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Free von Chris Anderson ist eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Chris Anderson argumentiert überzeugend warum sich für digitale Güter ein Preis von Null durchsetzen wird – und warum dies für die Urheber kein Nachteil sein muss – entsprechende Anpassungsstrategien vorausgesetzt.

Das Buch ist voll von Beispielen (wie will Betterplace es schaffen den Nutzern elektrische Autos anzubieten, die nicht nur kostenlos sind, sondern auch im Betrieb günstiger als herkömmliche Kfz). Interessanterweise kommen (außer Zecco – amerik. Online Broker) keinerlei Finanzdienstleister oder gar Banken vor.

Anderson holt weit aus in Geschichte, Philosophie und Science Fiction Literatur, ist dabei aber keineswegs belehrend sondern immer unterhaltsam und vor allem eins: anregend.
Dieses Buch inspiriert beim Lesen zu Gedanken darüber, was alles noch anders funktionieren könnte, wenn weiter Branchen (Teile des) Geschäftsmodelles ‚Kostenlos‘ freundlich umarmen würden, statt ‚Kostenlos‘ als Feind zu sehen.

Das Thema sind zwar Preisstrategien und Preismodelle und ihre Anwendung insbesondere bei Firmen mit Geschäftsmodellen im Internet, das Buch ist aber keinesfalls nur für Ökonomen oder Leser mit Interesse am Internet Handel interessant.

Die deutsche Übersetzung erscheint am 14. September und kostet mehr als das Doppelte. Insofern empfehle ich eher das englischsprachige Original.

Wer das Buch lieber kostenlos will kann es sich hier als Audiobuch Download anhören.

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