von AI gewaltig überschätzt wird.

Da sind anfangs beeindruckende Erfolge aber dann wird die Lernkurve sehr schnell flach, das ganze Bot-Thema für Kundensupport etc. z.B. ist ja schon wieder komplett durch.
Langfristig wird da sicher ganz, ganz viel kommen aber garantiert nicht in den nächsten 10 Jahren.

Das ist wieder eines dieser Themen, wo die Leute den kurzfristigen Effekt überschätzen.
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BeitragVerfasst am: 30.09.2017, 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

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bettertogether



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BeitragVerfasst am: 30.09.2017, 20:56    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Gutes Buch zu dem Thema:
https://www.amazon.de/Arbeitsfrei-Eine-Entdeckungsreise-Maschinen-ersetzen/dp/3570501558
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Lendsberg



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Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 15:59    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Hallo Claus,

ja ist ein interessantes Thema. Tendenziell bin ich da erstmal bei nobodyofconsequence. Ganz so schnell wird das alles nicht kommen. Also zumindest nicht in der Fläche. Schaut Euch mal die Zukunftsstudien vergangener Jahrzehnte an. Was haben die Leute nicht alles geglaubt was die Zukunft an High-Tech bringen wird und was ist Wirklichkeit geworden? Gleichzeitig haben wir Heute technische Errungenschaften, die sich früher niemand vorstellen konnte. Kurz gesagt, die Zukunft verlässlich vorherzusagen ist so gut wie unmöglich.

Ich sehe da vor allem eine große Anzahl an Parameter neben der rein technischen Machbarkeit. Diese weiteren Parameter kann man unmöglich alle abschätzen.

Ich kann mir vorstellen, das es in manchen Bereichen irgendwann ganz schnell geht, in anderen Veränderungen nur schleppend erfolgen.

Beispiel SmartHome, die Sau die gerade ja wieder besonders agressiv durch Dorf getrieben wird. Technisch eigentlich ein total alter Hut. Ich habe schon vor 25 Jahren von Instabus zur Heimautomation gehört. Kaum jemand der privat ein Haus baut, hatte damals die Kohle so nen Schnickschnack auch noch einzubauen und kaum Jemand scheint sie Heute zu haben. Und kaum ein Vermieter wird Mieter aus der normalen Bevölkerung finden die bereit sind für so nen Kram noch extra Miete zu berappen.

Gerade in Deutschland, ja vermutlich kann man das auf größere Teile von Europa ausweiten, herrscht eine merkliche Skepsis gegenüber dem technischen Fortschritt. Schaut auch doch nur mal die Japaner mit Ihren Toiletten an, die jedes Badezimmer in die Hauptbrücke der Enterprise verwandeln. Und mein neuer Toiletten-Deckel hat nicht mal Softclose, weil mir das keine 30 Euro extra wert ist.
Allerdings ist diese Skepsis durchaus selektiv und wenn Ihr mich fragt auch vernünftigt. Auch wenn viele seit Jahren den Untergang des Abendlandes vorraussagen, Deutschland ist nach wie vor eine führende Technologie-Nation.

Oder habt Ihr Euch mal gefragt, wieso es an jeder Ecke ein Café und ein Bistro gibt in dem echte Menschen Nahrung anbieten? Die Technik wäre doch schon lange vorhanden, die Leute zu feuern und einfach große Automaten in die Läden zu stellen. Ich denke mal die Leute werden ganz gern von echten Menschen bediehnt.

Und ich kann Euch nicht mal 100 Prozent genau sagen, wieso ich nach wie vor öfters zum Bäcker um die Ecke gehe, statt die günstigen für mich qualitativ großartigen Backwaren aus dem Aldi-Automat zu ziehen.

Anderes Beispiel: Ich arbeite in der produzienden Industrie. Ihr könnt mir glauben, ich weiß durchaus wie Heut zu Tage moderne Fertigunsgstraßen aussehen. Natürlich ist Industrie 4.0 bei uns ein ganz großes Thema und wenn ich unserer Führung und der ein oder anderen Auszeichnung mal Glauben schenke, sind wir hier sogar führend darin das voran zu treiben. Doch wir sind vermutlich Jahrzehnte davon entfernt dass das Ganze ohne Menschen aus kommt. Noch immer sitzen hier noch haufenweise Leute an den gerade neu gebauten Fertigungsstraßen. Selbst in Hochlohn-Land Deutschland ist es öfters mal effizenter einen Menschen an die Anlage zu setzen, der komplizierte Abläufe besser und flexibler erledigt als ein vollautomatisiertes Modul.
Aber es gibt natürlich auch starke Veränderungen. Was sich zum Beispiel verändert hat, das Verhältnis vom angelernten Montierer zum Facharbeiter. Hier in der Region ist der Arbeitskräfte-Markt bezüglich Facharbeiter quasi leergefischt, das wird zunehmend zum Problem für meine Firma. Die einfachen Jobs für ungelernte brechen allerdings fast komplett weg. Schlecht ist dass für den Einzelnen dann bezüglich Karrierechancen. Ich möchte gar nicht wissen wie viele Facharbeiter mit abgeschlossener Meister- oder sogar Techniker-Ausbildung bei uns in der Fertigung am Band arbeiten. War das früher noch der Garant für den Aufstieg, ist Heute die Konkukurenz zu groß.

Allerdings braucht man das hochqualifizierte Personal auch an den Anlagen. Diese sind auch Heut zu Tage noch weit davon entfernt einfach so zu funktionieren. Die müssen ständig justiert, optimiert und repariert werden. Ohne ein Rudel Techniker die das Ding ständig streicheln kommt da bald kein Teil mehr raus.

Es ist also bei weitem nicht so einfach, dass wir hier ein paar KIs entwerfen und die Menschenheit zieht ins Paradies ein. Die KIs nähren einen nicht, die KIs wärmen einen nicht und die KIs transportieren einen nicht. Dazu braucht das produzierende Gewerbe.

Und kommt mir nun nicht mit 3D-Druck. Eine Sau um die es plötzlich auffallend ruhig geworden ist. Ja auch 3D-Druck wird hier eingesetzt. Nicht experimentel, sondern bereits produktiv. Garnicht mal so teuer so ein Profi 3D-Drucker, aber was ich so mitbekommen habe nicht mehr wirtschaftlich bei allem das über eine Kleinserie hinaus geht. In der Großserie wird dann wieder konventionell Produziert.

Übrigens noch ein kleines Beispiel das die Dinge nicht so linear laufen wie man meinen könnte. Als unser Produktionsstandort in den 80gern gebaut wurde, wurde hier der Warenstansport über Roboter-Wägen gelößt. Heute fahren wieder Menschen die Transportwägen, die Roboter waren zu unflexibel und ein neues System wohl einfach zu kostspielig. Trotz deutschen Tariflöhnen, hatte hier dem Mensch diese Nase vorn.

Ich könnte vermutlich noch Seiten um Seiten so weiter machen. Ich bin mir ganz sicher die neuen Technologien werden sehr vieles radikal verändern. So richtig abzusehen wohin der Weg gehen wird ist das aber für mich noch nicht. Aber das der Mensch in Kürze gegenüber der Maschine den Kürzeren ziehen wird, das sehe ich noch ganz und gar nicht. Das ist reine SciFi, die Menschen werden noch lange gebraucht werden. Unabhängig davon ob es nicht anders geht, oder nicht anders gewollt ist.

Und natürlich stehen wir da auch vor gesellschaftlichen Fragen. Man muss kein Aluhut-Träger sein, damit einem klar wird dass das System von Arbeit und Abhängigkeit unsere Gesellschaft zusammen hält. Wie würde das unsere Gesellschaft verändern wenn alle Güter und Dienstleistungen des Lebens ohne Aufwände verfügbar wären? Werden das die Mächtigen überhaupt zulassen? Kennt Ihr den Film Elysium mit Matt Damon aus 2013? Dieser Film hat z.B. genau diese Frage gestellt, dürften alle Menschen teilhaben wenn die Technik plötzlich alle Probleme lösen könnte?

Gruß
Lendsberg
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phoenixkonsole



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BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 16:45    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Ich kann jetzt nur für mich reden aber ich kann durchaus den Personalaufwand von 200 auf 2 reduzieren.
Anlagenbau.
Der 3D-Druck erlaubt mittlerweile Bauteile mit 9x 9x 19 Metern
Dem Drucker muss keiner Fertigungszeichnungen erstellen.
Letztere waren noch etwas umständlich und werden gerne in den Osten abgegeben.
Hier arbeite ich an Kraftwerken auf Baukastenbasis.

Der Druck vernichtet erstmal Zulieferer.

Ersatzteil Management ?
Lasst euch mal ne Referenz von IBM zu Watson schicken.

Einkauf? Ich arbeite an cp-one (www.cloudprocure.de -> cp-one.eu ) mit Watson Integration (vorausschauende Instandhaltung und Beschaffung der Ersatzteile oder effizienteren Bauteilen )

Lange Rede kurzer Sinn:
Wer will, kann
Gerade sog. Startups die ohne Altlasten(gewachsene Strukturen) starten, haben es einfach alte Hasen zu verdrängen.

Ich sag mal 10 Jahre ... oder einen bereinigenden Krieg - mit Peter Fox im Hintergrund "Mach neu"

Überlegt mal wie lange wir arbeitsplatzerhaltend die Energiewende hinauszögern. Schwellenländer überspringen das Thema. Sie "leapfrogen" in dezentrale und fast kostenlose Energieversorgung durch Sonne und Wind.

Der schlaue Privatmensch sollte sich eine KI halten.
Last sie auf fivver.com Musik komponieren, Logos designen, Texte übersetzen und mehr.
Es geht und es spült euch Geld ein während ihr einen Rasenmäherroboter kauft.
Der übrigens meinen Gärtner ersetzt hat, "nachdem" er weggezogen ist.

Ich finds schade das man nicht etwas schneller fortschreitet.
Hawkins, Musk.. die taugen was. Der Rest langweilt mich : )
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Elohim



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Wohnort: Milky Way

BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 17:06    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Danke für den erhellenden, differenzierten Beitrag, Lendsberg. Du schreibst viele Solche. Klasse.
_________________
Γνῶθι σεαυτόν
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Lendsberg



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Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 19:53    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Elohim hat Folgendes geschrieben:
Danke für den erhellenden, differenzierten Beitrag, Lendsberg. Du schreibst viele Solche. Klasse.


Ich danke Dir! Smile

phoenixkonsole hat Folgendes geschrieben:
Ich kann jetzt nur für mich reden aber ich kann durchaus den Personalaufwand von 200 auf 2 reduzieren.


Bei welchen Tätigkeiten?

phoenixkonsole hat Folgendes geschrieben:

...
Der 3D-Druck erlaubt mittlerweile Bauteile mit 9x 9x 19 Metern
...
Hier arbeite ich an Kraftwerken auf Baukastenbasis.
...
Ersatzteil Management ?
...
Gerade sog. Startups die ohne Altlasten(gewachsene Strukturen) starten, haben es einfach alte Hasen zu verdrängen.


Also was den 3D-Druck betrifft ist doch nicht die größe das Problem. Die Ausbringung ist es. hier kommt alle paar Sekunden ein Teil aus der Anlage gefahren. Wie willst Du da mit einem 3D-Drucker konkurieren? Wie gesagt, für Einzelanfertigung, Prototypen und Kleinserien eine tolle Sache. Für Ausbringungen von mehreren hundert oder sogar tausend Stück am Tag nicht rentabel.

Was glaubst Du denn was in der produzierenden Industrie ab geht? Wir verschiffen unsere Produkte in die ganze Welt von Mexiko bis Japan und haben Kunden genauso in Indien wie Iran. Ja genau, in Deutschland unter Tariflohn produzierter Kram.

Ersatz-Teil Management. Klar, wenns um irgendwelche einfachen Teile geht, am besten aus Plastik, eine tolle Sache. Aber das ist doch nur ein Bruchteil. Was ist mit allem was Elektrik, Elektronik /Halbleiterbauelementelementen enthält? Komplexe mechanische Bauteile, evtl. aus gehärteten Stahl, Bauteile mit einen Materialmix? Gerade bei besonderen Materialien ist es mit dem Drucker allein ja nicht getan. Da gehören dann Anlagen zur Vor- und/oder Nachbereitung dazu und massig komplexes Prozesswissen.

Überhaupt lasst Euch überraschen, was die nächsten Jahre noch alles auf uns zu kommt bezüglich neuer Fertigungstechniken und neuen Materialien. Ich habe hier Sachen gesehen, ich komme manchmal kaum aus dem Staunen raus. Smile

Was meinst Du denn fallen bei uns z.B. als typische Ersatzteile an? Das sind in der Regel komplexe Bauteile die nicht einfach mal so 3D-gedruck werden können. Oder bei Deinem Auto, was meinst Du denn wie viele KFZ-Ersatzteile in Herstellerqualität 3D-gedruck werden können?

Im industriellen Umfang ist das für mich kaum vorstellbar. Und was da noch übrig bleibt sind Nieschen und Liebhabergeschäft.

Und was die ganzen Startups betrifft, die die Welt verändern werden. Paßt gut zum Forum, schau Dir mal an was gerade im FinTec-Bereich passiert. die gehen gerade der Reihe nach mit dem großen Alten ins Bett und es ist dann nur noch eine Frage der Zeit bis die großen Alten die auffressen sobald es gefährlich wird. Klar, das ein oder andere Startup wird die Welt verändern und den ein oder anderen etablierten das Genick brechen. Das Beispiel Amazon zeigt deutlich, dass man sich seiner Sache nie zu sicher sein sollte. Aber dass das eine Massenbewegung wird, die alle traditionellen Firmen von der Erde tilgt, ist kaum zu erwarten.

Ach und neben Spiele-Konsolen-Entwickler und Crypto-Mining-Unternehmer bist Du auch noch Kraftwerksingenieur? Respekt! Cool

phoenixkonsole hat Folgendes geschrieben:

Ich finds schade das man nicht etwas schneller fortschreitet.
Hawkins, Musk.. die taugen was. Der Rest langweilt mich : )


Na sei vorsichtig mit Deinen Wünschen. Was passiert wenn man die Leute bei zu schnellen Veränderungen nicht mehr mit nimmt ist gerade zu sehen wenn man sich die politische Entwicklung in den westenlichen Nationen ansieht. Das erstarken der konservativen, man muss wohl eher sagen der restaurativen Kräfte ist eine deutliche Botschaft.

Gruß
Lendsberg
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nobodyofconsequence



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BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 22:35    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Nun ja. Also während ich bzgl. der Massenanwendung von 3D-Druck auch skeptisch bin, beim technischen Potenzial sehe ich doch weniger Einschränkungen.

Da kenne ich so einige Beispiele wo gerade extrem komplexe Spezialteile über solche Verfahren (Lasersintern etc.) hergestellt werden, die Du mit Fräsen oder Guss so gar nicht oder nicht in der Qualität herstellen kannst und dann kannst Du plötzlich die Bauteilzahl komplexer Geräte halbieren oder noch stärker reduzieren, bei gleichzeitig besserer Qualität, das kann dann den geringeren Output schon oft wettmachen.

Allerdings ... dass man da jetzt keine komplizierten Zeichnungen mehr braucht ... was man beim 3D-Druck an manuellem Prozess für Zeichnungen einspart legt man locker 10-fach für die Prozessprüfung des Druckvorgangs wieder drauf, denn das ist heutzutage alles andere als automatisiert, viele aus CAD-Modellen automatisch erzeugte Drucke produzieren nur Schrott, weil die Einschränkungen des Prozesses nicht richtig berücksichtigt werden, da hilft bisher nur testen, testen, testen und Erfahrung.
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phoenixkonsole



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BeitragVerfasst am: 01.10.2017, 23:28    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Ich kann hier nicht zu viel posaunen, weil ich einfach glaube das man den Vorteil durch Erfahrung so lange wie möglich für sich behalten muss.
Irgendwann kann es dann jeder.. und dann purzeln Preise und Jobs.

Massenfertigung in der Consumerwelt ist was anderes..
3D-Druck bietet sich bei allen Sonderlösungen an.

Sei es Turbinenbauteile, Armaturen.. (siehe GE die mittlerweile drei vollautomatische Fertigunsfabriken für Hochdruckarmaturen errichtet haben).

Wie gesagt Anlagenbau..

Turbinen, Pumpen, Gebläse, Kanäle ...
Das sind Komponenten wo es nicht auf Geschwindigkeit bei der Produktion ankäme... oder sogar der Drucker schneller ist.

https://www.siemens.com/customer-magazine/en/home/energy/bringing-power-to-the-people/additive-manufacturing-revolution-for-gas-turbines.html

Mittlerweile erstellt Siemens eine Ersatzteilcloud.

Bei den Komponenten für Kraftwerken an denen ich bastele geht es auch darum die Teile vor Ort zu erstellen. Also den Transportaufwand gegen null zu bekommen. Momentan fahren Tonnen quer um den Globus.

Den Konstruktionsaufwand durch Druckaufwand zu kompensieren ist doch übertrieben : )

In meinem Fall planen Leute ein Kraftwerk.. ein anderer Fachbereich die Kanalführung (da gibt es Luft, Rauchgas, Rezi). Das wird dann von anderen detailliert und in Fertigungszeichnungen gebracht.

Jetzt kommt der Papa und streicht alles nach der "Erstplanung".
Keine Abhängigkeit von Fertigern. Kalkulaktionsicherheit da Materialpreis = Handelspreis für Pulver/Granulat * Energiekosten..
Peng.

Die sog. Engineeringskosten sind gravierend und entfallen fast gänzlich. Die Fertigungskosten gegenüber konventioneller Fertigung betragen nur 30%. Peng..

Darüberhinaus kommen technologische Vorteile wie isolierende Eigenschaften durch spezielle Wandungen, die man konventionell gar nicht produzieren könnte..
Peng.
Die Liste ist lang.

Wie man sieht auch nur auf eine Branche gemünzt.
Aber ich behaupte einfach mal mit 2 Mann die Arbeit von 200 in dieser Sparte übernehmen zu können.

Das beinhaltet alle "Spezialisten" in der Kette. Deren Handlungen durch automatismen in Auftragsabwicklung und additiver oder vollautomatischer Fertigung ersetzt werden können.
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stefans



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Beiträge: 1181

BeitragVerfasst am: 02.10.2017, 00:00    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

3d-druck ist ganz nett, ich sag mal es eignet sich nur für prototypen oder geräte bei denen das material egal ist. und wenn es was richtig gutes sein soll, wie gedruckte teile aus metall, wie viel kostet das überhaupt, können sich das nur die großen leisten?!

die computer sind noch lange nicht so intelligent wie menschen. mein stand ist noch, dass ein auto ohne die weißen straßenstriche ziemlich hilflos ist beim autonomen fahren. und was soll erst passieren, wenn die daten aus der navigation veraltet sind...
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nobodyofconsequence



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Beiträge: 4581

BeitragVerfasst am: 02.10.2017, 09:46    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

stefans hat Folgendes geschrieben:

mein stand ist noch, dass ein auto ohne die weißen straßenstriche ziemlich hilflos ist beim autonomen fahren.

Der Stand ist falsch.
Zitat:

und was soll erst passieren, wenn die daten aus der navigation veraltet sind...

Ja, das ist eher ein Problem. Die werden natürlich ständig online aktualisiert, in großen Städten ist das tatsächlich kein Thema. Aber in der Pampa ... Sagen wir so: es gibt Ziele, die Du nie mit einem autonomen Auto erreichen wirst...

Außerdem ist das mit dem vollautonomen Fahren alles eh noch 10 Jahre weg.
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Lendsberg



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Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 02.10.2017, 09:51    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

phoenixkonsole hat Folgendes geschrieben:
Aber ich behaupte einfach mal mit 2 Mann die Arbeit von 200 in dieser Sparte übernehmen zu können.


Sei mir mal nicht böse, aber so lange das Ganze nur in Deiner Phantasie existiert (und davon gehe ich jetzt mal aus) zählt das für mich als Argument nur wenig. Eine Vision zu haben und diese auch wirklich in der Realität umzusetzen, das sind schon zwei paar Stiefel.

stefans hat Folgendes geschrieben:
3d-druck ist ganz nett, ich sag mal es eignet sich nur für prototypen oder geräte bei denen das material egal ist. und wenn es was richtig gutes sein soll, wie gedruckte teile aus metall, wie viel kostet das überhaupt, können sich das nur die großen leisten?!


Also was das Material angeht kannst Du Deine Bedenken abhaken. Unter 3D-Druck darf man sich nicht mehr nur die Heißklebepistole im 3D-Rahmen vorstellen. Mit 3D-Druck kann man hochbelastbare Teile aus diversen anderen Materialien herstellen.

Und ich sag mal so ein Profi 3D-Drucker, was ich preislich bisher so mitbekommen habe, sollte für eine kleine bis mittlere Firma durchaus bezahlbar sein. Das Problem wird bei dem was die hier machen wohl eher die ganze Prozesskette sein. Da steckt einfach noch mehr dahinter als nur den 3D-Drucker anzustecken und gekauftes Pulver einzufüllen. Smile

Aber ich habe da auch nur aufgeschnapptes Wissen, ich bin da kein Profi.

nobodyofconsequence: Obwohl beim Thema komplexer Metallteile, die mit spanabhebender Bearbeitung quasi nicht umsetzbar sind "Pulverspitzgiesen" das Zauberwort ist. Es ist extrem fazinierened was diese Technik leisten kann.

Gruß
Lendsberg
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phoenixkonsole



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BeitragVerfasst am: 02.10.2017, 14:09    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Also ich habe hier ein Angebot über einen 500000$ Drucker..
Mit dem druckt man Fertigteile und mehrere Stoffe gleichzeitig. (Kunststoff und Metall)

Es geht ratzefatze ..

Den Drucker nutze ich nächstes Jahr für eine Kickstarterkampagne.
OpenSource Elektroauto aus dem Drucker für unter 12000 ist das Ziel.
Energie für bis zu 30km am Tag soll "Solar" gespeichert werden.

Das Problem bezüglich Mietwohnung und damit fehlender Ladestation wird durch entnehmbaren Akku umgangen.

Ökologisches oder gar kein Fahren wird mit bitcoins belohnt : )

In Deutschland wird das Fahrzeug nicht als Auto klassifiziert, da es ein low cost , kleinstserien Projekt für Enthusiasten ist. Außerdem können es dann auch 16 jährige fahren.

Bionicar "The green one" . Bionische strukturen helfen Gewicht zu reduzieren.

Vergleiche:
Strati
Enjoy

Man ist zwar nicht der erste, aber der beste Wink
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mnl



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Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 05.10.2017, 00:22    Titel: Re: Humans Need Not Apply Antworten mit Zitat

Lendsberg hat Folgendes geschrieben:
Gerade in Deutschland, ja vermutlich kann man das auf größere Teile von Europa ausweiten, herrscht eine merkliche Skepsis gegenüber dem technischen Fortschritt.

Definitiv. Vor einigen Wochen kam das Buch "(E)Qualityland" von Marc-Uwe Kling (toller Autor!) heraus. Einmal mit hellem ("für Optimisten") und einmal mit dunklem Cover ("für Apokalyptiker"). Bei Audible gibt es aktuell 640 Rezensionen für die dunkle und nur 160 für die helle Ausgabe.

Lendsberg hat Folgendes geschrieben:
Oder habt Ihr Euch mal gefragt, wieso es an jeder Ecke ein Café und ein Bistro gibt in dem echte Menschen Nahrung anbieten? Die Technik wäre doch schon lange vorhanden, die Leute zu feuern und einfach große Automaten in die Läden zu stellen. Ich denke mal die Leute werden ganz gern von echten Menschen bediehnt.

Hmm, den Teil kann ich für mich persönlich nur teilweise bestätigen. Wenn ein Automat für mich persönlich einen Vorteil bringt, dann nutze ich diesen echt gerne. Bei IKEA z. B. entscheide ich nach länger der Schlange, ob ich selbst scanne oder an eine gewöhnliche Kasse gehe. Bei Migros oder Coop dagegen nutze ich die Handscanner super gerne, besonders bei größeren Einkäufen. Dabei kann ich während meines Einkaufs bereits die Artikel scannen, sehe dabei den aktuell zu zahlenden Betrag und muss vorallem an der Kasse nicht alles auspacken. Im Kanton Genf bekam man deshalb bereits kalte Füße und wollte eine Sondersteuer erheben: http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/self-scanning-coop-droht-strafsteuer-von-20-millionen-1451138
-> sicherlich ein Problem, über das noch zu diskutieren sein wird.

Geht man dann noch einen Schritt weiter und nimmt statt der manuellen Scanner einen "SmartCart", bei dem alle im Wagen befindlichen Produkte via RFID o. Ä. erfasst werden, dann hat man auch die Diebstahlproblematik wieder auf der Welt geschafft.

Lendsberg hat Folgendes geschrieben:
Und ich kann Euch nicht mal 100 Prozent genau sagen, wieso ich nach wie vor öfters zum Bäcker um die Ecke gehe, statt die günstigen für mich qualitativ großartigen Backwaren aus dem Aldi-Automat zu ziehen.

Bäcker kommt für mich dann in Frage, wenn ich dabei ein altes Handwerk unterstützen kann. Wenn ich lediglich Aufbackware bekomme, dann ist es mir egal ob die von einem Automaten ausgeworfen oder von einem Verkäufer eingepackt werden.

Lendsberg hat Folgendes geschrieben:
Allerdings braucht man das hochqualifizierte Personal auch an den Anlagen. Diese sind auch Heut zu Tage noch weit davon entfernt einfach so zu funktionieren. Die müssen ständig justiert, optimiert und repariert werden. Ohne ein Rudel Techniker die das Ding ständig streicheln kommt da bald kein Teil mehr raus.

Genau die Erfahrung haben viele aus meinem Bekanntenkreis auch gemacht.

Lendsberg hat Folgendes geschrieben:
Ich könnte vermutlich noch Seiten um Seiten so weiter machen. Ich bin mir ganz sicher die neuen Technologien werden sehr vieles radikal verändern. So richtig abzusehen wohin der Weg gehen wird ist das aber für mich noch nicht. Aber das der Mensch in Kürze gegenüber der Maschine den Kürzeren ziehen wird, das sehe ich noch ganz und gar nicht

Sign!

Zu guter Letzt:
https://imgur.com/a/6fypb
;)


Zuletzt bearbeitet von mnl am 05.10.2017, 18:36, insgesamt einmal bearbeitet
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