3 Jahre Smava Kredite – eine Bilanz
Mittwoch, 17. März 2010
Vor rund 3 Jahren war der Launch von Smava.de. Smava brauchte das Konzept Peer-to-Peer Kreditmarktplatz als erster rechtskonform in den deutschen Markt. Kreditnehmer können online Kreditgesuche veröffentlichen und den Zinssatz angeben, den sie zu zahlen bereit sind. Diese Ratenkredite werden dann von mehreren privaten Anlegern finanziert. Aus rechtlichen Gründen ist zwar eine Bank in der Abwicklung zwischengeschaltet, doch nicht diese, sondern die privaten Anleger entscheiden, ob ein Kredit finanziert wird oder nicht. Smava als Plattformbetreiber prüft die Grundvoraussetzungen für Kreditwürdigkeit: überprüfte Identität, Einkommensnachweise und Bonitätseinstufung.
Smava ist seit dem Start stetig gewachsen, insgesamt wurden knapp 25 Mio. Euro Kredite vergeben, das Kreditneuvolumen liegt derzeit bei rund 1,5 bis 2 Mio. Euro pro Monat.
Für die meisten Kreditsuchenden war Smava eine positive Erfahrung – relativ wenige als Kreditwürdig freigegebene Kredite wurden nicht finanziert, Gebühren fallen nur im Erfolgsfall an und bei Smava ist – im Gegensatz zu vielen Bankkrediten – jederzeit eine vorzeitige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Attraktiv ist das Smava Angebot vor allem für Selbständige, Freiberufler und kleine Gewerbetreibende die aufgrund der Kreditklemme nicht mehr so leicht Kredite von Banken bekommen.
Auch für nahezu alle der gut 5.000 aktiven Anleger war Smava bisher ein gutes Geschäft. Renditen im Bereich von rund 5-9 Prozent waren in den letzten Jahren die Regel. Das Poolkonzept als Sicherungsmechanismus hat Verluste einzelner Anleger auf minimale Beträge beschränkt.Allerdings wirken die Anlegerpools sich auch negativ aus – Anleger werden an Ausfällen von Krediten beteiligt, in die sie selbst gar nicht investiert haben. Das Ausfallrisiko wird sozusagen “sozialisiert”. (weitere Artikel dazu).

